Projekte

Atelierstipendium „Freiräume“ in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) und Ausstellung ELSE der Stipendiatin Magdalena Los in der Zehntscheune Stadthagen

Schaumburger „Freiräume“ künstlerisch entdecken.

Magdalena Los hat das Artist-in-Residence-Stipendium der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfbK) angetreten.

In Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) hatte die Schaumburger Landschaft Anfang 2018 unter dem Titel „Freiräume“ ein Kunststipendium für fortgeschrittene Studierende der Hochschule ausgeschrieben. Mit dem zweimonatigen Artist-in-Residence-Stipendium sollte einer jungen Künstlerin bzw. einem Künstler der Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, Schaumburgs Geschichte und Kultur näher kennenzulernen und die potentiellen „Freiräume“ des Schaumburger Landes künstlerisch zu verarbeiten. Grundlage dafür sind die interessanten räumlich-historischen Bezüge zwischen Schaumburg und Hamburg: Adolf I. von Schauenburg erhielt im Jahr1110 das Lehen für die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Mit der Gründung der Neustadt im Jahr 1188 lockte Adolf III. zahlreiche Kaufleute in die Hansestadt.

Unter 32 eingegangenen Bewerbungen hat die Auswahlkommission der HfbK im Mai Magdalena Los als Stipendiatin ausgewählt. Magdalena Los studiert im vierten Mastersemester bei Prof. Jutta Koether mit dem Schwerpunkt Malerei/Zeichnen. Ihre künstlerische Antriebskraft ist, „die Dinge anders zu machen“, d.h. Konventionen sowohl in der Kunst, als auch im ‚Alltag Leben in Frage zu stellen und neu zu formulieren. Deshalb bezieht sie auch ihr gesamtes Lebensumfeld in ihre Arbeit mit ein – und damit unterschiedlichste Medien und Materialien. Ihre künstlerischen Arbeiten bewegen sich zwischen Performances, Seiden- und Filzkonglomeraten, Mode- und Möbeldesign und Malerei z.B. mit Silikonölen und Babypuder. Ihre künstlerischen Arbeiten hat sie bereits bei verschiedenen Ausstellungen in Hamburg, Berlin, Regensburg, Gdansk, Tarnow und Neapel gezeigt.

Am Schaumburger Land fasziniert Magdalena Los besonders die Dampfeisenbahn in Rinteln, für die sie Anfang August den Führerschein abgelegt hat. Die Dampflok „Else“ soll dementsprechend in ihre künstlerische Arbeit einfließen. Magdalena Los befindet sich im August und September in Lauenau. Sie wohnt im „Kesselhaus“ und arbeitet in der Herbertusstube, in der sie ihr Atelier eingerichtet hat. Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigt Magdalena Los vom 28. September bis zum 21. Oktober in ihrer Ausstellung mit dem Titel ELSE in Stadthagen. Die Vernissage wird am Freitag, dem 28. September, um 19:00 Uhr stattfinden.

Wo soll das alles enden? Musiktheater zu "1968" an Schaumburger Schulen

Ungewollte Revolte  

Die Musiktheater-AG des Ratsgymnasiums zeigt in dem Dokudrama „Wo soll das alles enden?“ von Jürgen Wiemer das Stadthagen von „1968“ zwischen jugendlicher Aufsässigkeit und bürgerlichem Beharren. Am 24. und 25.9. um 19.30 Uhr in der Aula des RGS.

„1968“ – das ist Studentenrevolte, Hippies, Vietnam! „1968“ – das ist Autonomiebestrebung, Demokratisierung, Widerstandsgeist! „1968“ – das ist Sex and Drugs and Rock’n‘Roll! „1968“ – das ist Paris, Berlin, Frankfurt und Stadthagen! Stadthagen???

„So etwas gab es alles nicht an unserer Schule.“, beeilt sich Oberstudiendirektor Stracke, der Schulleiter des Ratsgymnasiums von „1968“, in dem Stück zu beschwichtigen. Seine sorgfältige Buchhaltung über alle Schulgeschehnisse, die hier als Grundlage des Stückes dienen, offenbart aber eher unfreiwillig: So etwas gab es sehr wohl in Schaumburg! Anders natürlich als in den Metropolen und Studentenhochburgen. Vorsichtiger, tastender und in Auseinandersetzung mit den Konventionen und dem Unverständnis des Schaumburger Bürgertums.

Der Frage „Welche gesellschaftlichen Nachwirkungen hatte „1968“ jenseits der urbanen Zentren im eher ländlich geprägten Raum?“ – von der Forschung kaum beachtet – ging eine wissenschaftliche Tagung der Schaumburger Landschaft im Februar dieses Jahres nach. In diesem Kontext hatte die Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft und Historikerin, Priv.-Doz. Dr. Lu Seegers, mit Studierenden der Leibniz Universität Hannover und Schülerinnen und Schülern die Schulchronik des Ratsgymnasiums Stadthagen der Jahre 1966 bis 1971 ausgewertet. Dabei zeigte sich: Die Schulchronik, aber auch Schülerzeitungen wie die „Nesselblätter“ sind wichtige Quellen, die die Entstehung der Schülerbewegung in Schaumburg und die erwachenden Wünsche der Jugendlichen nach größerer individueller Freiheit und gesellschaftlicher Teilhabe belegen.  

Der Theaterregisseur und Dramaturg, Jürgen Wiemer, verarbeitete diese spannenden Zeugnisse sowie zeitgenössische Zeitungsartikel zu dem Dokumentar-Drama „Wo soll das alles enden?“: Auf diese Weise entsteht ein vielfältiges Mosaik der Zeit um „1968“ zwischen Vietnamgebet und Paukerfilm, den Rolling Stones und Heintje, hedonistischem Lebensstil und Skandalisierung.

Mit der Unterstützung der Schaumburger Landschaft und der Kulturstiftung Schaumburg wendet sich die Musiktheater-AG hiermit also diesem ganz anderen Stoff zu. Nach den viel gerühmten Aufführungen der vergangenen Jahre („Gatsby“, „Schöne neue Welt“, „Sommernachtstraum“) sowie dem deutschen Nationalepos „Die Nibelungen“ im März diesen Jahres zeigt die Gruppe das Ratsgymnasium 1968 im Ratsgymnasium 2018. Sie begibt sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln, lernt den Protest gegen die Starrheit und Autoritätshörigkeit der Nachkriegsgesellschaft als Kampf von Ex-Mitschülern für die eigene Sache an der eigenen Schule kennen. Das RGS-Musiktheater inszeniert dies mit einem über 20-köpfigen Schauspielensemble. Chorische und choreographische Elemente spielen wie immer eine große Rolle, klassisches Rollentheater ist das nicht mehr, wenn das Schauspielkollektiv die eigene Geschichte – immer auch kommentierend - nacherzählt, nachspielt, nachsingt.

So wichtig wie damals für die Jugendbewegung ist für die Inszenierung die Musik: Berühmt gewordene Songs, live gespielt von einer fünfköpfigen Band, lassen die Rhythmen und den Sound jener Jahre wieder lebendig werden. Titel von den Stones, Beatles, Kinks und vielen anderen mehr sind zu hören. Mit dabei Reinhard Mey, der im Jahr 1968 auf Einladung der Schüler im RGS gastierte, ein legendärer Song von Hannes Wader, der Top-Titel der Aussteiger-Ikone Steppenwolf, der Song der Siegerband eines Beat-Wettbewerbs und natürlich das 68er-Lieblingslied aller Schwiegermütter. Für das Stück wurden diverse Musiktitel vom musikalischen Leiter Dietmar Post neu arrangiert bzw. instrumentalisiert.

So ersteht dann der 68er-Zeitgeist auf der Bühne des Ratsgymnasiums aus den trockenen Quellen auf und tanzt und singt und streitet und lacht. Eine Dokumentation als Musik-Tanz-Schauspiel, die Altes neu, lebendig und ganz aktuell zeigt: als Auseinandersetzung um die Durchsetzung neuer Ideen.                                                                                                    

Karten kosten 9 Euro (ermäßigt 6 Euro) und können an der Abendkasse, in der Schule vor dem Schulsanitätsraum sowie im iPunkt/Stadthagen gekauft werden.


Tag des offenen Denkmals in Stadthagen und Lindhorst am 9. September

Gemeinsam mit den Denkmaleigentümern, der Stadt Stadthagen, der Samtgemeinde Lindhorst und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden laden wir Sie in diesem Jahr nach Stadthagen und Lindhorst ein. In 33 beteiligten Denkmalen können Sie sich auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte begeben. Unter dem Motto "Entdecken, was verbindet“ ist der diesjährige Tag des offenen Denkmals mit dem Entdeckertag der Region Hannover verbunden.

Lernen Sie Kirchen, Mausoleen, die ehemalige Synagoge von Stadthagen, bäuerliche Gebäude, das Schloss Stadthagen, Herrensitze, Gärten und ein Industriedenkmal kennen. Sie können Denkmale ansehen, die sonst verschlossen sind, sich über Instandsetzungsmaßnahmen und Umnutzungen informieren, aber auch Zeuge des Verfalls werden, der nicht mehr aufzuhalten ist. Das Ziel des „Tages des offenen Denkmals“ ist es, private Initiativen zu stärken und gleichzeitig die öffentliche Hand an ihre Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe zu erinnern. Das kann aber nur gelingen, wenn die Denkmale und ihre Geschichte bekannt sind.

Nicht allein die Denkmale machen diesen Tag zu einem Erlebnis, sondern auch ein buntes Begleitprogramm, bestehend aus Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführungen alter Handarbeitstechniken, speziellen Aktivitäten für Kinder bis hin zu Kulinarischem. Es erwartet Sie ein erlebnisreicher Tag.

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Neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft: „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte auf der neu erschienenen CD dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD wird erstmals auf dem Plattdeutschen Tag am 19. August 2018 in Sülbeck vorgestellt und ist zum Preis von 9,90 € dort erhältlich. Danach kann sie bei der Schaumburger Landschaft erworben werden.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

5. Plattdeutscher Tag am 19. August 2018

Plattdeutscher Tag am Sonntag, 19. August 2018, in Sülbeck

Die Arbeitsgruppe “Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft lädt in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Sülbeck zum 5. Plattdeutschen Tag ein. Der Tag beginnt um 10:00 Uhr mit einem Plattdeutschen Gottesdienst in der Sülbecker Kirche, gefolgt von der Eröffnung des Plattdeutschen Tages und Grußworten.

Das weitere Programm findet im und um das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Sülbeck statt. Ab 13:30 Uhr liest Wilfried Darlath u. a. aus „De Schimmelrieder“ von Theodor Storm. Um 14:00 Uhr plaudern die Historiker Roswitha Sommer und Ulrich von Damaros gemeinsam mit Landfrauen im Erzählcafé über „Schaumbörger Schaulgeschichte(n)“. Die bekannte NDR-Moderatorin Ilka Brüggemann und der Blues-Musiker Lars-Luis Linek präsentieren ab 15:15 Uhr „Plattdütsche Musik un Geschichten up Platt“. Außerdem findet eine Ausstellung der Arbeitsgruppe „Spurensuche“ der Schaumburger Landschaft zum Thema „Lebensbilder auf Platt in Bild und Ton“ statt, und es können Bücher in plattdeutscher Sprache erworben werden. Ein Highlight: Die neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ mit plattdeutschen Geschichten aus dem Schaumburger Land wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Natürlich dürfen, wie in den Jahren zuvor, ein plattdeutsches Quiz und Aktionen für Kinder an diesem Tag nicht fehlen.

Die Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft hat sich über die Dokumentation der Sprache hinaus zum Ziel gesetzt, das Plattdeutsche wiederzubeleben. Daher wendet sich der „Plattdeutsche Tag“ nicht nur an diejenigen, die von Kindheit an Plattdeutsch sprechen, sondern an alle Menschen, die sich für das Plattdeutsche interessieren oder es einfach nur gern hören.

Zur Stärkung zwischendurch gibt es Kaffee und Kuchen, aber auch „Aafkenzoppen“ und Gegrilltes.

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Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

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Auf den Spuren von Wilhelm Busch. Präsentation eines Wandertagebuchs von Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder, 6. Juni!

Mit Wilhelm Busch im Geiste literarisch wandern.

Die Schaumburger Landschaft lädt zur Präsentation des Wandertagebuchs „Auf
den Spuren von Wilhelm Busch“ der bekannten Autoren Gerhard Henschel und
Gerhard Kromschröder am 6. Juni ins Wilhelm-Busch-Geburtshaus ein.

Am 6. Juni nehmen der Schriftsteller Gerhard Henschel und der Fotojournalist Gerhard Kromschröder Sie mit auf eine literarische Reise auf den Spuren von Wilhelm Busch. Die Wanderung beginnt in Wiedensahl, dem Geburtsort von Wilhelm Busch und endet in Mechtshausen, wo er verstorben ist. Über 300 km zu Fuß führen die beiden Autoren durch Niedersachsen zu Orten, die für den großen Zeichner, Dichter und Maler von besonderer Bedeutung waren, wo er seine Kindheit verbrachte und später fast alle seine Werke schuf. Ihr Wandertagebuch auf den Spuren von Wilhelm Busch nimmt Land und Leute unvoreingenommen in den Blick und beweist einen wachen Blick für die Kuriositäten des Alltags, inspiriert von Wilhelm Busch.

Nun kehren die beiden Autoren auf Einladung der Schaumburger Landschaft mit dem in der Edition Temmen druckfrisch erschienenen Buch „Laubengänge – auf den Spuren von Wilhelm Busch durchs Weserbergland zum Harz“ nach Wiedensahl, zum Ausgangspunkt ihrer literarischen Reise zurück. Gerhard Henschel und Gerhard Kromschröder stellen ihr Wandertagebuch in Wort und Bild, dessen Drucklegung die Schaumburger Landschaft ebenfalls gefördert hat, am 6. Juni um 19:30 Uhr im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl, Hauptstraße 68a, vor. Der Eintritt ist kostenlos.

Zu den Autoren: Gerhard Henschel, geboren 1962, lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Hamburg. Seit 1992 ist Gerhard Henschel mit Romanen und Erzählungen an die Öffentlichkeit getreten, aber auch mit Satiren, Polemiken und Grotesken, u.a. in den Satiremagazinen Kowalski und Titanic sowie in mehreren Tages- und Wochenzeitungen. 2002 erschien Henschels Briefroman Die Liebenden, in dem er die Lebensgeschichte seiner Eltern aus deren Nachlass erzählt. In seinem 2004 veröffentlichten Kindheitsroman schildert Henschel das Leben der Familie aus der Sicht des Sohnes Martin Schlosser. Soeben ist der achte Teil dieser Familienchronik unter dem Titel Erfolgsroman erschienen. Henschel ist außerdem Autor zahlreicher kulturhistorischer Sachbücher. Er wurde u.a. mit dem Hannelore-Greve-Literaturpreis, dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen und dem Georg-K.-Glaser-Preis ausgezeichnet. Gemeinsam mit Gerhard Kromschröder hat er 2017 den Ben-Witter-Preis für das gemeinsame Buch Landvermessung. Durch die Lüneburger Heide von Arno Schmidt zu Walter Kempowski, erhalten. Gerhard Kromschröder, Jahrgang 1941, war langjähriger Stern-Redakteur und -Reporter. Mit Günter Wallraff entwickelte er die Methode der Undercover-Recherche. Bereits 1983 publizierte Gerhard Kromschröder etwa seinen Erlebnisbericht Als ich ein Türke war. Ab 1989 war Kromschröder Nahost-Korrespondent des Stern. Während des ersten Irak-Kriegs arbeitete er als einziger deutscher Journalist und Fotoreporter im bombardierten Bagdad. Seit 1993 arbeitet er in der Medienberatung für Unternehmen und Verlage und lehrt an Universitäten.

Denkmalkindergärten

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege hat die Schaumburger Landschaft 2012 und 2013 ein Modellprojekt "Denkmalkindergärten" für Niedersachsen durchgeführt. Das Konzept wurde von Edith Weitzel-Mudersbach entwickelt, die Deutsche Bundesstiftung unterstützte das Modellprojekt finanziell. Für die Fortsetzung von "Denkmalkindergärten" ab 2014 als Projekt der Schaumburger Landschaft konnten als Pädagogen Christiane Papassimos und Henning Dormann gewonnen werden.

Ziel dieser denkmalpädagogischen Aktionstage ist es, die Gedanken und Werte der Denkmalpflege bereits für die  Jüngsten unter uns erlebbar zu machen und sie für ihre historische Umwelt, ihre Landschaft und Natur zu begeistern. Mit dem Einstieg in die kulturelle Bildung im Kindergartenalter soll eine erste positive Erinnerung geschaffen werden, die junge Menschen prägt, die sich für den Schutz und die Pflege ihres kulturellen Erbes engagieren werden. Jeder Aktionstag vor Ort  und am Denkmal bildet zu unterschiedlichen Themenbereichen von Archäologie, Kirchen und Schlösser bis hin zu landwirtschaftlichen Gebäuden, Gärten und Parks sowie Natur- und Landschaftspflege eine abgeschlossene Einheit. Neugier und Wissensdurst der Kindergartenkinder, die bereits kurz vor der Einschulung stehen, bilden dafür die auslösenden Momente.

Eine didaktisch ausgefeilte Führungsmethodik für  Kindergartenkinder lässt sie auf altersgerechtem Niveau erfahren, was ein Denkmal sein kann und welche Bedeutung es hat. Frühzeitig wird so auch ein Interesse an Heimatgeschichte und -verständnis geweckt, eine Voraussetzung, um kulturelles Erbe später zu pflegen.

Aus den Kindern werden so kreative und innovationsfreudige Menschen, die die historisch gewachsene Umwelt und Natur als ihre Kulturlandschaft und als Bereicherung ihres Lebens erkennen, sie schützen und bewahren.

In diesem Jahr stehen neben Schloss Baum, der Grabpyramide am Schloss Baum, dem Lauenhäger Bauernhaus und dem Stift Obernkirchen auch der Kurpark Bad Nenndorf als Beispiel eines englischen Landschaftsgartens eines hessischen Kurfürsten sowie - zusätzlich für Grundschulen - die Stadt Rinteln für Exkursionen zur Verfügung. Das Projekt läuft bis zum Beginn der Sommerferien am 27. Juni 2018.

Zum Anmeldeformular für Kindergärten                                 Zum Anmeldeformular für Grundschulen

 

 

 

 

 

 

 

 

Konferenz „‚1968‘ – gesellschaftliche Nachwirkungen auf dem Lande“, 22./23. Februar 2018

Im Jahr 2018 jährt sich „1968“ zum fünfzigsten Mal. Die Schaumburger Landschaft hat dieses Jubiläum zum Anlass genommen, um im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung der Frage nachzugehen, welche gesellschaftlichen Nachwirkungen die so genannte Studentenrebellion im ländlichen Raum respektive in Niedersachsen und Schaumburg in den 1970er und 1980er Jahren gehabt hat. Die Tagung, die die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover und dem Förderverein Ehemalige Synagoge Stadthagen durchführte, fand im Kommunikationszentrum Alte Polizei, Obernstr. 29, 31655 Stadthagen, statt.

Das Tagungsprogramm  entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Bericht des Deutschlandfunks zur Tagung: Download

Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.

Clip-Wettbewerb "Mein Schaumburg"

 

Clip-Wettbewerb: Die Gewinner stehen fest!

Die Schaumburger Landschaft hatte Kinder und Jugendliche aufgefordert, einen Video-Clip über ihren schönsten Ort in Schaumburg zu drehen. Jetzt stehen die Gewinner fest: Den ersten Preis hat sich Dorothea Gehrke, 17 Jahre, aus Niedernwöhren, mit ihrer gefilmten Motorradfahrt durch das Schaumburger Land gesichert. Den zweiten Preis teilen sich Eva Schernewsky, 16 Jahre, und Moritz Trapp, 11 Jahre, beide aus Stadthagen. Den dritten Platz belegen die Schwestern Hermine und Charlotte Mensching (9 und 7 Jahre alt) aus Ottensen sowie die Kinder vom Waldkindergarten Stadthagen, Laura Scheffer, Karla Wecke, Anna Grüttner und Emil Drape (alle 6 Jahre alt).

Allen Clips sehe man an, wie viel Mühe sich die Kinder gegeben hätten, so die Jury, ihren schönsten Ort in Schaumburg filmisch zu beschreiben – vom Spaßbad in Stadthagen bis zum Ausblick vom Bückeberg; der eigene Garten oder der Kindergarten mit seinen Spielmöglichkeiten: Die Beiträge sind so vielfältig wie das Schaumburger Land.

Die Gewinner wurden im Rahmen einer Feierstunde gewürdigt und konnten ihre Preise aus den Händen der Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft,
Dr. Lu Seegers, entgegennehmen.

Hier geht's zum Gewinner-Video:

Gewinner

Forum Industriekulturlandschaft Georgschacht

Am 29. November 2017 organisierte die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit BürgerEnergieWende Schaumburg e. V. unter dem Titel "Forum Industriekulturlandschaft Georgschacht" eine Vortragsveranstaltung zu der Frage, ob und wie das einmalige bauliche Ensemble des Georgschachts in Stadthagen um das ehemalige Zechenhaus "Kohlenkirche" erhalten werden kann.

Download Tagungsbericht

Das Schaumburger Land - Ein Reiseführer zu Kunst und Kultur

Das Schaumburger Land ist eine alte Kulturlandschaft, in der sich auf kleinem Raum viele Zeugnisse der Vergangenheit erhalten haben. Rittergüter, alte Gärten, öffentliche Gebäude und Zweckbauten aus allen Epochen, aber auch typische Bürger- und Bauernhäuser machen neugierig und werfen Fragen auf. Dieser Kulturreiseführer erklärt historische Zusammenhänge und lenkt den Blick auf architektonische Besonderheiten. Als kundiger Reisebegleiter führt er nicht nur zu den wichtigen Orten der Landesgeschichte, sondern weist auch stille Wege zu manch abseits gelegener Kostbarkeit. 

 Reiseführer

Der von Ute Brüdermann geschriebene Text des Reiseführers ist leicht lesbar, informativ und kompakt. Die zirka 300 Seiten umfassende Publikation erschien im März 2016 als Band 21 der Reihe "Kulturlandschaft Schaumburg" im Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld. ISBN 978-3-7395-1021-7 / ISSN 1439-8338,  Pb. 21 x 14 cm. 272 S. 250 farb. Abb. 19 €

Einführung Sigmund Graf Adelmann und Prof. Thomas Vogtherr

Pressestimmen:

Prof. Dr. Vogtherr: "Es handelt sich um ein ungewöhnlich gelungenes, lesenswertes, überdies nützliches und schönes Buch". (Schaumburger Zeitung, 23.03.2016)

Christoph Huppert: "Um es gleich vorweg zu sagen: Dieser Kunst- und Kulturführer ist das Beste, was zu diesem Thema erschienen ist. Das Buch sucht sowohl im Landkreis Hameln-Pyrmont wie auch in der Region Hannover seinesgleichen. (...) - Äußerst gelungen ist die ausgewogene Mischung von exzellentem Bild- und Skizzenmaterial mit historischen Fakten und allgemein-touristischen Informationen". (radio aktiv/Hameln, 29.03.2016)

Visuelle Satire

Visuelle Satire Deutschland im Spiegel politisch-satirischer Karikaturen und Bildergeschichten

2015 war es 150 Jahre her, dass die wohl berühmteste Lausbubengeschichte der Weltliteratur, "Max & Moritz", zum ersten Mal im Buchhandel erhältlich war. Wilhelm Busch, der mit dieser Bildergeschichte seinen großen Durchbruch als Künstler erlebte, stammte aus Wiedensahl im heutigen Landkreis Schaumburg. Zu diesem Anlass widmete man dem bedeutenden Künstler im Schaumburger Land ein großes Jubiläumsjahr mit zahlreichen Veranstaltungen. Teil dieses Jubiläumsjahres war die Fachtagung zur "Visuellen Satire. Deutschland im Spiegel politisch-satirischer Karikaturen und Bildergeschichten" im Stift Obernkirchen. Denn Wilhelm Busch gilt bis heute vielen Zeichnern als großes Vorbild für ihr eigenes Schaffen und 2015 jährte sich auch zum 25. Mal das Jahr der Deutschen Wiedervereinigung – da lag es nahe, Zeichner und Wissenschaftler aus den neuen und alten Bundesländern einzuladen, um über die politische Satire und Karikatur nach 1945 in den beiden deutschen Staaten und nach 1990 zu diskutieren. Wie lebten und arbeiteten die Zeichner in dieser zweiten deutschen Diktatur? Wo waren die Berührungspunkte mit den Kollegen im Westen Deutschlands? Gibt es einen ostdeutschen und einen westdeutschen Humor? Wie hat sich die Szene nach 1990 verändert? Und welche Debatten über das künstlerische Schaffen werden heute geführt? Wie begegnet man den Vorwürfen rund um "Charlie Hebdo"? Dieser Tagungsband versammelt noch einmal alle Beiträge rund um dieses breite Themenspektrum und liefert Impulse für weitere Diskussionen.

 

 

Erschienen im September 2016 als Band 22 der Reihe Kulturlandschaft Schaumburg, Dietrich Grünewald (Hg.) im Verlag Ch. A. Bachmann, Berlin
ISBN: 978-3-941030-88-6  I Hardcover I 180 Seiten I vierfarbig I zahlreiche Abbildungen l 29,90 Euro

Weitere Informationen finden Sie unter www.christian-bachmann.de