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Aktuelles

Neuauflage der Publikation „Gärten im Weserbergland“ erschienen

2004 erstmals erschienen, erfreut sich das in der Zwischenzeit vergriffene Buch „Gärten im Weserbergland. Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“ von Petra Widmer immer noch großer Beliebtheit.

Da das Buch weiterhin stark nachgefragt wird und sich die dort beschriebenen Parks und Gärten in einem ständigen Wandel befinden, erscheint der Band nun in einer überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage. Herausgeber sind die Schaumburger Landschaft sowie der Landschaftsverband Südniedersachsen. Die Texte wurden von dem Landschaftsarchitekten Henning Dormann überarbeitet und aktualisiert. Die Fotos für die Kreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont wurden von Sigmund Graf Adelmann und Henning Dormann, die Fotos für den Kreis Holzminden vom Verleger des Bandes, Jörg Mitzkat, neu erstellt. Die Publikation wurde darüber hinaus gefördert von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten, der Braunschweigischen Stiftung und der Sparkasse Hameln-Weserbergland.

Gezeigt und beschrieben werden nicht weniger als 43 Parks und Gärten: vom Schloss Hagenburg bis zum Rittergut Westerbrak bei Bodenwerder, vom Park an der „Klus“ in Bückeburg bis zum Rittergut Voldagsen bei Coppenbrügge. Der Band beleuchtet die Geschichte der Gärten und ihrer Eigentümer, zeigt das heutige Erscheinungsbild und informiert über Öffnungszeiten.

ISBN 978-3-95954-053-7, Paperback, 96 Seiten, 19,80 €, Bezug über Buchhandel

 

Lisa Kreißler und Maximiliane Spieß werden mit dem Kulturpreis Literatur des Landkreises Schaumburg ausgezeichnet

Einstimmig hat die Jury den Kulturpreis des Landkreises Schaumburg, der in diesem Jahr für den Bereich der Prosaliteratur ausgeschrieben wurde, mit Lisa Kreißler und Maximiliane Spieß zwei jungen Schriftstellerinnen aus dem Schaumburger Land zuerkannt. Mit der Vergabe des Preises an eine literarische Doppelspitze ehrt der Landkreis Schaumburg zwei Autorinnen, die die unterschiedlichen Facetten seiner Landschaft in ein jeweils anderes und neues Licht rücken.

Beide Preisträgerinnen stehen am Beginn ihrer Karriere und schreiben auf faszinierende, aber ganz unterschiedliche Weise über die Heimkehr in den ländlichen Raum.

Lisa KreißlerLisa Kreißler, 1983 in Bückeburg geboren und in Waltringhausen aufgewachsen, nutzt ihre Heimat als teils vordergründig gegenwärtige, teils mythische Landschaft für die psychologischen Entwicklungen ihrer Figuren. Sowohl in ihrem Debütroman Blitzbirke, 2014 beim mairisch Verlag erschienen, als auch in Das vergessene Fest, 2018 bei Hanser Berlin publiziert, machen die Protagonistinnen in der Wiederbegegnung mit den Eltern und der vertrauten Umgebung einen schmerzlichen, aber auch befreienden Erkenntnisprozess durch. Lisa Kreißlers Sprache, die auf märchenhaft magische Weise und mit hintergründigem Humor beständig eine zweite Realität unter der greifbaren durchschimmern lässt, zieht den Leser unmittelbar in ihren Bann.

Maxi SpießMaximiliane Spieß, 1992 in Rinteln geboren und dort aufgewachsen, eine versierte Graphic-Novel-Künstlerin, hat mit Je länger der Tag, je kürzer der Faden ein beeindruckendes Romanmanuskript vorgelegt, das noch ohne Verlag ist. Sie erzählt in bildmächtiger Sprache von einer Ziegelei nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, deren Besitzer aus der Gefangenschaft heimkehrt. Seine Frau und seine kleine Tochter haben sich unterdessen zusammen mit einem tüchtigen Helfer erfolgreich ohne den vermeintlich Verschollenen im Unternehmen eingerichtet: Ein Machtspiel unter Verzweifelten beginnt. Wie sich die junge Autorin in einem sehr eigenen, nur vermeintlich historisierenden Ton in die gesellschaftlichen Verhältnisse der 1920er Jahre und in die komplizierten seelischen Schichten der vier Protagonisten einarbeitet, ist eine herausragende literarische Leistung.

Seit fast 20 Jahren vergibt der Landkreis Schaumburg in Zusammenarbeit mit der Schaumburger Landschaft in lockerer Folge einen Kulturpreis, um Kunst und Kultur in der Region zu fördern. Der Kulturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Schaumburg unterstützt. Der hochkarätigen Jury zum Bereich der Prosa-Literatur gehören die bekannte Schriftstellerin und Georg-Büchner-Preisträgerin, Felicitas Hoppe (Hameln/Berlin), der Autor und Rezitator Frank Suchland (Bückeburg), die Leiterin der NDR-Kultur-Literaturredaktion, Ulrike Sárkány (Hannover), der Programmleiter des Literarischen Salons der Leibniz Universität Hannover, Jens Meyer-Kovac (Hannover), und der Philosoph und Gymnasiallehrer, Dr. Reinhard Loock (Rinteln), an.

Atelierstipendium „Freiräume“ in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) und Ausstellung ELSE der Stipendiatin Magdalena Los in der Zehntscheune Stadthagen

Schaumburger „Freiräume“ künstlerisch entdecken.

Magdalena Los hat das Artist-in-Residence-Stipendium der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) angetreten.

In Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) hatte die Schaumburger Landschaft Anfang 2018 unter dem Titel „Freiräume“ ein Kunststipendium für fortgeschrittene Studierende der Hochschule ausgeschrieben. Mit dem zweimonatigen Artist-in-Residence-Stipendium sollte einer jungen Künstlerin bzw. einem Künstler der Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, Schaumburgs Geschichte und Kultur näher kennenzulernen und die potentiellen „Freiräume“ des Schaumburger Landes künstlerisch zu verarbeiten. Grundlage dafür sind die interessanten räumlich-historischen Bezüge zwischen Schaumburg und Hamburg: Adolf I. von Schauenburg erhielt im Jahr1110 das Lehen für die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Mit der Gründung der Neustadt im Jahr 1188 lockte Adolf III. zahlreiche Kaufleute in die Hansestadt.

Unter 32 eingegangenen Bewerbungen hat die Auswahlkommission der HfbK im Mai Magdalena Los als Stipendiatin ausgewählt. Magdalena Los studiert im vierten Mastersemester bei Prof. Jutta Koether mit dem Schwerpunkt Malerei/Zeichnen. Ihre künstlerische Antriebskraft ist, „die Dinge anders zu machen“, d.h. Konventionen sowohl in der Kunst, als auch im ‚Alltag Leben in Frage zu stellen und neu zu formulieren. Deshalb bezieht sie auch ihr gesamtes Lebensumfeld in ihre Arbeit mit ein – und damit unterschiedlichste Medien und Materialien. Ihre künstlerischen Arbeiten bewegen sich zwischen Performances, Seiden- und Filzkonglomeraten, Mode- und Möbeldesign und Malerei z.B. mit Silikonölen und Babypuder. Ihre künstlerischen Arbeiten hat sie bereits bei verschiedenen Ausstellungen in Hamburg, Berlin, Regensburg, Gdansk, Tarnow und Neapel gezeigt.

Am Schaumburger Land fasziniert Magdalena Los besonders die Dampfeisenbahn in Rinteln, für die sie Anfang August den Führerschein abgelegt hat. Die Dampflok „Else“ soll dementsprechend in ihre künstlerische Arbeit einfließen. Magdalena Los befindet sich im August und September in Lauenau. Sie wohnt im „Kesselhaus“ und arbeitet in der Herbertusstube, in der sie ihr Atelier eingerichtet hat. Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigt Magdalena Los vom 28. September bis zum 21. Oktober in ihrer Ausstellung mit dem Titel ELSE in Stadthagen.

Neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft: „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte auf der neu erschienenen CD dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD wird erstmals auf dem Plattdeutschen Tag am 19. August 2018 in Sülbeck vorgestellt und ist zum Preis von 9,90 € dort erhältlich. Danach kann sie bei der Schaumburger Landschaft erworben werden.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

Datenbank für Musiker aller Stilrichtungen

Die Schaumburger Landschaft lädt alle aktiven Musiker im Schaumburger Land ein, sich in einer neuen, gemeinsamen Datenbank einzutragen.

Mit dem Namen ihres Ensembles oder ihrer Band, einem Ansprechpartner und der Stilrichtung ihrer Musik sowie den gewünschten Veranstaltungen können sich die Musiker öffentlich sichtbar und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Außerdem erleichtert die Datenbank die Vernetzung der Musiker untereinander.

Die Datenbank soll ganz unterschiedlichen Veranstaltern die Suche nach der geeigneten Formation, dem erwünschten Ensemble erleichtern. Sie planen eine Firmenfeier, die mit Livemusik untermalt werden soll? Hier werden Sie die passende Band dafür finden. Oder es naht ein runder Geburtstag, auf dem ein bestimmtes Musikstück nicht fehlen darf? Sie suchen den Kontakt zu den Musikern und sprechen sich ab. Auch eine Ausstellungseröffnung oder eine Lesung könnte von den Musikern aus dem Schaumburger Land umrahmt und bereichert werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Vorträge, Symposien, Kongresse, Kirchenkonzerte, Bandauftritte, Straßenfeste - überall ist Livemusik wunderbar. In der neuen Datenbank wird jeder fündig.

Informationen erhalten Interessierte bei der Schaumburger Landschaft, Tel. 05722 9566-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

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Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.

25 Jahre Schaumburger Landschaft

Mit einem Festakt im Stift Obernkirchen hat die Schaumburger Landschaft ihr 25jähriges Bestehen gefeiert. 1992 war der niedersächsische Landschaftsverband gegründet worden. An der Veranstaltung nahmen rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil.

Diese große Resonanz zeige die Verbundenheit, die die Menschen in der Region und darüber hinaus zur Schaumburger Landschaft empfinden, konstatierte der Vorsitzende, Dr. Klaus-Henning Lemme. Zudem dankte er den langjährigen Förderern der Schaumburger Landschaft, vor allem der Sparkasse Schaumburg, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der VGH und der Klosterkammer. Landrat Jörg Farr betonte in seinem Grußwort, dass die Schaumburger Landschaft für die ganze Bandbreite der Kultur in der Region stehe. Es sei "großartig", dass der Verband so viele eigene Projekte auf die Beine stellte. Der Geschäftsführer des Landschaftsverbands Stade, Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, betonte, dass die Schaumburger Landschaft einer der aktivsten Landschaftsverbände in Niedersachsen sei, von dem zahlreiche Initiativen ausgingen und der insbesondere durch innovative Eigenprojekte, wie z. B. "Nach Neuem Trachten", großes Renommee auch über die Landesgrenzen hinaus erlangt habe.

In einer lockeren Gesprächsrunde unter dem Titel "Anfang ist bedenkenswert" erzählten die Gründungsvorsitzende des Verbands, Ute Bernhardt,
Dr. Klaus-Henning Lemme und der langjährige frühere Geschäftsführer, Sigmund Graf Adelmann, humorvoll, wie der Landschaftsverband 1992 entstand und sich in den ersten Jahren entwickelte. Einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft warf die amtierende Geschäftsführerin, Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers. Im ländlichen Raum sieht sie ein besonderes Potenzial für die Kultur, zumal Räume, die kreativ genutzt werden können, in den Metropolen immer teurer würden. Um junge Menschen für das Schaumburger Land zu begeistern, müsse die Kultur aber die Möglichkeit bieten, neue kreative Erfahrungen machen zu können.

Künstlerisch gestaltet wurde der Abend durch zwei besonders kreative junge Menschen aus Schaumburg. Der in Stadthagen aufgewachsene und seit sieben Jahren in New York lebende Jazz-Saxofonist Timo Vollbrecht beeindruckte das Publikum mit drei Solo-Improvisationen, darunter einer eigens für das Jubiläum der Schaumburger Landschaft komponierten Hommage an Schaumburg. Mit einem ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Gedicht-Bericht zur Geschichte der Schaumburger Landschaft und zur Historie des Schaumburger Lands begeisterte die junge Poetry-Slammerin Nina Dopheide die Gäste. Ihren Gedicht-Bericht können Sie im Anhang lesen.

Download Gedicht-Bericht von Nina Dopheide