imageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimage

Aktuelles

Neuerscheinung: Ein Pferd hängt im Baum – Der Bückeberg in Geschichte(n) und Gegenwart

Der Schaumburger Teil des Bückebergs prägt das charakteristische Landschaftsbild unserer Region. Als geografischer Mittelpunkt Schaumburgs erstreckt sich der Höhenzug zwischen Stadthagen, Bad Nenndorf, Apelern, Rehren, Bad Eilsen und Obernkirchen. Der Bückeberg liefert Holz und den weltweit bekannten Obernkirchener Sandstein, er ist reich an Flora und Fauna und ein attraktiver Verweilort für Naturliebhaber, Touristen und Sporttreibende. 

Mit dem vorliegenden Band wird erstmals die enorm facettenreiche und vielgestaltige Geschichte des Bückebergs von seiner urzeitlichen Entstehung bis in die Gegenwart gebündelt dargestellt. Der Herausgeber Stephan Walter hat als „Bückeberger“ und promovierter Historiker über mehrere Jahre eine Vielzahl von Quellen und Materialien aus Archiven und Zeitungsartikelsammlungen zusammengestellt. Flankierende Hilfe erhielt er von zahlreichen Zeitzeugen aus dem Schaumburger Land und von außerhalb. Hinzu kommen Beiträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Archäologie, Paläontologie, Biologie, Geschichte und Informatik. Manche Texte wurden bereits vor vielen Jahren und breit verstreut publiziert; sie werden hier erstmals systematisch zusammengeführt. 

Als „Lesebuch“ konzipiert, handelt es sich bei der Publikation um ein informativ-unterhaltsames und reich bebildertes Nachschlagewerk, das in 14 Kapiteln neben „großen Themen“ wie Wald und Forst, Sandstein und Bergbau zahlreiche Beiträge zur Gesellschaftsgeschichte, zu Tourismus, Sport, Natur und Umwelt des Schaumburger Bückebergs enthält. Besonders gekennzeichnet sind Anekdoten und Zeitzeugen-Berichte von Menschen, die auf dem Bückeberg lebten und arbeiteten. Sie zeigen, wie lebendig der Bückeberg in den Köpfen der Menschen und in ihrer Lebenswelt ist.

Ein Pferd hängt im Baum – Der Bückeberg in Geschichte(n) und Gegenwart. Herausgegeben von Stephan Walter. Reihe: Kulturlandschaft Schaumburg; Bd. 24, Verlag Jörg Mitzkat, 748 S., zahlr. Abbildungen, geb., 17 x 24 cm, ISBN 978-3-95954-085-8, € 39,80. Erhältlich im Buchhandel.

Majanko gewinnt Plattsounds-Finale 2020

Die Band aus Wilhelmshaven spielte das beste plattdeutsche Lied des Jahres mit ihrem Titel „Wies“ und gewann damit 1.500 Euro. Im 10. Jahr konnte das Finale des Contests nur als Livestream stattfinden – und überzeugte mit kreativen Videos.

Mit ihrem Pop-Indie-Song „Wies“ hat die Band Majanko das „beste plattdeutsche Lied des Jahres“ nicht auf die Bühne, aber in den Livestream des Plattsounds Bandcontests gebracht. Die Musiker aus Wilhelmshaven haben das Finale gewonnen und erhalten dafür 1.500 Euro. „Wir sind total überwältigt und freuen uns, dass sich Menschen auf unsere Musik einlassen und Freude an ihr finden“, sagt Sänger Majanko Bauer. „Trotz der außergewöhnlichen Zeit, die wir alle gerade durch­machen, spüren wir, dass uns durch Musik ein Stückchen soziale Wärme erhalten bleibt.“ 

14 Bands und Singer-Songwriter aus ganz Niedersachsen nahmen im Jubiläumsjahr 2020 teil.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury die Band 1918 Hafenbande mit ihrem „Hafenwave“-Titel „Keen Meer to wiet“. Die Musiker aus Rotenburg/Wümme erhalten dafür 1.100 Euro als Preisgeld. Dritte wurden Mountain River mit „Sett di daal, (mien) Söte“ und freuen sich über 800 Euro. Juror Jakobus Durstewitz war begeistert: „Die Band Mountain River aus Braunschweig möchte ich ermu­tigen, viel mehr auf Plattdeutsch zu schreiben. Die weiche, melodiöse Sprache passt so gut zu dem folkigen Sound, der alles andere als ‚platt‘ daherkommt, sondern internationales Niveau hat und durch das Plattdeutsche als Alleinstellungsmerkmal enorm gewinnt.“

Der Publikumsliebling wurde im Online-Voting bestimmt – dabei gingen sogar zwei Bands punkt­gleich als Sieger hervor: Stepdragon aus Bad Bevensen und Razor Punch aus Wanna. Beide er­halten ein Preisgeld von 300 Euro. Gewonnen haben aber alle Teilnehmer, denn im Pandemie-Jahr 2020 erhalten alle, die nicht auf dem Treppchen gelandet sind, ein Trostpflaster von 100 Euro als „Corona-Bonus“. Damit sollen die Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden, denen in diesem Jahr viele Auftrittsgelegenheiten entgangen sind.

Jurorin Ilka Brüggemann (NDR 1) zeigte sich beeindruckt: „Ich habe mich sehr über die musika­lische Vielfalt gefreut. Sie hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass Plattdeutsch bei jungen Leuten wieder und immer mehr gut ankommt und das auch nachhaltig!“

"Wegen des Coronavirus musste Plattsounds neue Wege beschreiten. Aber auch online konnte das Festival-Feeling und die Bandbreite moderner plattdeutscher Musik transportiert werden“, sagt Juror Stefan Meyer von der Oldenburgischen Landschaft. „Liebe, Hoffnung und Zukunft waren die Inhalte der Beiträge. Damit war Plattsounds auch wieder ein Beispiel für die gute musikalische Umsetzung der Themen, die uns beschäftigen."

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte Plattsounds erstmals nicht live stattfinden. Statt wie sonst mindestens 200 Besucher vor Ort fanden sich am Samstag mehr als 700 Zuschauer im Livestream ein, um den plattdeutschen Grand Prix zu verfolgen. Moderatorin Annie Heger führte gemeinsam mit der Jury bestehend aus Denise M'Baye (Sängerin/Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker/Sänger der Band JaKönigJa), Ilka Brüggemann (NDR 1) und Stefan Meyer (Oldenbur­gische Landschaft) gewohnt unterhaltsam durch den Abend. Die Bands zeigten sich in kreativen und unterhaltsamen Videos, die auch künftig auf dem YouTube-Kanal von Plattsounds angeschaut werden können.

„Der Abend war ein plattdeutscher Segen“, sagte Musikerin und Schauspielerin Denise M'Baye. „Ich bin neu verliebt in diese heitere und warme Sprache und die Menschen, die sie sprechen und bei Plattsounds auch singen. Bin noch ganz beseelt von einem herrlichen Abend und freue mich auf nächstes Jahr.“

„Das Jubiläumsjahr war für Plattsounds eine besondere Herausforderung, aber die Bands haben gezeigt, wie auch aus der Not etwas Großartiges entstehen kann“, sagt Lu Seegers, Geschäftsfüh­rerin der Schaumburger Landschaft, die den diesjährigen Wettbewerb, der zugleich der zehnjäh­rige Jubiläumscontest ist, ausrichtete. „Aber gerade in dieser Situation wurde wieder deutlich, wie verbindend und kreativ Sprache sein kann und dass Plattdeutsch weiterhin Menschen zusammen­bringt und Neues entstehen lässt.“

Seit der ersten Ausgabe des Plattsounds Bandcontests haben sich Hunderte Bands aus allen Re­gionen Niedersachsens beworben, um ihre Musik auf Plattdeutsch zu spielen. Das Projekt zeigt damit, wie beliebt und lebendig die Sprache weiter ist.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. Im Jahr 2020 war die Schaumburger Landschaft der Veranstalter.

Plattsounds-Finale online bei YouTube erleben!

Das Finale von Plattsounds findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant im Kulturzentrum "Alte Polizei" in Stadthagen statt, sondern wird ausschließlich als Online-Event zu erleben sein.

Am 21. November 2020 können Zuschauer ab 19 Uhr im Live-Stream betrachten, wie die Moderatorin Annie Heger und die Jury, bestehend aus Denise M'Baye (Sängerin/Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker/Sänger der Band JaKönigJa), Ilka Brüggemann (NDR 1) und Stefan Meyer (Oldenburgische Landschaft), das beste plattdeutsche Lied des Jahres suchen. 14 Bands sind im Rennen mit plattdeutschem Pop, Rock, Garage, Acoustic Indie Folk und Hafenwave.

Um die Live-Auftritte zu ersetzen, haben die Bands Videos erstellt, die am Finalabend gezeigt werden. Die Jury wird anschließend live die Sieger bekannt geben. 

Der Live-Stream ist zu sehen auf:
https://www.youtube.com/user/Plattsounds sowie als Embed auf  www.plattsounds.de

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. Im Jahr 2020 ist die Schaumburger Landschaft der Veranstalter.

Bandcontest "Plattsounds": Jetzt für Ihren Favoriten abstimmen!

Pop, Rock und Hafenwave: Abstimmen für das beste plattdeutsche Lied

Im Online-Voting können Internetnutzer auf www.plattsounds.de ihren Favoriten wählen. Der Sieger erhält 300 Euro.

Bevor eine prominente Jury im Finale des Plattsounds Bandcontest am 21. November 2020 das beste plattdeutsche Lied des Jahres wählt, entscheiden Internetnutzer über den Publikumsliebling: vom 26. Oktober bis 17. November 2020 können alle im Online-Voting auf www.plattsounds.de die eigene Stimme für eine Band abgeben und mit darüber entscheiden, welche Musiker 300 Euro Preisgeld erhalten sollen.

Für die Jury ist die Aufgabe nicht einfach: Die Jurorinnen und Juroren müssen nicht nur die plattdeutsche Aussprache bewerten, sondern auch die Qualität von Musik und Texten. Das digitale Publikum darf sich dagegen einfach auf sein Bauchgefühl verlassen, die Musik genießen und per Klick den Liebling wählen. 

Corona-Förderprogramm „Niedersachsen dreht auf“ für Solo-Selbständige in der Kultur

Das Land Niedersachsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und die Landschaften und Landschaftsverbände unterstützen ab sofort soloselbständige Künstlerinnen und Künstler und Kultureinrichtungen, die seit März 2020 von der Corona-Pandemie betroffen sind (z.B. durch den Wegfall von Einnahmen). Ziel ist es, die Kulturszene zu revitalisieren.

Als Solo-Selbständige in der Kultur gelten im Haupterwerb selbständig tätige, nicht angestellte Künstlerinnen und Künstler, sowie andere Personen, deren Mitwirkung notwendige Voraussetzung dafür ist, dass kulturelle Angebote stattfinden können. Als solo-selbständig gilt nicht, wer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Es gibt vier Förderlinien: Kulturelle Veranstaltungen (A), Kulturelle Bildung (B), innovative Projekte (C) und Förderungen für Solo-Selbständige im nicht-öffentlichen künstlerischen Bereich (D). Anträge können je nach Förderlinie ab sofort oder in Kürze gestellt werden. Es gilt eine Bagatellgrenze von 1.500 Euro (d.h. eine Förderung ist erst ab einem Förderbedarf von 1.500,01 Euro möglich).

Die Schaumburger Landschaft ist für das Schaumburger Land in der Förderlinie A und B für die Mittelvergabe verantwortlich, soweit es sich nicht um Projekte im Bereich der Erwachsenenbildung handelt. In der Förderlinie C erfolgt die Mittelvergabe je nach Antragshöhe durch die Schaumburger Landschaft oder durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur. In der Förderlinie D erfolgt die Mittelvergabe ausschließlich durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Download Förderkriterien                                          Download FAQs

Förderlinie A - Kulturelle Veranstaltungen:

Die Förderlinie A richtet sich an kulturelle Einrichtungen, die Verträge mit Solo-Selbständigen für die Mitwirkung an und die Durchführung von öffentlichen kulturellen Veranstaltungen in allen Sparten abschließen.

Die Umsetzung der Förderlinie A erfolgt ausschließlich über die niedersächsischen Landschaften und Landschaftsverbänden in ihren jeweiligen Regionen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden können alle Ausgaben, die unmittelbar durch Vertragsabschlüsse mit Solo-Künstlerinnen und -Künstlern und Zusammenschlüssen (z.B. Bands, Ensembles, Freie Theatergruppen) sowie für die Veranstaltung wichtigen Dienstleistern (wie Tontechnik, Bühnenaufbau, Grafik etc.) einschließlich Nebenkosten und Spesen mit einer Förderquote bis zu 100 %. Die Honorare für die Solo-Selbständigen müssen angemessen sein, dürfen aber 2.000 Euro pro Person und Veranstaltung nicht übersteigen. Antragsteller ist die ausführende Kultureinrichtung. Ein einzelner Antragsteller kann bis zu drei Anträge stellen, insgesamt aber maximal 30.000 Euro erhalten. Zu den förderfähigen Ausgaben im Rahmen der Vertragsabschlüsse mit den Solo-Selbständigen gehören ferner:

  • - Reise- und Übernachtungskosten für die Solo-Selbständigen
  • - GEMA und KSK für die genannten Personen.
  • - In Einzelfällen auch die Anmietung von Technik

Antragsberechtigt sind …

- Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kultur- und Bildungsangebot mit Sitz im Schaumburger Land
- Juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen 

Eine Förderung ist ausgeschlossen …

- bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
- bei Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen
- bei laufenden und anderweitigen Personal- und Sachkosten, Folgekosten und Investitionen
- für die Produktion und Aufführung von Zirkus- oder Filmvorführungen
- beim ausschließlichen Abspielen von Ton- bzw. Bild-/Tonträgern

Die Antragstellung erfolgt …

- bei der Schaumburger Landschaft 
- fortlaufend, spätestens jedoch bis zum 28. Februar 2021

Die Anträge sind per Post an die Schaumburger Landschaft, Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg zu richten und müssen folgende Unterlagen enthalten: 

- Ausgefülltes Antragsformular
- Projektbeschreibung (max. 6 Seiten)
- Aufstellung der förderfähigen Ausgaben gemäß Förderlinie A und Angabe der beantragten Fördersumme
- Entwürfe der unterschriftsreifen Verträge mit den Solo-Selbständigen
- Schriftliche Erklärung der Solo-Selbständigen zu pandemiebedingten Einschränkungen seit März 2020 (z.B. Wegfall von Einnahmen, Aussetzung von Proben, Absage von Gastspielen).

Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf mit dem Vorhaben noch nicht begonnen worden sein. Mit dem Förderantrag kann jedoch zugleich der
vorzeitige Maßnahmebeginn formlos beantragt werden.

Download Antrag Förderlinie A                Download Erklärung des Solo-Selbständigen

 

Förderlinie B - Kulturelle Bildung:

Die Förderlinie B unterstützt Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kultur- und Bildungsangebot, die für die Durchführung ihrer Angebote Verträge mit Solo-Selbständigen abschließen.

Was wird gefördert?

Analog zu Förderlinie A können auch Einrichtungen der kulturellen Bildung Honorar-Zuschüsse für Solo-Selbständige erhalten, allerdings nur mit einer Förderquote von bis zu 60 %. Dazu zählen nicht nur Künstlerinnen und Künstler, sondern auch Solo-Selbständige, deren Mitwirkung notwendige Voraussetzung dafür ist, dass die Veranstaltung stattfinden kann (Techniker, Pädagogen etc.). Die Honorare für die Solo-Selbständigen müssen angemessen sein, dürfen aber 2.000 Euro pro Person und Veranstaltung nicht übersteigen. Die Verträge müssen eine Mindestlaufzeit von vier Monaten haben. Antragsteller ist die ausführende Einrichtung der kulturellen Bildung. Ein einzelner Antragsteller kann bis zu drei Anträge stellen, insgesamt aber maximal 30.000 Euro erhalten. Antragsteller ist die ausführende Kultureinrichtung.

Zu den förderfähigen Ausgaben im Rahmen der Vertragsabschlüsse mit den Solo-Selbständigen gehören ferner:

- Reise- und Übernachtungskosten für die Solo-Selbständigen
- GEMA und KSK für die genannten Personen.
- In Einzelfällen auch die Anmietung von Technik

Antragsberechtigt sind …

- Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kultur- und Bildungsangebot mit Sitz im Schaumburger Land
- Juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen 

Eine Förderung ist ausgeschlossen …

- bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
- bei Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen
- bei laufenden und anderweitigen Personal- und Sachkosten, Folgekosten und Investitionen
- für die Produktion und Aufführung von Zirkus- oder Filmvorführungen
- beim ausschließlichen Abspielen von Ton- bzw. Bild-/Tonträgern

Die Antragsstellung erfolgt …

- bei der Schaumburger Landschaft 
- fortlaufend, spätestens jedoch bis zum 28. Februar 2021
- bei der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB): www.aewb-nds.de, wenn es sich um Anträge aus dem Bereich der Erwachsenenbildung handelt

Alle übrigen Anträge sind per Post an die Schaumburger Landschaft, Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg zu richten und müssen folgende Unterlagen enthalten:

- Ausgefülltes Antragsformular
- Projektbeschreibung (max. 6 Seiten)
- Aufstellung der förderfähigen Ausgaben gemäß Förderlinie B und Angabe der beantragten Fördersumme
- Entwürfe der unterschriftsreifen Verträge mit den Solo-Selbständigen
- Schriftliche Erklärung der Solo-Selbständigen zu pandemiebedingten Einschränkungen seit März 2020 (z.B. Wegfall von Einnahmen, Aussetzung von Proben, Absage von Gastspielen).

Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf mit dem Vorhaben noch nicht begonnen worden sein. Mit dem Förderantrag kann jedoch zugleich der vorzeitige Maßnahmebeginn formlos beantragt werden.

Download Antrag Förderlinie B                     Download Erklärung des Solo-Selbständigen

 

Förderlinie C - Innovative Projekte:

In der Förderlinie C werden Vorhaben von Solo-Selbständigen in der Kultur gefördert, die sich in innovativen Projekten künstlerisch mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen.

Was wird gefördert?

Gefördert werden können alle projektbezogenen Ausgaben von innovativen Vorhaben, die sich inhaltlich mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen und künstlerisch auseinandersetzen und eine hohe künstlerische Qualität aufweisen.

Es können bis zu 90 % der zuwendungsfähigen Ausgaben als Fördersumme beantragt werden. Die Antragssumme darf nicht höher als 30.000 Euro sein.

Förderfähig sind ausschließlich Neuproduktionen. Mit dem beantragten Projekt sollen überwiegend die Aktivitäten von Solo-Selbständigen finanziert werden.

Gefördert werden Projekte in folgenden Bereichen:

- Produktionen der darstellenden Künste
- Musikprojekte
- Ausstellungen und Projekte in Museen, Kulturvereinen und vergleichbaren Einrichtungen
- Soziokulturelle Projekte
- Projekte der kulturellen Bildung 

 Antragsberechtigt sind …

- Einrichtungen mit einem regelmäßigen Kulturangebote mit Sitz in Niedersachsen
- Zusammenschlüsse von Kulturakteuren mit Sitz in Niedersachsen
- Juristische Personen des privaten Rechts oder natürliche Personen

Eine Förderung ist ausgeschlossen…

- bei Wiederaufnahmen und Wiederholungen von Projekten
- bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
- bei Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen
- bei laufenden und anderweitigen Personal- und Sachkosten, Folgekosten und Investitionen
- bei der Produktion und Aufführung von Film- und Zirkusvorführungen
- das ausschließliche Abspielen von Ton- bzw. Bild-/Tonträgern

Wie erfolgt die Antragsstellung?

Anträge mit einer beantragten Fördersumme bis 7.999 Euro sind per Post an die Schaumburger Landschaft, Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg zu richten.

Es gelten folgende Antragsfristen: 30. Oktober 2020 und 1. Februar 2021

Die Anträge müssen folgende Unterlagen enthalten:

- ausgefülltes Antragsformular
- Projektbeschreibung (max. 6 Seiten)
- Kosten- und Finanzierungsplan

Zum Zeitpunkt der Antragstellung darf mit dem Vorhaben noch nicht begonnen worden sein. Mit dem Förderantrag kann jedoch zugleich der vorzeitige Maßnahmebeginn formlos beantragt werden.

Anträge mit einer beantragten Fördersumme ab 8.000 Euro bis 30.000 Euro sind per Post direkt an das Land zu richten: Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Referat 33, Leibnizufer 9, 30169 Hannover. Antragsstichtage beim MWK sind der 31.10.2020 und der 15.12.2020. Zur Fristwahrung gilt das Datum des Poststempels.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie auf der Website des MWK: https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/ausschreibungen_programme_forderungen/corona-sonderprogramm-fur-solo-selbststandige-und-kultureinrichtungen-192816.html

Download Antrag Förderlinie C                     Download Erklärung des Solo-Selbständigen

 

Förderlinie D - Solo-Selbständige im nichtöffentlichen Bereich:

In dieser Förderlinie können auch Solo-Selbständige gefördert werden, die wiederholt bei Veranstaltungen im nichtöffentlichen Bereich kulturell aktiv werden (2.2.2. Förderkriterien). Die Förderhöchstsumme beträgt 30.000 Euro.

Was wird gefördert?

In Ausnahmefällen können Solo-Selbständige, die im nichtöffentlichen Bereich (z.B. als Hochzeitsmusiker) aktiv sind, einen Antrag auf Förderung stellen, wenn sie darlegen können, dass ihre kulturelle Aktivität ohne öffentliche Förderung nicht stattfinden kann.

Antragsberechtigt sind…

Einzelne Solo-Selbständige, wenn sie ihren Sitz in Niedersachsen haben und darlegen, dass ihre kulturellen Aktivitäten in Niedersachsen erfolgen.

Eine Förderung ist ausgeschlossen …

- bei Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
- bei Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen
- bei der Produktion und Aufführung von Film- und Zirkusvorführungen
- bei dem ausschließlichen Abspielen von Ton- bzw. Bild-/Tonträgern

Wie erfolgt die Antragsstellung?

Die Anträge werden ausschließlich an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Referat 33, Leibnizufer 9, 30169 Hannover, gestellt. Das ausgefüllte Antragsformular muss dem MWK ausgedruckt, unterzeichnet und mit allen notwendigen Anlagen per Post gesendet werden. Antragsstichtage beim MWK sind der 31.10.2020 und der 15.12.2020. Zur Fristwahrung gilt das Datum des Poststempels. Zur Fristwahrung gilt das Datum des Poststempels. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website des MWK. https://www.mwk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/ausschreibungen_programme_forderungen/corona-sonderprogramm-fur-solo-selbststandige-und-kultureinrichtungen-192816.html

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen 2020 - Schaumburger Landschaft vergibt Fördermittel auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs

Im Jahr 2020 fördern das Land Niedersachsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen erneut Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro.  

Anträge mit Fördersummen von 1.000 Euro bis 25.000 Euro sind beim jeweils zuständigen Landschaftsverband zu stellen, Anträge mit Fördersummen über 25.000 Euro (bis zu 200.000 Euro) direkt beim MWK (Antragsstichtag: 15.09.2020) im Online-Antragsverfahren. Auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs in den Grenzen von 1640 vergibt die Schaumburger Landschaft die Förderungen zwischen 1.000 Euro und 25.000 Euro. Für Investitionsprojekte der kleinen Kultureinrichtungen in der Region stehen insgesamt etwa 25.000 Euro zur Verfügung. 

Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen. Gefördert werden: 

-         bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen
-         digitale Infrastruktur
-         Veranstaltungstechnik
-         Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs
-         Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Qualität
-         Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität 

Nicht gefördert werden Personalkosten, laufende Sachkosten, der Erwerb von Immobilien und Grundstücken und Neubauten, in der Regel auch nicht bauliche Maßnahmen an oder in Gebäuden im Besitz des Landes, des Bundes oder einer Kommune. Die Förderquote für eine Maßnahme kann jeweils bis zu 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten betragen.  

Antragsberechtigt sind rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts, z. B. eingetragene Vereine, GbR, gGmbH, GmbH, Stiftungen oder Genossenschaften. Die Antragsteller müssen Träger einer Einrichtung mit eindeutig kultureller Ausrichtung sein bzw. einer solchen angehören (z. B. Heimatvereine, nichtstaatliche Museen, soziokulturelle Einrichtungen, Kunstvereine, Kunstschulen, Musikschulen, Musikzentren, Freilichtbühnen, Amateur- oder Freie professionelle Theater). 

Voraussetzung für eine Förderung durch die Schaumburger Landschaft ist ein schriftlicher Antrag mit genauer Projektbeschreibung und detailliertem Kosten- und Finanzierungsplan. 

Für die kleinen Kultureinrichtungen, die eine Förderung zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei der Schaumburger Landschaft beantragen wollen, gibt es zwei Antragsstichtage: Die Anträge sind bis zum 01.10.2020 (1. Vergaberunde) oder bis zum 15.01.2021 (2. Vergaberunde) an die Schaumburger Landschaft zu richten.

Download Vergabekriterien
Download Antragsformular
Download Kosten-/Finanzierungsplan

Neuerscheinungen: „Entscheidungsjahre in Schaumburg“ und „‘1968‘ – gesellschaftliche Nachwirkungen auf dem Lande“


Entscheidungsjahre in Schaumburg

Im Jahr 2018 standen auf der Erinnerungsagenda neben 1968 vor allem die Jahre 1618, 1848, 1918 und 1938, dazu das Jahr 1868, in dem die erste Verfassung Schaumburg-Lippes erlassen wurde. Mehrere dieser wichtigen Erinnerungsjahre hängen inhaltlich auch zusammen, da sie Meilensteine in der Entwicklung zur Demokratie darstellen. Dieser Band vereinigt die Vorträge von Stefan Brüdermann (1648), Nicolas Rügge (1848), Jörn Ipsen (1868), Karl H. Schneider (1918) und Frank Werner (1938) aus der 2018 veranstalteten Vortragsreihe. Alle Beiträge sind mit sparsamen Anmerkungen und Literaturhinweisen zum Nachlesen versehen. 

Stefan Brüdermann (Bückeburg) behandelt den 1618 begonnenen 30-jährigen Krieg, in dem Schaumburg verwüstet wird und verarmt, zum Schauplatz der Schlacht bei Hess. Oldendorf wird und an dessen Ende infolge des Aussterbens der Grafendynastie Holstein-Schaumburg das Land geteilt wird. Nicolas Rügge (Hannover) schildert die Ereignisse des Revolutionsjahres 1848, in dem bemerkenswerte Initiativen in Schaumburg-Lippe versandeten, weil in der Kleinstmonarchie der Parlamentarismus nicht in Gang kam, während der hessische Anteil der alten Grafschaft in die turbulente Entwicklung in Hessen-Kassel hineingezogen wurde. Jörn Ipsen (Osnabrück) befasst sich mit den Eigenheiten der ersten parlamentarischen Verfassung Schaumburg-Lippes aus dem Jahr 1868 und ihrer Vorgeschichte. Karl H. Schneider (Obernkirchen) betrachtet Schaumburg-Lippes Weg in die Revolution von 1918 mit der Abdankung des Fürsten im Kontext der Revolution in Deutschland. Frank Werner (Hamburg/Hess. Oldendorf) untersucht die Schaumburger Vorgänge während des Judenpogroms im November 1938.





Entscheidungsjahre in Schaumburg. Vom Dreißigjährigen Krieg bis zum Novemberpogrom. Herausgegeben von Stefan Brüdermann. Reihe: Kulturlandschaft Schaumburg Bd. 25, Wallstein Verlag, 128 S., 18 Abb., geb., 12,5 x 21 cm, ISBN 978-3-8353-3741-1, € 16,00. Bezug über den Buchhandel.

 

"1968" - Gesellschaftliche Nachwirkungen auf dem Lande

2018 jährten sich die Ereignisse des signifikanten Jahres „1968“ zum 50. Mal. „1968“ steht nicht nur für eine politische Bewegung, die vor allem im Protest gegen den Vietnamkrieg in Westeuropa und den USA ihr einigendes Motiv fand. Zudem fand ein Aufbruch in Alltagskultur und Lebensstil statt, der bereits Ende der 1950er Jahren einsetzte und mit Begriffen wie Partizipation und Mitbestimmung verbunden ist. Kennzeichnend ist, dass sowohl in der historischen Forschung wie in der öffentlichen Debatte ‚1968‘ lange Zeit als urbanes Phänomen untersucht und wahrgenommen wurde. Die gesellschaftlichen Auswirkungen im ländlich-kleinstädtischen Raum spielten allerdings kaum eine Rolle. Wie jedoch sahen die wechselseitigen Wahrnehmungen und Einflüsse von ländlichen und urbanen sozialen Bewegungen aus? Wie prägten die soziokulturellen Aufbrüche traditionelle Institutionen wie etwa Kirchen und Heimatvereine? Welche Rolle spielte die junge Generation dabei?

Die Beiträge der Historikerinnen und Historiker beleuchten den Struktur- und Kulturwandel auf dem Lande (Gunter Mahlerwein, Detlef Siegfried), die Rolle der kirchlichen Jugend- und Bildungsarbeit (Claudia Lepp, Hans Otte) und den Umgang der niedersächsischen Heimatbewegung mit den neuen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen (Dietmar von Reeken). Lisa Tanten untersucht die Schülerbewegung im Schaumburger Land am Beispiel des Ratsgymnasiums in Stadthagen. Julia Paulus beschäftigt sich mit der Präsenz der Frauenbewegung auf dem Land und Birgit Metzger mit den Chancen und Problemen der Umweltbewegung u.a. am Beispiel des Protests gegen die Giftmülldeponie in Münchehagen. In dem Themenbereich Arbeit und Freizeit geht es um die Lehrlingsbewegung und Gewerkschaftsjugend auf dem Land (Knud Andresen). David Templin untersucht die Entstehung der westdeutschen Jugendzentrumsbewegung, und Jonathan Voges nimmt das Heimwerken als (männliche) Freizeitbeschäftigung in Regionen wie Schaumburg ab den 1960er Jahren in den Blick. Ferner werden alternative Lebensformen in West- und Ostdeutschland seit den frühen 1970er Jahren beachtet: Lu Seegers untersucht mit Hilfe von Zeitzeugeninterviews in ihrem Beitrag zwei alternative Wohnprojekte im Schaumburger Land, Daniela Münkel analysiert erstmals die Proteste in ländlichen Regionen der DDR im Zuge des „Prager Frühlings“, und Rebecca Menzel vergleicht alternative Lebensmodelle in Ost und West.

‚1968‘ Gesellschaftliche Nachwirkungen auf dem Lande. Herausgegeben von Lu Seegers. Reihe: Kulturlandschaft Schaumburg Bd. 23, Wallstein Verlag, 341 S., 16 Abb., geb., Schutzumschlag 15,5 x 23 cm, ISBN 978-3-8353-3457-1, € 22,00. Bezug über den Buchhandel.

Tag des offenen Denkmals kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Schaumburger Landschaft den Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr in der Teilregion Schaumburger Wald stattfinden sollte, leider nicht durchführen. Hintergrund ist der Beschluss der Bundesregierung, nach dem Großveranstaltungen derzeit bis zum 31. Oktober 2020 untersagt sind. Der Tag des offenen Denkmals kann als Veranstaltung, bei der mehrere tausend Menschen die Denkmale besuchen, deshalb nicht stattfinden. Die Gesundheit sowohl der Eigentümerinnen und Eigentümer, der Akteurinnen und Akteure der Denkmale als auch der Besucher stehen an erster Stelle.

Der Tag des offenen Denkmals im Schaumburger Wald ist damit aber nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Die Veranstaltung wird am 12. September 2021 in der Teilregion Schaumburger Wald stattfinden. Hier eine kleine bildliche Auswahl von Denkmalen, die Sie voraussichtlich am 12. September 2021 besichtigen können. 

  • altes pfarrhaus wiedensahl

Offene Ateliers 2020 auf 2021 verschoben

Leider müssen wir die Veranstaltung, die für den 16. und 17. Mai 2020 geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Die Offenen Ateliers werden jedoch voraussichtlich am 8. und 9. Mai 2021 stattfinden können. 

Neues Video von Timo Vollbrecht: "Schaumburg"

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schaumburger Landschaft im Jahr 2017 hatte der aus Stadthagen stammende Saxofonist Timo Vollbrecht das Musikstück „Schaumburg“ als eine Hommage an seine Heimat komponiert und während des Festakts im Stift Obernkirchen uraufgeführt. Das Stück bezieht sich zum einen auf die Empfindung von Heimweh. Zum anderen bringt es Gefühle von Erleichterung, Geborgenheit und Verbundenheit des Musikers zum Ausdruck, wenn er nach langen Konzertreisen Schaumburg besucht. Inzwischen hat Vollbrecht das Stück mit seinem Ensemble Fly Magic in einem New Yorker Tonstudio aufgenommen. Es wurde von dem Plattenlabel Berthold Records auf Vollbrechts Album „Faces in Places“ veröffentlicht und erhält medial beachtliche Aufmerksamkeit. Eine Videoproduktion, die das Werk „Schaumburg“ und das darin thematisierte Konzept von Heimat durch visuelle Komponenten neu erlebbar machen und der Musik zu höherer Bekanntheit verhelfen sollte, schloss sich an. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher und New Media Artist Michael Gugger und steht als Kunstwerk für sich allein, indem es Realfilm mit Computeranimation verbindet. Speziell hierfür aufgenommenes Filmmaterial wurde unter Verwendung der „Volumetric Filmmaking“-Technik durch visuelle Effekte verfremdet.

Hier geht es zum Video: https://youtu.be/_UtB8ni2U8M 

Schaumburger Landschaft richtet plattdeutschen Bandcontest "Plattsounds" aus

10 Jahre Plattsounds: Plattdeutsch-Bandcontest feiert Jubiläum

Eine Dekade mit plattdeutschem Rock, Pop, Hip Hop, Punk und Reggae – Bands und Solokünstler können sich jetzt für das Festival 2020 bewerben

Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal findet am 21. November 2020 der plattdeutsche Bandcontest Plattsounds statt, für den sich Bands und Einzelmusiker ab jetzt bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Genres wie Rock, Pop, Hip Hop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder Singer/Songwriter in der beliebten Sprache Platt performen wollen. Beim Finale im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen treten zehn Finalisten auf und zeigen, wie gut Plattdeutsch und moderne Musik zusammenpassen.  

„Wir freuen uns sehr, dass das Jubiläum von Plattsounds in Schaumburg stattfindet“, sagt Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, die in diesem Jahr den Band Contest veranstaltet. „Das Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen ist für das Finale am 21. November die ideale Location. Das wird ein ganz besonderer Abend.“ Die letzten Jahre haben gezeigt, wie fantastisch angesagte Musik und die coolste Sprache des Nordens zusammen ­passen. „Wir hoffen deshalb auch auf viele Bewerbungen aus unserer Region“, betont Seegers. 

„Der Plattsounds Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, sagt Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft. „Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen – zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene und zeigt, wie beliebt Plattdeutsch bei Jugendlichen ist.“ 

Von Aurich bis Wolfenbüttel, von Celle bis Vechta – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen gar kein Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen. „Auf Plattdeutsch zu singen ist einfach genial – wir werden den Song in Zukunft wohl weiterhin auf Platt performen!“, sagen die Punk-Rocker von Captain Karacho aus Hannover. Selbst die Jüngsten sind begeistert vom Contest – und streben eine Wiederholung an: „Die anderen Bands und die Stimmung waren wirklich toll, wir würden uns also freuen, wieder dabei zu sein!“, sagt die 15-jährige Julia Giampietro, die 2019 mit ihrer Schwester Gina auf den dritten Platz kam.  

Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können. Das Plattsounds-Team fertigt, wenn gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch bei der Aussprache. Bis zum 30. September können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben. Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann jedoch nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum Alte Polizei mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.  

Zusätzlich zu der einen oder anderen Geburtstagsüberraschung am Final-Abend gibt es eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Erstmals gibt es einen Botschafter für Plattsounds. Der bekannte Musiker, Entertainer und Platt-Schnacker Yared Dibaba wird den Bandcontest medial unterstützen und begleiten. Bereits im ersten Plattsounds-Jahr 2011 war er als Juror dabei.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.

 




 

Im Plattsounds-Jubiläums-Jahr 2020 hat der Entertainer, Musiker und Platt-Schnacker Yared Dibaba die neue Rolle als Botschafter übernommen. Er unterstützt den plattdeutschen Bandcontest auf Social Media und erzählt hin und wieder, was bei uns grad so los ist. Wir freuen uns sehr: Willkommen an Bord!


Ansprechpartner:
Schaumburger Landschaft
Frau Lu Seegers/Frau Nadine Langrzik
Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg
Telefon: 05722 9566-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Kontakt für Musiker:
Matthias Kahrs
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen:
http://www.plattsounds.de
facebook.com/plattsounds.bandcontest

 

Wilhelm-Busch-Preis für Isabel Kreitz

Isabel Kreitz bei Ausstellungseröffnung in Wiedensahl und Wilhelm-Busch-Preisverleihung in Stadthagen

Die Hamburger Comic-Autorin Isabel Kreitz wird mit dem diesjährigen Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnet. Zu diesem Anlass wird Isabel Kreitz am 25. November 2019 um 19:30 Uhr im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl eine Ausstellung ihrer Werke mit einem Gespräch zwischen ihr und dem Kunstdidaktiker und Comic-Experten, Prof. Dr. Dietrich Grünewald, eröffnen.

Zentrales Motiv dieser Sonderausstellung ist das Miteinander von Menschen. Dabei versteht Isabel Kreitz es, Schauplätze wie etwa eine Pommesbude oder das Leben von Jugendlichen auf St. Pauli in den 1940-er Jahren ebenso detailreich wie atmosphärisch dicht zu zeichnen. Die Ausstellung ist auch für Familien attraktiv, denn Isabel Kreitz adaptierte berühmte Kinderromane wie „Der 35. Mai“ von Erich Kästner als Bildgeschichten. Überhaupt zieht sich das Motiv der Jugendkultur wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Künstlerin. Besonders interessant dürften auch die Tuschezeichnungen, die Isabel Kreitz zu Gedichten von Wilhelm Busch erstellt hat, sein. Die Sonderausstellung wird im Wilhelm-Busch-Geburtshaus bis zum 5. April 2020 zu sehen sein.

Die feierliche Verleihung des Preises erfolgt am 26. November 2019 um 19:30 Uhr, passenderweise im Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen. Die Laudatio wird Ralf König halten, der im Jahr 2017 mit dem Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung wird von der NDR-Redakteurin Sabine Steuernagel moderiert, die ihr Honorar dankenswerterweise an den Förderverein Wilhelm-Busch-Gymnasium e.V. spendet. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Preisträger des Hans-Huckebein-Preises ausgezeichnet. Die Laudatio wird der Autor und Rezitator Frank Suchland halten, der ebenfalls auf ein Honorar verzichtet.

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Seine Zeichnungen und sein brillanter Sprachwitz sind bis heute ebenso beeindruckend wie inspirierend. Der 1997 ins Leben gerufene Wilhelm-Busch-Preis wird in dieser Form seit 2006 von den drei Stiftern, der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten, verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000 €.

Der Wilhelm-Busch-Preis soll im deutschsprachigen Raum Persönlichkeiten würdigen, die sich in ihrer Arbeit der künstlerischen Qualität und der Tradition Wilhelm Buschs verbunden und verpflichtet fühlen. Hierbei sind nicht nur deren Fähigkeiten als satirische Erzählerinnen und Erzähler gefragt, sondern vor allem auch eine ästhetisch-hochwertige Zeichenkunst.

Bisherige Preisträger waren Robert Gernhardt, F. W. Bernstein, Vicco von Bülow alias Loriot, Ernst Kahl, Franziska Becker, Hans Traxler und Ralf König. In diesen Kreis reiht sich nun Isabel Kreitz ein.

Isabel Kreitz zählt mit ihrem vielschichtigen Comicwerk zu den bekanntesten deutschsprachigen Comic-Autorinnen im In- und Ausland. Das spiegeln auch die zahlreichen Auszeichnungen wieder, die sie bisher erhalten hat, wie 1997 den Deutschen Comicpreis (Comic-Festival Hamburg), 2008 und 2012 den Max-und-Moritz-Preis sowie 2008 und 2011 den Sondermann-Preis. 1995 veröffentlichte Isabel Kreitz bei Carlsen das Album „Ohne Peilung“, das Jugendliche mit der NS-Zeit in Hamburg konfrontiert, ein Thema, das sie bis heute beschäftigt. Ihren Durchbruch erzielte Isabel Kreitz 1996 mit ihrer Bildgeschichte zu Uwe Timms Roman „Die Entdeckung der Currywurst“. Stilbildend sind ihre Graphic Novels zu den Kinderromanen von Erich Kästner geworden.

Brisante, kritische Themen der Vergangenheit wie der Gegenwart weiß Isabel Kreitz in spannend erzählten Geschichten aufzugreifen. Sie unterhalten nicht nur, sondern geben auch reflektierende Anstöße. Das zeigt sich etwa in ihrer Serie zu 60 Jahren deutscher Nachkriegsgeschichte, die 2009 erstmals in der Frankfurter Rundschau publiziert wurde. Selbstredend stellt Wilhelm Busch eine Quelle der Inspiration für Isabel Kreitz dar. So hat die Comic-Autorin in dem Band „Die Käthe hat den Fritz geküsst“ (2008) eine Gedichtsammlung als Hommage an Wilhelm Busch mit wunderbar skurrilen Alltagsszenen illustriert.

Tag des offenen Denkmals in Obernkirchen, Eilsen und im Auetal am 8. September 2019

Gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, den Gemeinden und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden luden wir Sie ins Auetal, nach Eilsen und Obernkirchen ein. Anlass war der europaweit durchgeführte „Tag des offenen Denkmals“ in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Damit sollte aufgezeigt werden, dass technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Fortschritt stets auch innovative Konstruktionen und neue Bautypologien nach sich gezogen haben. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute.

Stift Obernkirchen

Private Eigentümer, Denkmalpfleger, ehrenamtliche Helfer und engagierte Vereine, die sich der Erhaltung historischer Bauten und Stätten widmen, leisten alle einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffneten ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind oder trugen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen. An rd. 30 beteiligten Denkmalen konnten Sie auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen. Sie konnten nicht nur die Denkmale selbst erleben, sondern auch ein buntes Begleitprogramm mit Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführung alter Handwerkstechniken bis hin zu Kulinarischem. 

Download Prospekt

Die Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft feiert Jubiläum

10 Jahre Kommunalarchäologie: Anlässlich dieses Jubiläums richtete die Schaumburger Landschaft am 4. Juli 2019 im Stift Obernkirchen eine Festveranstaltung aus. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Politik, Denkmalpflege, Forschung und Ehrenamt. Die Grußworte sprachen Dr. Klaus-Henning Lemme (Vorsitzender der Schaumburger Landschaft), Detlev Kohlmeier (Landrat des Landkreises Nienburg/Weser), Fritz Klebe (Baudezernent des Landkreises Schaumburg) und Dr. Henning Hassmann (Landesarchäologe für Niedersachsen/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege). Die Redner würdigten die herausragende und wichtige Arbeit von Dr. Jens Berthold, der in den vergangenen 10 Jahren die Kommunalarchäologie für die Landkreise Schaumburg und Nienburg sowie die Städte Nienburg, Stadthagen, Bückeburg und Hameln  aufgebaut hat. Den Repräsentanten der Kreise und Städte wurde eine fast 500-seitige Fundchronik der Jahre 2009-2018 überreicht.
Während Dr. Berthold, der seit dem 1. Juni eine neue Stelle als Außenstellenleiter in Overath für den Landschaftsverband Rheinland wahrnimmt, verabschiedet wurde, konnte sein Nachfolger, der neue Kommunalarchäologe Dr. Daniel Lau, den Gästen vorgestellt werden.


Dr. Berthold präsentierte in einem 45-minütigen Vortrag die archäologischen Highlights aus dem Arbeitsgebiet der Kommunalarchäologie: „50.000 Jahre Archäologie in einem Jahrzehnt“. Nachzulesen sind einige dieser Stationen seines archäologischen Schaffens auch in der neuen Broschüre der Schriften der Kommunalarchäologie Schaumburger Land: „Stadt, Land, Fluss. Zehn Jahre Kommunalarchäologie“. Das 40-seitige Heft bildet den Rahmen für eine gleichnamige Wanderausstellung, die aus elf Roll-Up-Aufstellern besteht und von den Gästen im Anschluss an die Grußworte und den Vortrag im Kreuzgang des Stifts eingehend betrachtet werden konnte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten drei archäologische Vorträge zu aktuellen Projekten aus der Kommunalarchäologie die vielfältigen Kooperationen und die zeitliche Tiefe der Forschung auf. Der Vortrag von Dr. Henning Hassmann und Tobias Scholz M.A. (Georg-August-Universität Göttingen) widmete sich den jungsteinzeitlichen Erdwerken von Müsleringen und Wellie. Letzteres wurde erst 2018 entdeckt und steht aktuell im Fokus der steinzeitlichen Erdwerksforschung in der Region. Dr. Immo Heske (Georg-August-Universität Göttingen) sprach über „Menschenknochen und Bronzen aus dem Kies“, ein aktuelles Forschungsprojekt, das in enger Abstimmung mit der Kommunalarchäologie realisiert wird und sich der Frage widmet, ob es sich um Kultdeponierungen oder um Einzelfunde handelt. Über „Neues und Altes zur Heisterburg bei Rodenberg“ wusste Dr. Markus C. Blaich (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur Hildesheim/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) zu berichten. Er stellte die jüngsten Untersuchungen an der Burganlage vor, deren Funde sich in das ausgehende Frühmittelalter datieren lassen.

Als besonderes akustisches Erlebnis präsentierte Joachim Schween M.A. (Hameln) den Gästen die Bedeutung und die Klangwelten der bronzezeitlichen Lure, einem vorgeschichtlichen Blechblasinstrument, an einer Replik aus Garlstedt.

„Die Situation der Archive in Niedersachsen verbessern“

Die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen überreichen der Präsidentin des Niedersächsischen Landtages Denkschrift

Die Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) hat dem Niedersächsischen Landtag eine von ihr erarbeitete Denkschrift über „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ überreicht. Die Übergabe der Denkschrift an die Präsidentin des Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta, erfolgte am Donnerstag, dem 6. Juni 2019, für ALLviN durch den ALLviN-Vorsitzenden Landrat Michael Roesberg (Stade) sowie durch PD Dr. Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, und Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Stade.
Die niedersächsische Archivlandschaft ist vielgestaltig: Sieben Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs (NLA), das Archiv des Niedersächsischen Landtages, kommunale Kreis-, Stadt- und Gemeindearchive, Archive der Kirchen und von Unternehmen, Archive einiger Ritterschaften und Landschaften sowie viele private Adels- und Gutsarchive sind in Niedersachsen vorhanden. Diese Archive sind sowohl unverzichtbare Informationsquellen für die Erforschung historischer Prozesse und individueller Schicksale in der Vergangenheit, als auch Grundlagen für die Klärung wichtiger rechtlicher Fragen in der Gegenwart – auch für die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen und von Verwaltungshandeln. Archive sind historische Wissensspeicher, in denen sich Bürgerinnen und Bürger auf der Grundlage von authentischen Dokumenten über gewachsene Zusammenhänge informieren können. So können sie auf einer verlässlichen Faktengrundlage auch an der demokratischen Meinungsbildung teilnehmen.
Aktuelle Herausforderungen für die Archive in Niedersachsen sind die Erhaltung der immer umfangreicher werdenden Archivbestände, die kontinuierliche Bildung neuer Archivüberlieferungen und die Notwendigkeit zur Sicherung, Integration, Instandhaltung und Nutzbarmachung des rasant wachsenden neuen digitalen Archivgutes. Die Archivlandschaft in Niedersachsen, so ALLviN, ist für die Bewältigung dieser Aufgaben aktuell eher schlecht aufgestellt. Viele Archive im kommunalen Bereich sind personell und finanziell unzureichend ausgestattet, zudem gibt es in Niedersachsen kaum Archivverbünde, d. h. Zusammenschlüsse zum Beispiel zur gemeinsamen Trägerschaft eines Archivs.
Vor diesem Hintergrund setzt sich ALLviN für eine Novellierung des Niedersächsischen Archivgesetzes ein, das explizit für alle öffentlichen Archive in Niedersachsen Geltung hat. Darüber hinaus plädieren die Landschaften und Landschaftsverbände für den vollumfänglichen Erhalt der sieben NLA-Standorte in Aurich, Bückeburg, Hannover, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Wolfenbüttel und für deren Stärkung als Stätten historischer Forschung und Bildungsarbeit. Die große Bedeutung der einzelnen Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs für die jeweilige regionale Geschichte sollte nach Auffassung von ALLviN auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass diese Standorte künftig wieder den traditionellen Namen „Staatsarchiv“ führen.
Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen alle Archive in Niedersachsen stehen, hält ALLviN den Aufbau einer effektiven landesweiten Archivberatung im Flächenland Niedersachsen für dringend geboten, zum Beispiel nach Vorbildern in Nordrhein-Westfalen und in Hessen. Eine solche Archivberatung könnte, so ALLviN, durch eine personelle Aufstockung bei den sieben Standorten des NLA oder auch in Kooperation mit den Landschaften und Landschaftsverbänden eingerichtet werden. Zu den Aufgaben der Archivberatung sollten die Hilfe und finanzielle Förderung bei der Einrichtung von Archiven, die fachliche Unterstützung bei der Übernahme und Erschließung von neuem Archivmaterial, die Beratung in Fragen der Restaurierung und Digitalisierung von Archivgut und auch die Aus- und Weiterbildung von Archivpersonal gehören.
Der Stader Landrat Michael Roesberg als Vorsitzender von ALLviN: „Wir engagieren uns für regionale Staatsarchive und für die vielen anderen Archive in Niedersachsen, die auch in Zukunft für das historische Gewissen und für die Identität der Regionen, Landkreise und Kommunen wichtig sein werden“.
Die Denkschrift „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ kann auf der Website www.allvin.de/Dokumente eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

Übergabe der Denkschrift im Büro der Landtagspräsidentin (v. l. n. r.): Dr. Hans-Eckhard Dannenberg (Landschaftsverband Stade), Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Landrat Michael Roesberg (Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen), PD Dr. Lu Seegers (Schaumburger Landschaft), Foto: Landtag Niedersachsen.

Download Denkschrift

Entwurfskollektion „NeubeTrachten“ ab jetzt als „Schaumburg Fashion“ erhältlich

Mit den Entwürfen des Projekts „NeubeTrachten“ hat die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule Hannover eine Kollektion entwickelt, die – inspiriert von der Schaumburger Tracht – alltagstauglich und funktional und zugleich schlicht und elegant ist. Die Kleidungsstücke sind aus nachhaltigen und regionalen Stoffen hergestellt, u.a. aus Leinenstoffen der Leinenfabrik Seegers in Steinhude. Flankiert wird die Kollektion von wunderbaren Accessoires, einem T-Shirt und Stulpen. Es gibt aber auch Regenschirme, Rucksäcke und Taschen, die schön und zugleich äußerst praktisch sind.

Die Outfits und Accessoires werden im Internet unter der Homepage „Neubetrachten.com“ präsentiert. Über die Homepage können Sie Kontakt zu Julia Eschment aufnehmen, die die Kollektion kreiert hat und die Stücke in ihrem Atelier Nähwerk in Braunschweig maßanfertigt. Maßanfertigung, das heißt auch, dass die Entwürfe auf individuellen Wunsch noch weiterentwickelt oder Details verändert werden können. Die Schaumburg Fashion wird also im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Trägerinnen und Träger „zugeschnitten“.

Ausschreibung Tracht des Jahres 2020

Der Landestrachtenverband Niedersachsen (LTN) sucht die „Tracht des Jahres 2020“ und lädt alle Trachtengruppen und -vereine ein, sich zu bewerben. Teilnehmen können alle Trachten, die ihren Ursprung und ihre regionale Zugehörigkeit in Niedersachsen haben. Eine Mitgliedschaft der einreichenden Gruppe im Landestrachtenverband Niedersachsen ist keine Bedingung. Das einmalig verliehene Prädikat wird der Tracht, nicht aber der einreichenden Gruppe, auf Dauer verliehen.

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 30. Juni 2019. Das Auswahlverfahren zur „Tracht des Jahres 2020“ erfolgt durch ein Juryverfahren. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der niedersächsischen Landschaftsverbände und Vertretern des Landestrachtenverbandes Niedersachsen. Beim „Tag der Tracht 2019“ werden die Trachten auch der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Prädikat „Tracht des Jahres 2020“ wird im Verlauf der Bundesgeneralversammlung am 25. April 2020 in Cloppenburg verliehen. Die Auszeichnung nimmt der Schirmherr, Ministerpräsident Stephan Weil, vor.

Die Kriterien und Teilnahmebedingungen finden Sie hier: Download PDF

Im Jahr 2010 wurde die Östertentracht aus Schaumburg als „Tracht des Jahres 2010“ ausgezeichnet. Seither trägt die Östertentracht das Prädikat „Tracht des Jahres 2010“.

Datenbank für Musiker aller Stilrichtungen

Die Schaumburger Landschaft lädt alle aktiven Musiker im Schaumburger Land ein, sich in einer neuen, gemeinsamen Datenbank einzutragen.

Mit dem Namen ihres Ensembles oder ihrer Band, einem Ansprechpartner und der Stilrichtung ihrer Musik sowie den gewünschten Veranstaltungen können sich die Musiker öffentlich sichtbar und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Außerdem erleichtert die Datenbank die Vernetzung der Musiker untereinander.

Die Datenbank soll ganz unterschiedlichen Veranstaltern die Suche nach der geeigneten Formation, dem erwünschten Ensemble erleichtern. Sie planen eine Firmenfeier, die mit Livemusik untermalt werden soll? Hier werden Sie die passende Band dafür finden. Oder es naht ein runder Geburtstag, auf dem ein bestimmtes Musikstück nicht fehlen darf? Sie suchen den Kontakt zu den Musikern und sprechen sich ab. Auch eine Ausstellungseröffnung oder eine Lesung könnte von den Musikern aus dem Schaumburger Land umrahmt und bereichert werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Vorträge, Symposien, Kongresse, Kirchenkonzerte, Bandauftritte, Straßenfeste - überall ist Livemusik wunderbar. In der neuen Datenbank wird jeder fündig.

Informationen erhalten Interessierte bei der Schaumburger Landschaft, Tel. 05722 9566-0, info(at)schaumburgerlandschaft.de

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

  • altes pfarrhaus wiedensahl
  • kn_trachten_seegers_20180526 59 von 91