Bücher

Visuelle Satire

Visuelle Satire Deutschland im Spiegel politisch-satirischer Karikaturen und Bildergeschichten

2015 war es 150 Jahre her, dass die wohl berühmteste Lausbubengeschichte der Weltliteratur, "Max & Moritz", zum ersten Mal im Buchhandel erhältlich war. Wilhelm Busch, der mit dieser Bildergeschichte seinen großen Durchbruch als Künstler erlebte, stammte aus Wiedensahl im heutigen Landkreis Schaumburg. Zu diesem Anlass widmete man dem bedeutenden Künstler im Schaumburger Land ein großes Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Teil dieses Jubiläumsjahres war die Fachtagung zur "Visuellen Satire. Deutschland im Spiegel politisch-satirischer Karikaturen und Bildergeschichten" im Stift Obernkirchen. Denn Wilhelm Busch gilt bis heute vielen Zeichnern als großes Vorbild für ihr eigenes Schaffen und 2015 jährte sich auch zum 25. Mal das Jahr der Deutschen Wiedervereinigung – da lag es nahe, Zeichner und Wissenschaftler aus den neuen und alten Bundesländern einzuladen, um über die politische Satire und Karikatur nach 1945 in den beiden deutschen Staaten und nach 1990 zu diskutieren. Wie lebten und arbeiteten die Zeichner in dieser zweiten deutschen Diktatur? Wo waren die Berührungspunkte mit den Kollegen im Westen Deutschlands? Gibt es einen ostdeutschen und einen westdeutschen Humor? Wie hat sich die Szene nach 1990 verändert? Und welche Debatten über das künstlerische Schaffen werden heute geführt? Wie begegnet man den Vorwürfen rund um "Charlie Hebdo"? Dieser Tagungsband versammelt noch einmal alle Beiträge rund um dieses breite Themenspektrum und liefert Impulse für weitere Diskussionen.

 

 

Erschienen im September 2016 als Band 22 der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg, Dietrich Grünewald (Hg.) im Verlag Ch. A. Bachmann, Berlin
ISBN: 978-3-941030-88-6  I Hardcover I 180 Seiten I vierfarbig I zahlreiche Abbildungen l 29,90 Euro

Weitere Informationen finden Sie unter www.christian-bachmann.de

 

Das Schaumburger Land - Ein Reiseführer zu Kunst und Kultur

Das Schaumburger Land ist eine alte Kulturlandschaft, in der sich auf kleinem Raum viele Zeugnisse der Vergangenheit erhalten haben. Rittergüter, alte Gärten, öffentliche Gebäude und Zweckbauten aus allen Epochen, aber auch typische Bürger- und Bauernhäuser machen neugierig und werfen Fragen auf. Dieser Kulturreiseführer erklärt historische Zusammenhänge und lenkt den Blick auf architektonische Besonderheiten. Als kundiger Reisebegleiter führt er nicht nur zu den wichtigen Orten der Landesgeschichte, sondern weist auch stille Wege zu manch abseits gelegener Kostbarkeit. 

 Reiseführer

Der von Ute Brüdermann geschriebene Text des Reiseführers ist leicht lesbar, informativ und kompakt. Die zirka 300 Seiten umfassende Publikation erschien im März 2016 als Band 21 der Reihe "Kulturlandschaft Schaumburg" im Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld. ISBN 978-3-7395-1021-7 / ISSN 1439-8338,  Pb. 21 x 14 cm. 272 S. 250 farb. Abb. 19 €

Einführung Sigmund Graf Adelmann und Prof. Thomas Vogtherr

Pressestimmen:

Prof. Dr. Vogtherr: "Es handelt sich um ein ungewöhnlich gelungenes, lesenswertes, überdies nützliches und schönes Buch". (Schaumburger Zeitung, 23.03.2016)

Christoph Huppert: "Um es gleich vorweg zu sagen: Dieser Kunst- und Kulturführer ist das Beste, was zu diesem Thema erschienen ist. Das Buch sucht sowohl im Landkreis Hameln-Pyrmont wie auch in der Region Hannover seinesgleichen. (...) - Äußerst gelungen ist die ausgewogene Mischung von exzellentem Bild- und Skizzenmaterial mit historischen Fakten und allgemein-touristischen Informationen". (radio aktiv/Hameln, 29.03.2016)

Spurensuche im Schaumburger Land

Mit seiner Aktion "Spurensuche - Konzeption zur Erfassung historischer Kulturlandschaftsteile" begann der Niedersächsische Heimatbund 1999 ein umfangreiches Projekt für ganz Niedersachsen. In einer großen Datensammlung soll das Wissen um wertvolle Zeugnisse historischer Landnutzung zusammengetragen werden. Immer noch gehen durch Unkenntnis und Gedankenlosigkeit viele erhaltenswerte Relikte der früheren Arbeits- und Lebenswelt verloren. Deshalb erscheint es dringend geboten, durch Aufklärung und Begeisterung für diese alten Spezialitäten, dem schleichenden Verlust entgegen zu wirken.

Das Projekt des Niedersächsischen Heimatbundes fand in Schaumburg eine erfreulich große Resonanz. Ein Blick auf die vielen hundert Meldungen zeigt, dass neben den kulturellen Highlights, die unter Denkmalschutz stehen und die bei allen Schaumburgern bekannt und bei den Touristen beliebt sind, eine Vielzahl kleiner Kostbarkeiten oft übersehen wird. Auch sie sollten geschätzt werden.
Die Schaumburger Landschaft, die durch die alljährliche Gestaltung des "Tages des offenen Denkmals" mit der Problematik vertraut ist, hat für ihren Bereich eine Auswahl aus den gemeldeten Kulturspuren getroffen. Die sechs Hefte sollen dazu dienen, das Anliegen über den Kreis der Heimatforscher hinaus einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie soll die Vielfalt der landschaftlichen Bestandteile zeigen, die zur Eigenart und Schönheit einer Landschaft beitragen. Da die einzelnen Meldungen dieses großen Datenbestandes von sehr unterschiedlicher Qualität sind, ist eine weitere fachliche Bearbeitung durch eine noch zu schaffende Einrichtung unbedingt erforderlich.
Für Korrekturen und Anregungen sind die Initiatoren der "Spurensuche" weiterhin dankbar. Auch sollen mit dieser Veröffentlichung noch viele neue Meldungen angeregt werden.

Bestehend aus sechs Heften zu verschiedenen Regionen in Schaumburg: "Schaumburger Wald", "Vom Wesertal ins Lipper Bergland", "Schaumburger Lößbörde", "Zwischen Deister und Süntel", "Zwischen Bückeberg und Wesergebirge" und "Seeprovinz".

Spurensuche im Schaumburger Land
 Erhältlich in den Buchhandlungen im Schaumburger Land oder bei der Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gegen eine Schutzgebühr von 4,90 €.

Schaumburger Profile Teil 2

Das Buch enthält 65 Biographien historischer Personen, die in Schaumburg geboren wurden, dort lebten oder für Schaumburg wichtig waren. Personen aus Mittelalter und Früher Neuzeit stehen neben solchen aus der Moderne, Personen aus der Politik neben solchen aus der Wirtschaft und der Kultur, bekannte Namen neben weniger bekannten. Die Reihe reicht von den Grafen Adolf III. und Adolf IV.  von Holstein-Schaumburg über Fürstin Juliane zu Schaumburg-Lippe und den Kommunisten Karl Abel bis zum NS-Funktionär Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe; von der Familie Heine über die Unternehmer Caspar Heye und August Oetker bis zum Kaufmann Erwin Rautenberg; von den Musikern Franz Liszt und Richard Sahla über den Zeichner Wilhelm Busch und die Schriftsteller Gerhart Hauptmann und Agnes Miegel bis zu den Theologen Friedrich und Hermann Muckermann.

 Schaumburger Profile 2

Schaumburger Profile -  Ein historisch-biographisches Handbuch. Teil 2

Heindrik Weingarten (Hg.)

erschienen in der Reihe Schaumburger Studien, Band 73, 2016. ISBN 978-3-7395-1073-6 Gb. l 24 x 16 cm l 320 Seiten l 51 sw. Abb. 29,00 €

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Schulbuch "Schaumburger Land - Eine kleine Landeskunde"

 "Was bringt es mir", so kann man sich fragen, "wenn ich etwas über die Kultur, über die Geschichte und die Natur meiner Umgebung erfahre? Die kenne ich doch, hier bin ich zu Hause! Warum sollte ich mich für das interessieren, was ganz selbstverständlich da ist?!"

Viele denken heute so. Die täglichen Nachrichten aus aller Welt und die ganzen Werbebotschaften drängen uns ja geradezu, den Blick von unserem Standort weg auf das Ferne, Unbekannte und Spektakuläre zu richten. Dabei erwecken diese Meldungen den Anschein, als sei alles ganz wichtig für uns und als seien wir ganz nah dran am Geschehen. Das ist aber nicht so. Wir können nicht hingehen und überprüfen, ob alles stimmt, was berichtet wird.

Anders ist es, wenn man sich auf das einlässt, was einen unmittelbar umgibt. Der Ort oder die Gegend wo man geboren wurde, wo man wohnt, wo man sich zu Hause fühlt - die Heimat also - bietet uns nicht nur eine überschaubare Region, in der wir uns bewegen können und gut auskennen. Hier können wir auch gefühlsmäßige Übereinstimmung finden. Hier können wir riechen, schmecken, schauen und zuhören. Wir können hinter die Fassaden blicken, die Ereignisse und Probleme von verschiedenen Seiten beleuchten. So werden wir mit Land und Leuten vertraut und haben das Gefühl, dazuzugehören.

Früher ergab sich das automatisch, weil die meisten Menschen dort blieben, wo sie geboren wurden und aus dieser Geborgenheit nicht herausgingen. Die weite Welt war auch weit weg. Damals konnte man das Große des Lebens im räumlich Kleinen finden. Uns heute treibt die Freiheit ins Große und Größere. Dafür muss man ausgerüstet sein. Wenn man einmal gelernt hat, wie man sich in seiner Region verankert, dann steht auch das Tor zur Welt weit offen. Mit dem geschärften Blick und den Fragen, mit denen man die heimatliche Umgebung betrachtet und hinterfragt hat, ist man auch in der Lage, sich andere Kulturräume, sei es in Deutschland, in Europa oder in aller Welt, als neues Zuhause auf Urlaubs- oder Lebenszeit anzueignen.

Dieses Buch über die Geschichte, die Landschaft, die Kultur des Schaumburger Landes soll zur Eroberung des Naheliegenden anregen. Im Gegensatz zu einer wissenschaftlichen Landeskunde, die auf überblick und auf Vollständigkeit zielt, lassen die hier zusammengetragenen Texte immer auch so viel unbeantwortet, dass weiter gedacht und gesucht werden kann.

Das Schaumburger Land bietet so eine bunte Mischung an interessanten Themen, dass es vielen Schaumburgerinnen und Schaumburgern und solchen, die es werden wollen, nicht schwer fallen dürfte, Verstand, Herz und Gemüt für diese kleine Region zu öffnen.

 

 Titel Landeskunde

 erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 8

ISBN 978-3-07509703-8. Paperback  l Fadenheftung l 24 x 17 cm l 288 Seiten l farb. Abbildungen. 14.80 €

Westermann Verlag

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

 

Max un Moritz Frie noa Wilhelm Busch

2015 jährt sich die Erstveröffentlichung von Max & Moritz zum 150. Mal. Grund genug also, diese Übersetzung in überarbeiteter Form erneut aufzulegen und nicht nur den Schaumburgern und den Schaumburger Kindern an die Hand zu geben.

Der Übersetzer Karl Damke hat sich jahrzehntelang mit der plattdeutschen Sprache beschäftigt. Seine Übersetzung zielt darauf ab, ein möglichst gut verständliches Schaumburger Platt zu verwenden und somit das Bewusstsein für den Wert und die Liebe zu dieser Regionalsprache zu stärken.

Max un Moritz auf Platt

erschienen im Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2015, vergriffen

ISBN 978-3-89534-878-5

www.regionalgeschichte.de

Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg

Helge Bei der Wieden (†)

Die letzten Grafen zu Holstein-Schaumburg

Über gräfliche Familien, Bastarde und andere Themen

Aus dem Nachlass herausgegeben von Brage Bei der Wieden

= Schaumburger Studien 72

 Es handelt sich um die nachgelassenen Schriften von Helge Bei der Wieden, der als bester Kenner der Dynastien Holstein-Schaumburg und Schaumburg-Lippe bis zu seinem Tod 2012 verschiedene Vorhaben verfolgte. Für ein Buch über die letzten Grafen von Schaumburg waren die Anfangskapitel ausgearbeitet. Das Material zu den unehelichen Nachkommen des jüngeren Hauses Schaumburg hatte er zusammengestellt, Ergänzungen zu den Genealogien notiert und das Verhältnis der Fürstin Juliane zu ihrem Geliebten und ihren illegitimen Kindern nachgezeichnet. Die übrigen Fragmente handeln von Themen, die Helge Bei der Wieden sein ganzes Leben beschäftigten.

Der Druck des Buches wurde von der Schaumburger Landschaft unterstützt.

Helge bei der Wieden


Ein norddeutscher Renaissancefürst

Ernst zu Holstein-Schaumburg 1569-1622

Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg wurde erst im fortgeschrittenen Alter Landesherr. Für die neue Rolle als regierender Fürst erwies er sich als außerordentlich gut geeignet. Anders als seine Vorgänger war er nicht mehr von ritterlichen Idealen geprägt, sondern ein Anhänger der damals modernen humanistischen Ideen. Zu seiner Zeit galt er als ein progressiver Landesherr, der seinen kleinen Staat neu ordnete. Ernsts geschickte Finanz- und Wirtschaftspolitik versetzte ihn schnell in die Lage, eine umfassende Bautätigkeit zu beginnen. Die Untertanen hatten ihren Nutzen aus seiner Gesetzgebung und seinen wirtschaftlichen Maßnahmen. Er erließ eine Kirchenordnung, die heute noch gilt und eine Polizei- und Amtsordnung, die bis 1806 in Kraft war. Er gründete zahlreiche Schulen, errichtete das Gymnasium in Stadthagen und die Universität Rinteln. Fürst Ernst nutzte sein Vermögen um die Grafschaft Schaumburg zu einem Ort künstlerischer Avantgarde seiner Zeit zu machen. Bis heute prägen seine Bauwerke und Kunstwerke Schaumburg.

Ernst zu Holbach-Schaumburg

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 1, 2010 (2. Aufl.).

ISBN 978-3-89534-871-6. Gebunden l 21 x 13 cm l 144 Seiten l 40 farb. Abbildungen. 14.90 €

Verlag für Regionalgeschichte

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Schaumburger Nationalsozialisten

Mit dem biographischen Sammelband „Schaumburger Nationalsozialisten“ist eine erste wissenschaftliche Bestandsaufnahme des NS-Führungspersonals in Schaumburg-Lippe und der Grafschaft Schaumburg erschienen. Im Mittelpunkt steht die lokale Machtelite, die kommunalen Spitzenbeamten und Parteifunktionäre, die maßgeblich über die Ausgestaltung der NS-Politik „vor Ort“ entschieden. Vermessen werden die Karrieremuster, die Selbst- und Weltbilder und die Handlungsspielräume, die sich auch am unteren Ende der Partei- und Staatshierarchie auftaten. Jenseits der biographischen Einsichten legen die Beiträge damit den spezifischen Akzent frei, der die regionale Herrschaftspraxis prägte. Neben die Repräsentanten des lokalen Establishments treten die „kleinen Akteure“, die durch Initiativen „von unten“ der Ausgrenzungspolitik entgegenarbeiteten – untere Chargen der NSDAP oder gewöhnliche „Volksgenossen“, Männer oder Frauen, die durch Denunziationen, Boykottaktionen und Gewaltübergriffe aktiv und selbstmotiviert zur Herstellung der „Volksgemeinschaft“ beitrugen. Darüber hinaus zeichnet der Band prominente Karrieren nach, die über Schaumburg hinausführten und überregionale Bedeutung beanspruchen können. So wird etwa die Rolle des Gauleiters und stellvertretenden Ostministers Alfred Meyer für die Vernichtungspolitik in der Sowjetunion erstmals präziser untersucht. Auch mit den Beiträgen über den Goebbels-Adjutanten Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe, den in Nürnberg verurteilten Tropenmediziner Gerhard Rose und den unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommenen Generalkommissar der besetzten Niederlande, Fritz Schmidt, vermittelt der Band neue, über den regionalhistorischen Horizont hinausgehende Erkenntnisse.

Schaumburger Nationalsozialisten

Schaumburger Nationalsozialisten – Täter, Komplizen, Profiteure

Frank Werner (Hg.)

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 17, 2009 ISBN 978-3-89534-737-5 Gebunden l 25 x 17 cm l 664 Seiten l 97 sw. Abbildungen, 2 farb. Abbildungen 29,00 €

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Erinnerungen Schaumburger Familien

 Familiengeschichten im 20. Jahrhundert - sie sind so vielfältig und schillernd wie das Jahrhundert selbst. Auch in Schaumburg war fast jede Familie von den beiden Weltkriegen betroffen. Viele haben Elend und Leid, aber auch Flucht und Vertreibung erlebt. Zugleich markierte das 20. Jahrhundert das Zeitalter einer rasanten Modernisierung. Neue kulturelle Errungenschaften, Radio und Fernseher veränderten das familiäre Leben, Kühlschrank und Staubsauger erleichterten die Hausarbeit und Auto und Motorrad sorgten für eine ganz neue Mobilität besonders auf dem Land. Jede Familie in Schaumburg ist somit ein Teil von Politik, Kultur und Gesellschaft im 20. Jahrhundert. Das Buch bewahrt ihre Geschichten für das 21. Jahrhundert.

Schaumburger Familien

Erinnerungen Schaumburger Familien Lebensgeschichten im 20. Jahrhundert

Lu Seegers (Hg.)

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 18, 2009, ISBN 978-3-89534-758-0 Gebunden l 24 x 16 cm l 304 Seiten l 74 sw. Abbildungen 19,00 €

Verlag für Regionalgeschichte

Das Buch ist vergriffen.

Neue Beiträge zu Adriaen de Vries

Adriaen de Vries (um 1560-1626) war der unbestritten bedeutendste Bronzeplastiker seiner Zeit im Reich. Außer seiner Tätigkeit als Hofbildhauer Kaiser Rudolfs II. in Prag hat de Vries für König Philipp II. von Spanien, den Herzog von Savoyen, die Reichsstadt Augsburg, den König von Dänemark, die Fürsten von Liechtenstein, Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg und den kaiserlichen Feldherrn Wallenstein große Werke geschaffen. Wie viele seinesgleichen schmückte auch der Graf und spätere Fürst Ernst zu Holstein-Schaumburg (1569-1622) seine Residenz mit repräsentativen Bauwerken und anspruchsvollen Werken der bildenden Kunst. Mit der Verwirklichung seiner Pläne beauftragte er Künstler und Baumeister der drei wichtigsten Höfe: Dresden, München und besonders Prag. Da Ernst kinderlos war, sollte sein Nachruhm durch diese herausragenden Kunstwerke begründet werden. Das Mausoleum des Fürsten Ernst in Stadthagen ist ein neuartiger Typus einer Grablege. Zum ersten Mal in der Kunstgeschichte wird die Auferstehung Christi in lebensgroßen Bildwerken szenisch dargestellt. Originell und bedeutungsvoll ist auch die siebeneckige Grundrissform des Mausoleums selbst. Seit den großen Ausstellungen 1999/2000 in Augsburg, Amsterdam, Stockholm und Los Angeles hat sich die Wissenschaft verstärkt mit Adriaen de Vries beschäftigt und neue Erkenntnisse über sein Werk, seine Technik, sein Umfeld und seine Einordnung in die Kunstgeschichte gewonnen. Dies und die bevorstehende Restaurierung des Mausoleums in Stadthagen waren Anlass und Thema eines Symposiums im April 2008. Im reich bebilderten Tagungsband präsentieren ausgewiesene Kunsthistoriker und Restauratorinnen die neuesten Forschungsergebnisse zu Adriaen de Vries, Grabdenkmalen und der europäischen Bronzeplastik um 1600.

Herausgegeben von der Schaumburger Landschaft Kulturlandschaft Schaumburg Band 14, 2008. ISBN 978-3-89534-714-6 Gebunden l 25 x 37 cm l 246 Seiten l 183 Abbildungen 29,00 €

Verlag für Regionalgeschichte

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Jüdisches Leben in der Provinz

„Besser erst gar nicht hereinlassen, als später mit Schande wieder hinauswerfen“ heißt die judenpolitische Maxime in der Schaumburger Provinz. Eine nächtliche Hochzeit auf freiem Felde, ein Friedhof weit vor den Toren der Städte, ein Deportationszug nach Riga zählen zu den Folgeerscheinungen dieser obrigkeitlich angeordneten Ausgrenzung. Das ambitionierte Buchprojekt ist die zeitgemäße Aufarbeitung einer besonderen Beziehungsgeschichte zwischen Christen und Juden. Autoren und Gestalter gehen Hand in Hand ganz dicht an Familien heran, deren Geschichte über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten beleuchtet wird – ihre Alltagsbewältigung, ihr persönliches und berufliches Scheitern, ihre wirtschaftlichen Erfolgsgeschichten. Durch das Wechselspiel zwischen biografischem Erzählen und dokumentarischer Darstellung sowie bisher unveröffentlichten Bildern und Quellen hebt sich dieses Buch aus dem Rahmen der lokalgeschichtlichen Aufarbeitung deutlich heraus.

Jüdisches Leben in der Provinz

Rolf-Bernd de Groot / Günter Schlusche

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 16

ISBN: 978-3-8319-0333-7

240 Seiten mit 341 Abbildungen I 21,5 x 32 cm I Hardcover

Preis: 19,95 €

Das Buch ist im Ellert & Richter Verlag, Hamburg erschienen.

 

Wege zur Erinnerung

Das Projekt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Schaumburg 2007 - 2008

Durch private Initiative wurde 2007 die Diskussion um das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Schaumburg neu angestoßen. Eine Projektgruppe erhielt von der Politik den Auftrag, die Art der Erinnerung in einer breit angelegten öffentlichen Diskussion zu klären. Dank engagierter Bürgerbeteiligung wurde ein innovatives Konzept beschlossen, mit dem die zahlreichen Erinnerungsorte in Schaumburg besser vernetzt, weitere Forschungen und Schülerprojekte gefördert und die ehemalige Synagoge in Stadthagen zu einem Knotenpunkt dieses Netzwerks ausgebaut werden soll.


Das Buch dokumentiert die Ergebnisse der Diskussion und belegt zugleich den breiten politischen und gesellschaftlichen Konsens über Sinn und Notwendigkeit einer öffentlichen Erinnerung an die in der Zeit des Nationalsozialismus in Schaumburg begangenen Verbrechen.

Wege zur Erinnerung

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft (Hg.), Band 19, 2008.

ISSN 1439-8338 ISBN 978-3-89534-714-6

Verlag für Regionalgeschichte

Das Buch ist im Buchhandel erhältlich.

Der Tracht treu geblieben

Brunhilde Miehe veröffentlichte in ihrer Reihe "Der Tracht treu geblieben" als Band 4 einen Band mit Studien zum regionalen Kleidungsverhalten im Schaumburger Land. Der Schaumburger Band setzt die Reihe, die mit Publikationen über hessische Trachten begann, fort. Die Dokumentationen von Frau Miehe haben nicht nur in der Fachwelt eine außergewöhnlich positive Resonanz gefunden, insbesondere durch ihren Forschungsansatz einer intensiven Zusammenarbeit mit den Menschen. In Schaumburg wurden sieben trachtentragende Frauen befragt und fotografiert und mit zahlreichen alten privaten Fotos der Trachenträgerinnen ergänzt. Sie ergeben so eine lebendige und sehr persönliche Dokumentation über das Kleidungsverhalten. Die Schaumburger Landschaft förderte die Veröffentlichung.

Der Tracht treu geblieben

Erhältlich für 19,90 € im Buchhandel im Landkreis Schaumburg.

Gegen den Strom

Im Schatten des riesig wirkenden Holocaust-Mahnmals in Berlin scheinen lokale Bemühungen, an die nationalsozialistische Vergangenheit zu erinnern, unsichtbar zu werden. Doch die Mikroeinstellung und Fokussierung auf eine kleine Region ist wichtig als Ergänzung der großen Erinnerung. Ohne die Mikroeinstellung erscheint das, was zu erinnern bleibt, allzu schnell als die große, aber doch sehr ferne Politik, die man leicht beklagen und bedauern kann, die einen selber aber nicht anficht. Oft verhilft erst der Bezug zur eigenen Lebenswelt zu einem verbindlichen Geschichtsbewußtsein. Schlußstrichparolen wie "jetzt reicht es aber" und Überdrußreaktionen auf die große Erinnerung verleiten dazu, daß uns das entgeht, was noch längst nicht bearbeitet ist. Wir befinden uns in einer wichtigen Phase der Erinnerung, denn die Zeit der Zeitzeugen läuft unwiderruflich ab. Es ist jetzt die Zeit, in der es der Strukturierung des Gedächtnisses bedarf, soll die Erinnerung nicht verloren gehen, die für die Identität unserer Gesellschaft und unserer Region notwendig ist. Gerade die Aufarbeitung der regionalen Geschichte dieser Zeit war häufig von dem Versuch begleitet, wegzusehen, zu verdrängen und zu verleugnen. Auch der vorliegende Band versteht sich als Beitrag einer Widerstandsgeschichte ,von unten'. Die Auswahl der Biographien verdeutlicht, dass Widerstand nicht nur eine Veranstaltung des Generalstabs oder der gehobenen Verwaltung war, sondern auch eine Angelegenheit ,normaler' Bürger. Praktiziert auch abseits der Zentren politisch-militärischer Macht, im Alltag des Schaumburger Landes. Angesichts des totalen Herrschaftsanspruches des NS-Staates, der alle Lebensbereiche durchdringen sollte, blieb auch das Alltagsleben nur scheinbar unpolitisch - auch hier boten sich Möglichkeiten, den Anforderungen des Regimes zu widerstehen. Die vorliegende Auswahl Schaumburger Persönlichkeiten ist in gewisser Hinsicht repräsentativ: Sie spiegelt nicht nur die vielfältigen Formen, sondern auch das breite soziale Spektrum des deutschen Widerstandes wider. Auch in der kleinen "Schaumburger Nussschale" waren es Beamte, Offiziere, Vertreter der Arbeiterschaft, Repräsentanten der Kirche, Mediziner und Unternehmer, die gegen die NS-Herrschaft opponierten. Freilich ohne dabei gemeinsame Pläne zu schmieden.

Gegen den Strom

Widerstand und Zivilcourage im Nationalsozialismus in Schaumburg

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 10

ISBN: 3-89534-571-7 I Paperback I 148 Seiten 
Preis: 12,40 Euro
Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld

Geschichte Schaumburger Frauen

Wer an Schaumburger Frauen denkt, dem fallen unwillkürlich Trachtenfrauen, Bäuerinnen und vielleicht Prinzessinnen ein. Im Buch "Geschichte Schaumburger Frauen", herausgegeben von der Schaumburger Landschaft  in der Reihe "Kulturlandschaft Schaumburg" Band VI, erschienen im Verlag für Regionalgeschichte, sind sie eingeladen, Frauen kennenzulernen, die Ihnen im Zusammenhang mit Schaumburg so schnell nicht eingefallen wären: Zum Beispiel eine streitbare Pfarrfrau, eine extravagante Künstlerin oder eine überzeugte Nationalsozialistin.

Die Geschichte von Frauen in Schaumburg, ihre Lebenszusammenhänge, Aktivitäten und Erfahrungen sind ein weithin unbekanntes Terrain. Deshalb hat sich die Schaumburger Landschaft in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro des Landkreises Schaumburg zum Ziel gesetzt, im Rahmen eines Projektes 1999 und 2000 die Geschichte von Schaumburger Frauen zu untersuchen. Da nach knapp einem Jahr die erste Auflage vergriffen ist, erscheint nunmehr die zweite, geringfügig korrigierte Auflage. Der Band stellt 21 Biographien von Frauen quer durch mehrere Jahrhunderte und verschiedene Schichten dar. Er macht deutlich, dass das Wirken von Frauen weit über alle gängigen Klischees hinaus reichte. Sicher kann die vorliegende Publikation nicht die Schaumburger Frauengeschichte vollständig und abschließend darstellen, doch die sieben Kapitel versuchen einen möglichst runden Überblick über die Geschichte Schaumburger Frauen zu verschaffen. Karin Ehrich, Christiane Schröder, Lu Seegers und 11 weitere Historiker und Historikerinnen haben mit Einfühlungsvermögen und kritischem Bewußtsein für das facettenreiche Verhältnis von Frauen und gesellschaftlicher Wirklichkeit Biographien zusammengetragen, die nicht chronologisch geordnet, sondern nach sachlichen Themen mit sieben Kapiteln gegliedert sind. Die Gruppierung der Aufsätze stellt nur eine mögliche Lesart dar. Jede der beschriebenen Lebensgeschichten ist so vielseitig, dass auch eine kapitelübergreifende Lektüre die Portraits in immer neue Zusammenhänge bringt.

Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, ist gut lesbar und lädt dazu ein, sich noch intensiver mit der Geschichte Schaumburger Frauen zu beschäftigen.

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erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg der Schaumburger Landschaft, Band 6

ISBN 3 89534 4 I  gebunden I 24 x 16 cm I 256 Seiten I 81 Abbildungen I 14,90 €, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld

Das Buch ist vergriffen.

Jahreszeiten Menüs

Das Buch zeigt einen neuen Weg für ein Kochbuch. In quadratischem Format verzichtet es auf knallige Fotos, setzt Farbe nur subtil ein, präsentiert stattdessen die vermeintlich einfarbigen Bilder in aufwendigem Duplex-Verfahren.
Die Fotos stammen von Michael Plümer, die Grafik von Industrie-Designer Gunnar Spellmeyer, Mitbegründer des Industrie-Desgner-Teams FORMFÜRSORGE. Autor ist Jan Brinkmann, seit vielen Jahren "Food-Journalist".
Die Köche Ernst-August Gehrke, "La Forge", Riepen Bad Nenndorf; Götz Knauer, "Torschreiberhaus", Stadthagen: Torsten Nordmeyer, "Sülbecker Krug", Sülbeck Nienstädt und Heinrich Stern, "Georgenhof", Hannover, stellen vor, was sie so erfolgreich gemacht hat: Moderne deutsche Küche mit regionalen Wurzeln, also keine Regionalküche aus Schaumburg, sondern Küche im weiteren Sinn. Die Köche haben sich für die vier Jahreszeiten jeweils zwei Menues ausgedacht, ein etwas EInfacheres und ein etwas Komplizierteres. Hinzu kommen Dutzende einleuchtender Tricks und Kunstgriffe, die auch dam Amateurkoch das Leben leichter machen.
Wer nicht selbst kochen möchte, kann en bequemeren Weg gehen und eines der genannten Restaurants im Schaumburger Land besuchen, die neben den Urhebern der Menues im Text kurz vorgestellt werden.
Weil die besten Köche ohne ihre Lieferanten nichts sind. treten auch Produzenten auf:
Die Rinderzüchterin Marlene Kuhlmann aus Krankenhagen, Dagmar Strauß, eine Produzentin köstlichen Ziegenkäses in Lüdersfeld, der Biogärtner Dietmar Meese aus Suthfeld und die Fischer Gebrüder Schweer vom Steinhuder Meer. Auch sie steuern kleine Rezepte zu ihren Produkten bei.

Jahreszeiten Menüs
Die zweite Auflage ist im Landbuch Verlag Hannover erschienen und ist im Buchhandel für 25,80 € erhältlich. ISBN 3 7842 0587 9.

Steine und Nationalsozialismus

Dokumentation: "Steine und Nationalsozialismus", Kleine Reihe, Heft 1

Gemeinsam mit "steinzeichen steinbergen" lud die Schaumburger Landschaft zu einem Werkstattgespräch am 24.11.1999 zum Thema "Steine und Nationalsozialismus" ein. Anlaß für den Vortragsabend im Forum des Steinbruchs Steinbergen war die Tatsache, daß an diesem Ort ein nationalsozialistisches Arbeitserziehungslager von 1943 bis 1945 bestanden hatte. So beschrieb der Historiker Stefan Meyer das System des Lagers Steinbergen und die menschenunwürdigen Bedingungen der Lagerinsassen. Doch das Thema "Steine und Nationalsozialismus" wurde noch aus anderen Perspektiven beleuchtet. Prof. Wolschke-Bulmahn referierte zum Thema "Findlinge, Landschaftsgestaltung und die völkische Suche nach nationaler Identität im Nationalsozialismus", Dr. Christian Fuhrmeister beschrieb den kaum bekannten Zusammenhang von nationalsozialistischer Staats- und Repräsentationsarchitektur und der "Vernichtung durch Arbeit" in Konzentrationslagern. Eckhard Gruber räumte mit dem noch heute existierenden Mythos Reichsautobahn auf.

Die Dokumentation ist vergriffen.

Die landesherrlichen Gärten in Schaumburg-Lippe

Die landesherrlichen Gärten in Schaumburg-Lippe von 1647 bis 1918, von A. F. von Schweinitz

In der Publikation werden durch vier Jahrhunderte hindurch sieben Gärten, die Residenzgärten in Bückeburg und Stadthagen, Arensburg, Hagenburg, Baum, Kluß und Palais Bückeburg ausführlich in ihrer stilistischen Entwicklung und ihrem kunsthistorischen Kontext dargestellt. Dabei werden neue Erkenntnisse gewonnen, die die Gartengeschichte auf bemerkenswerte Weise bereichern. Die Autorin legt ein fundiertes und aufwendig gestaltetes Werk vor, das auch für einen mit der Gartenkunstgeschichte nicht vertrauten Leser gut zu verstehen ist.

 

ISBN 3-88462-161-0 I vergriffen

Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms.

Gärten im Weserbergland

Im Weserbergland gibt es noch einige auf den ersten Blick unberührt scheinende Waldgebiete, der beherrschende Eindruck ist jedoch der einer von Menschenhand nach seinen Bedürfnissen geformten Kulturlandschaft. Der in weiten Kurven ruhig dahinfließende Fluss wurde schiffbar gemacht, aber nicht kanalisiert, die Felder werden teilweise noch von Hecken gesäumt, Buchen- und Eichenwälder laden zum Wandern ein — Fichtenmonokulturen sind selten. Entlang des Flusses finden sich Schlösser, Klöster und Herrenhäuser. Wenngleich die gesamte Landschaft zwischen Porta Westfalica und Hann. Münden zuweilen parkähnlich erscheint, so bilden die Garten- und Parkanlagen inmitten des Weserberglandes doch die Höhepunkte der ­menschlichen Naturgestaltung.

Das Buch „Gärten im Weserbergland – Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“ stellt 44 Anlagen zwischen Steinhuder Meer und Reinhardswald vor: Schlossgärten, Kurparks, Klostergärten, Stadtparks, Gutsgärten, Wallpromenaden und Pfarrgärten, deren Entstehungszeit vom Mittelalter bis in das ausgehende 20. Jahrhundert reicht. Diese Anlagen liegen oftmals abseits der ausgetretenen Touristenpfade. Es sind Kleinode, die den aufgeschlossenen Besuchern jeweils ganz spezielle Facetten der Gartenkunst bieten.

Neben einigen herausragenden und historisch bedeutungsvollen Kuranlagen und Landschaftsparks werden in diesem Buch auch ein paar eher unscheinbare und teilweise verwilderte Gärten und Parks vorgestellt. So dokumentiert diese Publikation, welche Schätze noch in dieser Landschaft verborgen sind.

Das Weserbergland ist unter dem Aspekt der Gartengestaltung sicher nicht mit der Toscana oder dem Süden Englands zu vergleichen. Aber auch hier wurden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Tendenzen der Gartengestaltung aufgegriffen und mit den vorhandenen Mitteln oftmals einfallsreich und mit Engagement realisiert. So finden sich beispielsweise auch einige Renaissancegartenanlagen entlang der Weser — allerdings ist das Erscheinungsbild dieser Gärten im Laufe der Zeit stärker verändert worden als das der Architektur, die in dieser Gegend eine solch individuelle Ausprägung erfahren hat, dass von der Weserrenaissance gesprochen wird.

Die Autorin beschreibt die oft sehr wechselvolle Geschichte und die aktuellen Besonderheiten der 44 Parks und Gärten. Durch die Einordnung in die jeweiligen zeittypischen Entwicklungen beinhaltet dieses Buch — ganz nebenbei — eine kleine Geschichte der Gartenkunst abseits der großen Zentren. Durch schöne Farbaufnahmen des Fotografen Sigurd Elert sowie historische Pläne und dekorative Illustrationen zeichnet sich dieser informative Führer durch die Gartenlandschaft Weserbergland auch gestalte­risch aus.

ISBN 3-931656-65-9 I96 Seiten I147 Farb-Abb. I 14,80  € (vergriffen)

Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden

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Auf zum Steinhuder Meer!

Das Steinhuder Meer, heute beliebtes Ausflugsziel vor allem der Hannoveraner, auch der „Wannsee“ Hannovers genannt, war einst ein abgeschiedener Landstrich. Um 1760 hatte Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe mitten im See eine Festung, den Wilhelmstein, auf eine künstliche Insel gesetzt. Die skurrile Anlage wurde die erste Attraktion der Gegend, von der auch umliegende Orte profitierten. Schon vor über 200 Jahren besichtigten die ersten Touristen den Wilhelmstein. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahmen die Besucherzahlen allmählich zu. Doch erst die Eröffnung einer Dampfbahnlinie vor 100 Jahren ließ das Steinhuder Meer zum populären touristischen Zielgebiet werden. Eine Umwertung und in deren Folge eine Umnutzung der Landschaft begann, die sich durch die Weimarer Republik, die NS-Zeit bis zur Bundesrepublik hindurch fortsetzte.

Das Buch von Klaus Fesche ist eine erste ausführliche Darstellung über die Entstehung des Tourismus am Steinhuder Meer und den Wandel, der sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts vollzogen hat. Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, von denen viele zum ersten Mal veröffentlicht werden. Klaus Fesche wendet sich mit seinem Buch nicht nur an das Fachpublikum, sondern an einen breiten Leserkreis. Der Veröffentlichung vorausgegangen war die Sichtung umfangreichen Archivmaterials durch den Autor, die durch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme des Arbeitsamts Hameln ermöglicht wurde. Die Veröffentlichung selbst wäre nicht möglich gewesen ohne großzügige Unterstützung der Stadt Wunstorf, der Stadtsparkasse Wunstorf, der Steinhuder-Meer-Bahn und des Kommunalverbandes Großraum Hannover.

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg, Band 2, der Schaumburger Landschaft

Verlag für Regionalgeschichte

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