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Aktuelles

Ausschreibung: Kulturpreis des Landkreises Schaumburg

Seit 1998, also seit 20 Jahren, vergibt der Landkreis Schaumburg einen Kulturpreis, um Kunst und Kultur in der Region zu fördern. Der Kulturpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird von der Sparkasse Schaumburg unterstützt. In diesem Jahr wird der Förderpreis für den Bereich der Prosa-Literatur ausgelobt. Dazu konnte eine hochkarätige Jury gewonnen werden, der die bekannte Schriftstellerin und Georg-Büchner-Preisträgerin, Felicitas Hoppe (Hameln/Berlin); der Autor und Rezitator Frank Suchland (Bückeburg); die Leiterin der NDR-Kultur-Literaturredaktion, Ulrike Sárkány (Hannover); der Programmleiter des Literarischen Salons der Leibniz Universität Hannover, Jens Meyer-Kovac (Hannover) und der Philosoph und Lehrer, Dr. Reinhard Loock (Rinteln), angehören.

Bis zum 30. Mai 2018 können sich interessierte Einzelpersonen oder Gruppen mit Manuskripten oder bereits veröffentlichten Texten, die nicht älter als zehn Jahre alt sind, bei der Schaumburger Landschaft bewerben. Thematisch sollen sich eingereichte Texte im weitesten Sinne mit dem Schaumburger Land beschäftigen. Dies können Romane, Essays oder auch Kurzgeschichten sein. Gerade in den letzten Jahren ist eine zunehmende Hinwendung zur Auseinandersetzung mit dem Leben im ländlichen Raum in der deutschsprachigen Literatur festzustellen.

Der Landkreis und die Jury hoffen in Anbetracht der Offenheit der Ausschreibung auf viele interessante Bewerbungen für den Kulturpreis Literatur. Der Preis richtet sich dabei nicht nur an etablierte Autorinnen und Autoren, sondern auch an Hobbyschreiber und junge Menschen, die erste Erfahrungen mit literarischen Texten gesammelt haben. Einzig Sachliteratur und Lyrik sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Zudem sollten die Bewerberinnen und Bewerber ihren Wohnsitz im Landkreis Schaumburg haben oder durch Geburt, Leben oder kulturelles Wirken mit dem Schaumburger Land verbunden sein.

Die Preisverleihung findet am 25. Oktober 2018 um 18:00 Uhr im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen statt.

Weitere Auskünfte zur Bewerbung gibt es bei der Schaumburger Landschaft.

Download Ausschreibungstext

Konferenz „‚1968‘ – gesellschaftliche Nachwirkungen auf dem Lande“, 22./23. Februar 2018

Im Jahr 2018 jährt sich „1968“ zum fünfzigsten Mal. Die Schaumburger Landschaft hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, um im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung der Frage nachzugehen, welche gesellschaftlichen Nachwirkungen die so genannte Studentenrebellion im ländlichen Raum respektive in Niedersachsen und Schaumburg in den 1970er und 1980er Jahren gehabt hat. Die Tagung, die die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und dem Förderverein Ehemalige Synagoge Stadthagen durchführte, fand im Kommunikationszentrum Alte Polizei, Obernstr. 29, 31655 Stadthagen, statt.

Das Tagungsprogramm  entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Bericht des Deutschlandfunks zur Tagung: Download

Denkmalkindergärten

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege hat die Schaumburger Landschaft 2012 und 2013 ein Modellprojekt "Denkmalkindergärten" für Niedersachsen durchgeführt. Das Konzept wurde von Edith Weitzel-Mudersbach entwickelt, die Deutsche Bundesstiftung unterstützte das Modellprojekt finanziell. Für die Fortsetzung von "Denkmalkindergärten" ab 2014 als Projekt der Schaumburger Landschaft konnten als Pädagogen Christiane Papassimos und Henning Dormann gewonnen werden.

Ziel dieser denkmalpädagogischen Aktionstage ist es, die Gedanken und Werte der Denkmalpflege bereits für die  Jüngsten unter uns erlebbar zu machen und sie für ihre historische Umwelt, ihre Landschaft und Natur zu begeistern. Mit dem Einstieg in die kulturelle Bildung im Kindergartenalter soll eine erste positive Erinnerung geschaffen werden, die junge Menschen prägt, die sich für den Schutz und die Pflege ihres kulturellen Erbes engagieren werden. Jeder Aktionstag vor Ort  und am Denkmal bildet zu unterschiedlichen Themenbereichen von Archäologie, Kirchen und Schlösser bis hin zu landwirtschaftlichen Gebäuden, Gärten und Parks sowie Natur- und Landschaftspflege eine abgeschlossene Einheit. Neugier und Wissensdurst der Kindergartenkinder, die bereits kurz vor der Einschulung stehen, bilden dafür die auslösenden Momente.

Eine didaktisch ausgefeilte Führungsmethodik für  Kindergartenkinder lässt sie auf altersgerechtem Niveau erfahren, was ein Denkmal sein kann und welche Bedeutung es hat. Frühzeitig wird so auch ein Interesse an Heimatgeschichte und -verständnis geweckt, eine Voraussetzung, um kulturelles Erbe später zu pflegen.

Aus den Kindern werden so kreative und innovationsfreudige Menschen, die die historisch gewachsene Umwelt und Natur als ihre Kulturlandschaft und als Bereicherung ihres Lebens erkennen, sie schützen und bewahren.

In diesem Jahr stehen neben Schloss Baum, der Grabpyramide am Schloss Baum, dem Lauenhäger Bauernhaus und dem Stift Obernkirchen auch der Kurpark Bad Nenndorf als Beispiel eines englischen Landschaftsgartens eines hessischen Kurfürsten sowie - zusätzlich für Grundschulen - die Stadt Rinteln für Exkursionen zur Verfügung. Das Projekt läuft bis zum Beginn der Sommerferien am 27. Juni 2018.

Zum Anmeldeformular für Kindergärten                                 Zum Anmeldeformular für Grundschulen

 

 

 

 

 

 

 

 

Forum Industriekulturlandschaft Georgschacht

Am 29. November 2017 organisierte die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit BürgerEnergieWende Schaumburg e. V. unter dem Titel "Forum Industriekulturlandschaft Georgschacht" eine Vortragsveranstaltung zu der Frage, ob und wie das einmalige bauliche Ensemble des Georgschachts in Stadthagen um das ehemalige Zechenhaus "Kohlenkirche" erhalten werden kann.

Download Tagungsbericht

Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.

25 Jahre Schaumburger Landschaft

Mit einem Festakt im Stift Obernkirchen hat die Schaumburger Landschaft ihr 25jähriges Bestehen gefeiert. 1992 war der niedersächsische Landschaftsverband gegründet worden. An der Veranstaltung nahmen rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil.

Diese große Resonanz zeige die Verbundenheit, die die Menschen in der Region und darüber hinaus zur Schaumburger Landschaft empfinden, konstatierte der Vorsitzende, Dr. Klaus-Henning Lemme. Zudem dankte er den langjährigen Förderern der Schaumburger Landschaft, vor allem der Sparkasse Schaumburg, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der VGH und der Klosterkammer. Landrat Jörg Farr betonte in seinem Grußwort, dass die Schaumburger Landschaft für die ganze Bandbreite der Kultur in der Region stehe. Es sei "großartig", dass der Verband so viele eigene Projekte auf die Beine stellte. Der Geschäftsführer des Landschaftsverbands Stade, Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, betonte, dass die Schaumburger Landschaft einer der aktivsten Landschaftsverbände in Niedersachsen sei, von dem zahlreiche Initiativen ausgingen und der insbesondere durch innovative Eigenprojekte, wie z. B. "Nach Neuem Trachten", großes Renommee auch über die Landesgrenzen hinaus erlangt habe.

In einer lockeren Gesprächsrunde unter dem Titel "Anfang ist bedenkenswert" erzählten die Gründungsvorsitzende des Verbands, Ute Bernhardt,
Dr. Klaus-Henning Lemme und der langjährige frühere Geschäftsführer, Sigmund Graf Adelmann, humorvoll, wie der Landschaftsverband 1992 entstand und sich in den ersten Jahren entwickelte. Einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft warf die amtierende Geschäftsführerin, Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers. Im ländlichen Raum sieht sie ein besonderes Potenzial für die Kultur, zumal Räume, die kreativ genutzt werden können, in den Metropolen immer teurer würden. Um junge Menschen für das Schaumburger Land zu begeistern, müsse die Kultur aber die Möglichkeit bieten, neue kreative Erfahrungen machen zu können.

Künstlerisch gestaltet wurde der Abend durch zwei besonders kreative junge Menschen aus Schaumburg. Der in Stadthagen aufgewachsene und seit sieben Jahren in New York lebende Jazz-Saxofonist Timo Vollbrecht beeindruckte das Publikum mit drei Solo-Improvisationen, darunter einer eigens für das Jubiläum der Schaumburger Landschaft komponierten Hommage an Schaumburg. Mit einem ebenso unterhaltsamen wie tiefgründigen Gedicht-Bericht zur Geschichte der Schaumburger Landschaft und zur Historie des Schaumburger Lands begeisterte die junge Poetry-Slammerin Nina Dopheide die Gäste. Ihren Gedicht-Bericht können Sie im Anhang lesen.

Download Gedicht-Bericht von Nina Dopheide

Tag des offenen Denkmals 2017

in der „Seeprovinz“ am 10. September 2017

 
Am 10. September fand der Tag des offenen Denkmals in der „Seeprovinz“ statt. Gemeinsam mit der Samtgemeinde Sachsenhagen, der Stadt Wunstorf, den Denkmaleigentümern und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden haben wir Sie in die Region am Steinhuder Meer eingeladen. In 29 beteiligten Denkmalen konnten Sie sich auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte begeben. Das diesjährige Motto der Stiftung Denkmalschutz lautete "Macht und Pracht“. Prächtig ist in der „Seeprovinz“ allein schon die wunderschöne Natur, die die ganz unterschiedlichen Baudenkmale umgibt. Macht findet sich in jedem Baudenkmal: etwa als weltliche Macht auf der Insel Wilhelmstein und dem Schloss Sachsenhagen. Macht spielte aber sicherlich immer auch eine Rolle in historischen Baudenkmalen, in denen Menschen lebten und arbeiteten: In Bauernhäusern oder in der Windmühle Paula, in der Kastenmangel oder in alten Fischerkaten. 
 
Die Region zwischen Sachsenhagen und Steinhude, Großenheidorn und Wölpinghausen wartete mit Kirchen, bäuerlichen Gebäuden, Schlössern, einem Industriedenkmal und der Festung Wilhelmstein auf. Doch es gab nicht nur historische Gebäude zu entdecken, die der Öffentlichkeit sonst meist verschlossen sind. Ausstellungen, Vorführungen alter Handwerkstechniken, Musik und Kulinarisches rund um die Denkmale wurden ebenfalls geboten.
 
 

Clip-Wettbewerb "Mein Schaumburg"

 

Clip-Wettbewerb: Die Gewinner stehen fest!

Die Schaumburger Landschaft hatte Kinder und Jugendliche aufgefordert, einen Video-Clip über ihren schönsten Ort in Schaumburg zu drehen. Jetzt stehen die Gewinner fest: Den ersten Preis hat sich Dorothea Gehrke, 17 Jahre, aus Niedernwöhren, mit ihrer gefilmten Motorradfahrt durch das Schaumburger Land gesichert. Den zweiten Preis teilen sich Eva Schernewsky, 16 Jahre, und Moritz Trapp, 11 Jahre, beide aus Stadthagen. Den dritten Platz belegen die Schwestern Hermine und Charlotte Mensching (9 und 7 Jahre alt) aus Ottensen sowie die Kinder vom Waldkindergarten Stadthagen, Laura Scheffer, Karla Wecke, Anna Grüttner und Emil Drape (alle 6 Jahre alt).

Allen Clips sehe man an, wie viel Mühe sich die Kinder gegeben hätten, so die Jury, ihren schönsten Ort in Schaumburg filmisch zu beschreiben – vom Spaßbad in Stadthagen bis zum Ausblick vom Bückeberg; der eigene Garten oder der Kindergarten mit seinen Spielmöglichkeiten: Die Beiträge sind so vielfältig wie das Schaumburger Land.

Die Gewinner wurden im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt und konnten ihre Preise aus den Händen der Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft,
Dr. Lu Seegers, entgegennehmen.

Hier gehts zum Gewinner-Video:

Gewinner

Ralf König wird mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2017 für sein Lebenswerk geehrt

Ralf KoenigFoto: vvg

Ralf König ist der national und international mit Abstand erfolgreichste und anerkannteste deutsche Comic-Zeichner unserer Tage. Das unterstreichen neben Veröffentlichungen in aller Welt zahlreiche Auszeichnungen auf renommierten Comic-Festivals, etwa in Angoulême (Frankreich) oder Lucca (Italien). Und gleich viermal wurde Ralf König bereits mit einem Max und Moritz-Preis auf dem Internationalen Comic-Salon Erlangen ausgezeichnet. 

Seinen Durchbruch erzielte der 1960 in Soest/Westfalen geborene, inzwischen aber schon lange in Köln wohnhafte Zeichner gleich mit seinem ersten, in einem großen Publikumsverlag veröffentlichten Band, "Der bewegte Mann". In diesem 1987 erschienenen und mit viel Erfolg verfilmten Buch setzte er konsequent auf ein langes Erzählformat, das mit über 100 Seiten weit von dem entfernt ist, was das deutsche Publikum bis dato aus Comic-Heften oder -Alben mit ihren Standardumfängen gewohnt war und ihn zu einem wichtigen Pionier der Graphic Novels machte. 

Zuvor hatte Ralf König zumeist mit Kurzgeschichten brilliert, die er seit Anfang der 1980er Jahre etwa in seinen "Schwul-Comix" veröffentlichte. Seit dieser Zeit wird Ralf König wahlweise als "wichtigster Chronist" oder "bedeutendster Sympathieträger" der Schwulenbewegung bezeichnet. 

Bis heute behält er sich eine große formale Flexibilität vor, die immer nur den Inhalten verpflichtet ist - ganz so, wie es schon Wilhelm Busch bei seinen Werken hielt. Dieser Pionier des Comics erweckte Ralf Königs Interesse an Bildergeschichten bereits in ganz jungen Jahren, als er im elterlichen Haushalt "Das große Wilhelm Busch Album" entdeckte, das ihm bis heute ein wichtiger Wegbegleiter auf seiner künstlerischen Karriere geblieben ist. 

Ganz auf Wilhelm Buschs Spuren wendet sich Ralf König gegen jegliche Versuche, das freie Denken einzuschränken, und betont stattdessen das Streben nach Selbstentfaltung - auch und gerade gegen gesellschaftliche Widerstände. Immer wieder machte Ralf König durch seine pointierte Auseinandersetzung mit Religionsthemen von sich reden, so in dem zweibändigen Werk "Dschinn Dschinn", seinen zum Karikaturenstreit entstandenen Cartoons oder seiner "Bibel-Trilogie", die teilweise in der F.A.Z. vorabgedruckt wurde.

Mit diesen Arbeiten, die neben ihrer unbändigen Komik auch pointierte Gesellschaftskritik beinhalten, setzt sich Ralf König in eine direkte Nachfolge von Wilhelm Busch, der sich selbst aufgrund der Geschichte "Der heilige Antonius von Padua" zu seiner Zeit der "Herabwürdigung der Religion" bezichtigt sah. 

Auch aufgrund dieser Geistesnähe war es Ralf König eine große Freude, auf seine ganz eigene Weise Buschs bekannteste Figuren Max und Moritz für das Ausstellungs- und Buchprojekt "Wilhelm Busch und die Folgen" zu interpretieren, das anlässlich des 2008 begangenen 100. Todestages von Wilhelm Busch initiiert wurde und bis heute wegen Ralf König unvergessen ist.

Die feierliche Preisverleihung, die am 1. November 2017 im Ratskeller in Stadthagen stattfand und von der Schaumburger Landschaft gemeinsam mit der Sparkasse Schaumburg organisiert wurde, war ein großer Erfolg. Herausragend waren neben der großen medialen Resonanz und der pointierten Laudatio der Komikerin Hella von Sinnen für Ralf König die humorvolle musikalische Begleitung durch das Huub Dutch Duo, das das Publikum mit seinen vertonten Wilhelm-Busch-Streichen zu Begeisterungsstürmen hinriss. Einen Höhepunkt bildete aber auch der Beitrag des Preisträgers selbst: Ralf König stellte eine eigene Comicgeschichte zu Wilhelm Busch vor – mit der frommen Helene als Protagonistin, über die die Gäste Tränen lachten.