imageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimage

Aktuelles

Atelierstipendium „Freiräume“ in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) und Ausstellung ELSE der Stipendiatin Magdalena Los in der Zehntscheune Stadthagen

Schaumburger „Freiräume“ künstlerisch entdecken.

Magdalena Los hat das Artist-in-Residence-Stipendium der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) angetreten.

In Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) hatte die Schaumburger Landschaft Anfang 2018 unter dem Titel „Freiräume“ ein Kunststipendium für fortgeschrittene Studierende der Hochschule ausgeschrieben. Mit dem zweimonatigen Artist-in-Residence-Stipendium sollte einer jungen Künstlerin bzw. einem Künstler der Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, Schaumburgs Geschichte und Kultur näher kennenzulernen und die potentiellen „Freiräume“ des Schaumburger Landes künstlerisch zu verarbeiten. Grundlage dafür sind die interessanten räumlich-historischen Bezüge zwischen Schaumburg und Hamburg: Adolf I. von Schauenburg erhielt im Jahr1110 das Lehen für die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Mit der Gründung der Neustadt im Jahr 1188 lockte Adolf III. zahlreiche Kaufleute in die Hansestadt.

Unter 32 eingegangenen Bewerbungen hat die Auswahlkommission der HfbK im Mai Magdalena Los als Stipendiatin ausgewählt. Magdalena Los studiert im vierten Mastersemester bei Prof. Jutta Koether mit dem Schwerpunkt Malerei/Zeichnen. Ihre künstlerische Antriebskraft ist, „die Dinge anders zu machen“, d.h. Konventionen sowohl in der Kunst, als auch im ‚Alltag Leben in Frage zu stellen und neu zu formulieren. Deshalb bezieht sie auch ihr gesamtes Lebensumfeld in ihre Arbeit mit ein – und damit unterschiedlichste Medien und Materialien. Ihre künstlerischen Arbeiten bewegen sich zwischen Performances, Seiden- und Filzkonglomeraten, Mode- und Möbeldesign und Malerei z.B. mit Silikonölen und Babypuder. Ihre künstlerischen Arbeiten hat sie bereits bei verschiedenen Ausstellungen in Hamburg, Berlin, Regensburg, Gdansk, Tarnow und Neapel gezeigt.

Am Schaumburger Land fasziniert Magdalena Los besonders die Dampfeisenbahn in Rinteln, für die sie Anfang August den Führerschein abgelegt hat. Die Dampflok „Else“ soll dementsprechend in ihre künstlerische Arbeit einfließen. Magdalena Los befindet sich im August und September in Lauenau. Sie wohnt im „Kesselhaus“ und arbeitet in der Herbertusstube, in der sie ihr Atelier eingerichtet hat. Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigt Magdalena Los vom 28. September bis zum 21. Oktober in ihrer Ausstellung mit dem Titel ELSE in Stadthagen. Die Vernissage wird am Freitag, dem 28. September, um 19:00 Uhr stattfinden.

Wo soll das alles enden? Musiktheater zu "1968" an Schaumburger Schulen

Ungewollte Revolte  

Die Musiktheater-AG des Ratsgymnasiums zeigt in dem Dokudrama „Wo soll das alles enden?“ von Jürgen Wiemer das Stadthagen von „1968“ zwischen jugendlicher Aufsässigkeit und bürgerlichem Beharren. Am 24. und 25.9. um 19.30 Uhr in der Aula des RGS.

„1968“ – das ist Studentenrevolte, Hippies, Vietnam! „1968“ – das ist Autonomiebestrebung, Demokratisierung, Widerstandsgeist! „1968“ – das ist Sex and Drugs and Rock’n‘Roll! „1968“ – das ist Paris, Berlin, Frankfurt und Stadthagen! Stadthagen???

„So etwas gab es alles nicht an unserer Schule.“, beeilt sich Oberstudiendirektor Stracke, der Schulleiter des Ratsgymnasiums von „1968“, in dem Stück zu beschwichtigen. Seine sorgfältige Buchhaltung über alle Schulgeschehnisse, die hier als Grundlage des Stückes dienen, offenbart aber eher unfreiwillig: So etwas gab es sehr wohl in Schaumburg! Anders natürlich als in den Metropolen und Studentenhochburgen. Vorsichtiger, tastender und in Auseinandersetzung mit den Konventionen und dem Unverständnis des Schaumburger Bürgertums.

Der Frage „Welche gesellschaftlichen Nachwirkungen hatte „1968“ jenseits der urbanen Zentren im eher ländlich geprägten Raum?“ – von der Forschung kaum beachtet – ging eine wissenschaftliche Tagung der Schaumburger Landschaft im Februar dieses Jahres nach. In diesem Kontext hatte die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft und Historikerin, Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers, mit Studierenden der Leibniz Universität Hannover und Schülerinnen und Schülern die Schulchronik des Ratsgymnasiums Stadthagen der Jahre 1966 bis 1971 ausgewertet. Dabei zeigte sich: Die Schulchronik, aber auch Schülerzeitungen wie die „Nesselblätter“ sind wichtige Quellen, die die Entstehung der Schülerbewegung in Schaumburg und die erwachenden Wünsche der Jugendlichen nach größerer individueller Freiheit und gesellschaftlicher Teilhabe belegen.  

Der Theaterregisseur und Dramaturg, Jürgen Wiemer, verarbeitete diese spannenden Zeugnisse sowie zeitgenössische Zeitungsartikel zu dem Dokumentar-Drama „Wo soll das alles enden?“: Auf diese Weise entsteht ein vielfältiges Mosaik der Zeit um „1968“ zwischen Vietnamgebet und Paukerfilm, den Rolling Stones und Heintje, hedonistischem Lebensstil und Skandalisierung.

Mit der Unterstützung der Schaumburger Landschaft und der Kulturstiftung Schaumburg wendet sich die Musiktheater-AG hiermit also diesem ganz anderen Stoff zu. Nach den viel gerühmten Aufführungen der vergangenen Jahre („Gatsby“, „Schöne neue Welt“, „Sommernachtstraum“) sowie dem deutschen Nationalepos „Die Nibelungen“ im März diesen Jahres zeigt die Gruppe das Ratsgymnasium 1968 im Ratsgymnasium 2018. Sie begibt sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln, lernt den Protest gegen die Starrheit und Autoritätshörigkeit der Nachkriegsgesellschaft als Kampf von Ex-Mitschülern für die eigene Sache an der eigenen Schule kennen. Das RGS-Musiktheater inszeniert dies mit einem über 20-köpfigen Schauspielensemble. Chorische und choreographische Elemente spielen wie immer eine große Rolle, klassisches Rollentheater ist das nicht mehr, wenn das Schauspielkollektiv die eigene Geschichte – immer auch kommentierend - nacherzählt, nachspielt, nachsingt.

So wichtig wie damals für die Jugendbewegung ist für die Inszenierung die Musik: Berühmt gewordene Songs, live gespielt von einer fünfköpfigen Band, lassen die Rhythmen und den Sound jener Jahre wieder lebendig werden. Titel von den Stones, Beatles, Kinks und vielen anderen mehr sind zu hören. Mit dabei Reinhard Mey, der im Jahr 1968 auf Einladung der Schüler im RGS gastierte, ein legendärer Song von Hannes Wader, der Top-Titel der Aussteiger-Ikone Steppenwolf, der Song der Siegerband eines Beat-Wettbewerbs und natürlich das 68er-Lieblingslied aller Schwiegermütter. Für das Stück wurden diverse Musiktitel vom musikalischen Leiter Dietmar Post neu arrangiert bzw. instrumentalisiert.

So ersteht dann der 68er-Zeitgeist auf der Bühne des Ratsgymnasiums aus den trockenen Quellen auf und tanzt und singt und streitet und lacht. Eine Dokumentation als Musik-Tanz-Schauspiel, die Altes neu, lebendig und ganz aktuell zeigt: als Auseinandersetzung um die Durchsetzung neuer Ideen.                                                                                                    

Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 6 Euro) und können an der Abendkasse, in der Schule vor dem Schulsanitätsraum sowie im iPunkt/Stadthagen gekauft werden.


Tag des offenen Denkmals in Stadthagen und Lindhorst am 9. September

Gemeinsam mit den Denkmaleigentümern, der Stadt Stadthagen, der Samtgemeinde Lindhorst und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden laden wir Sie in diesem Jahr nach Stadthagen und Lindhorst ein. In 33 beteiligten Denkmalen können Sie sich auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte begeben. Unter dem Motto "Entdecken, was verbindet“ ist der diesjährige Tag des offenen Denkmals mit dem Entdeckertag der Region Hannover verbunden.

Lernen Sie Kirchen, Mausoleen, die ehemalige Synagoge von Stadthagen, bäuerliche Gebäude, das Schloss Stadthagen, Herrensitze, Gärten und ein Industriedenkmal kennen. Sie können Denkmale ansehen, die sonst verschlossen sind, sich über Instandsetzungsmaßnahmen und Umnutzungen informieren, aber auch Zeuge des Verfalls werden, der nicht mehr aufzuhalten ist. Das Ziel des „Tages des offenen Denkmals“ ist es, private Initiativen zu stärken und gleichzeitig die öffentliche Hand an ihre Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe zu erinnern. Das kann aber nur gelingen, wenn die Denkmale und ihre Geschichte bekannt sind.

Nicht allein die Denkmale machen diesen Tag zu einem Erlebnis, sondern auch ein buntes Begleitprogramm, bestehend aus Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführungen alter Handarbeitstechniken, speziellen Aktivitäten für Kinder bis hin zu Kulinarischem. Es erwartet Sie ein erlebnisreicher Tag.

Download Programm

Neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft: „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte auf der neu erschienenen CD dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD wird erstmals auf dem Plattdeutschen Tag am 19. August 2018 in Sülbeck vorgestellt und ist zum Preis von 9,90 € dort erhältlich. Danach kann sie bei der Schaumburger Landschaft erworben werden.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

5. Plattdeutscher Tag am 19. August 2018

Plattdeutscher Tag am Sonntag, 19. August 2018, in Sülbeck

Die Arbeitsgruppe “Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft lädt in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Sülbeck zum 5. Plattdeutschen Tag ein. Der Tag beginnt um 10:00 Uhr mit einem Plattdeutschen Gottesdienst in der Sülbecker Kirche, gefolgt von der Eröffnung des Plattdeutschen Tages und Grußworten.

Das weitere Programm findet im und um das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Sülbeck statt. Ab 13:30 Uhr liest Wilfried Darlath u. a. aus „De Schimmelrieder“ von Theodor Storm. Um 14:00 Uhr plaudern die Historiker Roswitha Sommer und Ulrich von Damaros gemeinsam mit Landfrauen im Erzählcafé über „Schaumbörger Schaulgeschichte(n)“. Die bekannte NDR-Moderatorin Ilka Brüggemann und der Blues-Musiker Lars-Luis Linek präsentieren ab 15:15 Uhr „Plattdütsche Musik un Geschichten up Platt“. Außerdem findet eine Ausstellung der Arbeitsgruppe „Spurensuche“ der Schaumburger Landschaft zum Thema „Lebensbilder auf Platt in Bild und Ton“ statt, und es können Bücher in plattdeutscher Sprache erworben werden. Ein Highlight: Die neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ mit plattdeutschen Geschichten aus dem Schaumburger Land wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Natürlich dürfen, wie in den Jahren zuvor, ein plattdeutsches Quiz und Aktionen für Kinder an diesem Tag nicht fehlen.

Die Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft hat sich über die Dokumentation der Sprache hinaus zum Ziel gesetzt, das Plattdeutsche wiederzubeleben. Daher wendet sich der „Plattdeutsche Tag“ nicht nur an diejenigen, die von Kindheit an Plattdeutsch sprechen, sondern an alle Menschen, die sich für das Plattdeutsche interessieren oder es einfach nur gern hören.

Zur Stärkung zwischendurch gibt es Kaffee und Kuchen, aber auch „Aafkenzoppen“ und Gegrilltes.

           Download Programm

 

Datenbank für Musiker aller Stilrichtungen

Die Schaumburger Landschaft lädt alle aktiven Musiker im Schaumburger Land ein, sich in einer neuen, gemeinsamen Datenbank einzutragen.

Mit dem Namen ihres Ensembles oder ihrer Band, einem Ansprechpartner und der Stilrichtung ihrer Musik sowie den gewünschten Veranstaltungen können sich die Musiker öffentlich sichtbar und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Außerdem erleichtert die Datenbank die Vernetzung der Musiker untereinander.

Die Datenbank soll ganz unterschiedlichen Veranstaltern die Suche nach der geeigneten Formation, dem erwünschten Ensemble erleichtern. Sie planen eine Firmenfeier, die mit Livemusik untermalt werden soll? Hier werden Sie die passende Band dafür finden. Oder es naht ein runder Geburtstag, auf dem ein bestimmtes Musikstück nicht fehlen darf? Sie suchen den Kontakt zu den Musikern und sprechen sich ab. Auch eine Ausstellungseröffnung oder eine Lesung könnte von den Musikern aus dem Schaumburger Land umrahmt und bereichert werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Vorträge, Symposien, Kongresse, Kirchenkonzerte, Bandauftritte, Straßenfeste - überall ist Livemusik wunderbar. In der neuen Datenbank wird jeder fündig.

Informationen erhalten Interessierte bei der Schaumburger Landschaft, Tel. 05722 9566-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lisa Kreißler und Maximiliane Spieß werden mit dem Kulturpreis Literatur des Landkreises Schaumburg ausgezeichnet

Einstimmig hat die Jury den Kulturpreis des Landkreises Schaumburg, der in diesem Jahr für den Bereich der Prosaliteratur ausgeschrieben wurde, mit Lisa Kreißler und Maximiliane Spieß zwei jungen Schriftstellerinnen aus dem Schaumburger Land zuerkannt. Mit der Vergabe des Preises an eine literarische Doppelspitze ehrt der Landkreis Schaumburg zwei Autorinnen, die die unterschiedlichen Facetten seiner Landschaft in ein jeweils anderes und neues Licht rücken.

Beide Preisträgerinnen stehen am Beginn ihrer Karriere und schreiben auf faszinierende, aber ganz unterschiedliche Weise über die Heimkehr in den ländlichen Raum.

Lisa KreißlerLisa Kreißler, 1983 in Bückeburg geboren und in Waltringhausen aufgewachsen, nutzt ihre Heimat als teils vordergründig gegenwärtige, teils mythische Landschaft für die psychologischen Entwicklungen ihrer Figuren. Sowohl in ihrem Debütroman Blitzbirke, 2014 beim mairisch Verlag erschienen, als auch in Das vergessene Fest, 2018 bei Hanser Berlin publiziert, machen die Protagonistinnen in der Wiederbegegnung mit den Eltern und der vertrauten Umgebung einen schmerzlichen, aber auch befreienden Erkenntnisprozess durch. Lisa Kreißlers Sprache, die auf märchenhaft magische Weise und mit hintergründigem Humor beständig eine zweite Realität unter der greifbaren durchschimmern lässt, zieht den Leser unmittelbar in ihren Bann.

Maxi SpießMaximiliane Spieß, 1992 in Rinteln geboren und dort aufgewachsen, eine versierte Graphic-Novel-Künstlerin, hat mit Je länger der Tag, je kürzer der Faden ein beeindruckendes Romanmanuskript vorgelegt, das noch ohne Verlag ist. Sie erzählt in bildmächtiger Sprache von einer Ziegelei nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, deren Besitzer aus der Gefangenschaft heimkehrt. Seine Frau und seine kleine Tochter haben sich unterdessen zusammen mit einem tüchtigen Helfer erfolgreich ohne den vermeintlich Verschollenen im Unternehmen eingerichtet: Ein Machtspiel unter Verzweifelten beginnt. Wie sich die junge Autorin in einem sehr eigenen, nur vermeintlich historisierenden Ton in die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1920er Jahre und in die komplizierten seelischen Schichten der vier Protagonisten einarbeitet, ist eine herausragende literarische Leistung.

Seit fast 20 Jahren vergibt der Landkreis Schaumburg in Zusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft in lockerer Folge einen Kulturpreis, um Kunst und Kultur in der Region zu fördern. Der Kulturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Schaumburg unterstützt. Der hochkarätigen Jury zum Bereich der Prosa-Literatur gehören die bekannte Schriftstellerin und Georg-Büchner-Preisträgerin, Felicitas Hoppe (Hameln/Berlin), der Autor und Rezitator Frank Suchland (Bückeburg), die Leiterin der NDR-Kultur-Literaturredaktion, Ulrike Sárkány (Hannover), der Programmleiter des Literarischen Salons der Leibniz Universität Hannover, Jens Meyer-Kovac (Hannover), und der Philosoph und Gymnasiallehrer, Dr. Reinhard Loock (Rinteln), an.

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

  • kn_trachten_seegers_20180526 59 von 91

Denkmalkindergärten

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege hat die Schaumburger Landschaft 2012 und 2013 ein Modellprojekt "Denkmalkindergärten" für Niedersachsen durchgeführt. Das Konzept wurde von Edith Weitzel-Mudersbach entwickelt, die Deutsche Bundesstiftung unterstützte das Modellprojekt finanziell. Für die Fortsetzung von "Denkmalkindergärten" ab 2014 als Projekt der Schaumburger Landschaft konnten als Pädagogen Christiane Papassimos und Henning Dormann gewonnen werden.

Ziel dieser denkmalpädagogischen Aktionstage ist es, die Gedanken und Werte der Denkmalpflege bereits für die  Jüngsten unter uns erlebbar zu machen und sie für ihre historische Umwelt, ihre Landschaft und Natur zu begeistern. Mit dem Einstieg in die kulturelle Bildung im Kindergartenalter soll eine erste positive Erinnerung geschaffen werden, die junge Menschen prägt, die sich für den Schutz und die Pflege ihres kulturellen Erbes engagieren werden. Jeder Aktionstag vor Ort  und am Denkmal bildet zu unterschiedlichen Themenbereichen von Archäologie, Kirchen und Schlösser bis hin zu landwirtschaftlichen Gebäuden, Gärten und Parks sowie Natur- und Landschaftspflege eine abgeschlossene Einheit. Neugier und Wissensdurst der Kindergartenkinder, die bereits kurz vor der Einschulung stehen, bilden dafür die auslösenden Momente.

Eine didaktisch ausgefeilte Führungsmethodik für  Kindergartenkinder lässt sie auf altersgerechtem Niveau erfahren, was ein Denkmal sein kann und welche Bedeutung es hat. Frühzeitig wird so auch ein Interesse an Heimatgeschichte und -verständnis geweckt, eine Voraussetzung, um kulturelles Erbe später zu pflegen.

Aus den Kindern werden so kreative und innovationsfreudige Menschen, die die historisch gewachsene Umwelt und Natur als ihre Kulturlandschaft und als Bereicherung ihres Lebens erkennen, sie schützen und bewahren.

In diesem Jahr stehen neben Schloss Baum, der Grabpyramide am Schloss Baum, dem Lauenhäger Bauernhaus und dem Stift Obernkirchen auch der Kurpark Bad Nenndorf als Beispiel eines englischen Landschaftsgartens eines hessischen Kurfürsten sowie - zusätzlich für Grundschulen - die Stadt Rinteln für Exkursionen zur Verfügung. Das Projekt läuft bis zum Beginn der Sommerferien am 27. Juni 2018.

Zum Anmeldeformular für Kindergärten                                 Zum Anmeldeformular für Grundschulen

 

 

 

 

 

 

 

 

Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.

25 Jahre Schaumburger Landschaft

Mit einem Festakt im Stift Obernkirchen hat die Schaumburger Landschaft ihr 25jähriges Bestehen gefeiert. 1992 war der niedersächsische Landschaftsverband gegründet worden. An der Veranstaltung nahmen rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil.

Diese große Resonanz zeige die Verbundenheit, die die Menschen in der Region und darüber hinaus zur Schaumburger Landschaft empfinden, konstatierte der Vorsitzende, Dr. Klaus-Henning Lemme. Zudem dankte er den langjährigen Förderern der Schaumburger Landschaft, vor allem der Sparkasse Schaumburg, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der VGH und der Klosterkammer. Landrat Jörg Farr betonte in seinem Grußwort, dass die Schaumburger Landschaft für die ganze Bandbreite der Kultur in der Region stehe. Es sei "großartig", dass der Verband so viele eigene Projekte auf die Beine stellte. Der Geschäftsführer des Landschaftsverbands Stade, Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, betonte, dass die Schaumburger Landschaft einer der aktivsten Landschaftsverbände in Niedersachsen sei, von dem zahlreiche Initiativen ausgingen und der insbesondere durch innovative Eigenprojekte, wie z. B. "Nach Neuem Trachten", großes Renommee auch über die Landesgrenzen hinaus erlangt habe.

In einer lockeren Gesprächsrunde unter dem Titel "Anfang ist bedenkenswert" erzählten die Gründungsvorsitzende des Verbands, Ute Bernhardt,
Dr. Klaus-Henning Lemme und der langjährige frühere Geschäftsführer, Sigmund Graf Adelmann, humorvoll, wie der Landschaftsverband 1992 entstand und sich in den ersten Jahren entwickelte. Einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft warf die amtierende Geschäftsführerin, Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers. Im ländlichen Raum sieht sie ein besonderes Potenzial für die Kultur, zumal Räume, die kreativ genutzt werden können, in den Metropolen immer teurer würden. Um junge Menschen für das Schaumburger Land zu begeistern, müsse die Kultur aber die Möglichkeit bieten, neue kreative Erfahrungen machen zu können.

Künstlerisch gestaltet wurde der Abend durch zwei besonders kreative junge Menschen aus Schaumburg. Der in Stadthagen aufgewachsene und seit sieben Jahren in New York lebende Jazz-Saxofonist Timo Vollbrecht beeindruckte das Publikum mit drei Solo-Improvisationen, darunter einer eigens für das Jubiläum der Schaumburger Landschaft komponierten Hommage an Schaumburg. Mit einem ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Gedicht-Bericht zur Geschichte der Schaumburger Landschaft und zur Historie des Schaumburger Lands begeisterte die junge Poetry-Slammerin Nina Dopheide die Gäste. Ihren Gedicht-Bericht können Sie im Anhang lesen.

Download Gedicht-Bericht von Nina Dopheide

Clip-Wettbewerb "Mein Schaumburg"

 

Clip-Wettbewerb: Die Gewinner stehen fest!

Die Schaumburger Landschaft hatte Kinder und Jugendliche aufgefordert, einen Video-Clip über ihren schönsten Ort in Schaumburg zu drehen. Jetzt stehen die Gewinner fest: Den ersten Preis hat sich Dorothea Gehrke, 17 Jahre, aus Niedernwöhren, mit ihrer gefilmten Motorradfahrt durch das Schaumburger Land gesichert. Den zweiten Preis teilen sich Eva Schernewsky, 16 Jahre, und Moritz Trapp, 11 Jahre, beide aus Stadthagen. Den dritten Platz belegen die Schwestern Hermine und Charlotte Mensching (9 und 7 Jahre alt) aus Ottensen sowie die Kinder vom Waldkindergarten Stadthagen, Laura Scheffer, Karla Wecke, Anna Grüttner und Emil Drape (alle 6 Jahre alt).

Allen Clips sehe man an, wie viel Mühe sich die Kinder gegeben hätten, so die Jury, ihren schönsten Ort in Schaumburg filmisch zu beschreiben – vom Spaßbad in Stadthagen bis zum Ausblick vom Bückeberg; der eigene Garten oder der Kindergarten mit seinen Spielmöglichkeiten: Die Beiträge sind so vielfältig wie das Schaumburger Land.

Die Gewinner wurden im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt und konnten ihre Preise aus den Händen der Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft,
Dr. Lu Seegers, entgegennehmen.

Hier geht's zum Gewinner-Video:

Gewinner