imageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimageimage

Aktuelles

Atelierstipendium „Freiräume“ in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HfbK) und Ausstellung ARMOUR der Stipendiatin Anna Mieves in der Wasserburg Sachsenhagen

Schaumburger „Freiräume“ künstlerisch entdecken.

Anna Mieves hat das Artist-in-Residence-Stipendium der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) angetreten.

In Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste in Hamburg (HFBK) hat die Schaumburger Landschaft zum zweiten Mal unter dem Titel „Freiräume“ ein Kunststipendium für fortgeschrittene Studierende und Absolventen der Hochschule ausgeschrieben. Mit dem zweimonatigen Artist-in-Residence-Stipendium soll einer jungen Künstlerin bzw. einem Künstler der Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, Schaumburgs Geschichte und Kultur näher kennenzulernen und die potentiellen „Freiräume“ des Schaumburger Lands künstlerisch zu verarbeiten. Grundlage dafür sind die interessanten räumlich-historischen Bezüge zwischen Schaumburg und Hamburg: Adolf I. von Schauenburg erhielt im Jahr 1110 das Lehen für die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Mit der Gründung der Neustadt im Jahr 1188 lockte Adolf III. zahlreiche Kaufleute in die Hansestadt. 

Von 15 eingegangenen Bewerbungen hat die Auswahlkommission der HFBK drei Künstlerinnen bzw. Künstler der Schaumburger Landschaft empfohlen. Die Arbeitsgruppe Kunst der Schaumburger Landschaft hat schließlich Anna Mieves als Stipendiatin ausgewählt. Anna Mieves hat den Master of Fine Art bei Raimund Bauer und Dr. Bettina Uppenkamp absolviert. Außerdem ist sie ausgebildete Holzbildhauerin. Anna Mieves hat ihre zum Teil preisgekrönten Werke bereits bei Ausstellungen u.a. in Hamburg, London, Reykyavik gezeigt. Die künstlerischen Arbeiten von Anna Mieves umfasst baukastenartige Installationen aus Materialien wie Holz, Porzellan und Kunststoffen sowie Videos, Szenografien und Performances. In ihren aktuellen Arbeiten geht es ihr um das Prozesshafte und das in Bewegung sein, wobei Abdrücke und Ausschnitte in unterschiedlichen Maßstäben von besonderer Bedeutung sind.

Von ihrem Aufenthalt im Schaumburger Land erhofft sich Anna Mieves einen Weg zu finden, in dem der Arbeitsprozess selbst zeigbar wird und in dem sich die Bewegung des Denkens im Material ausdrückt. Sie freut sich auf den „Freiraum“ im Schaumburger Land und auf den Kontakt mit den hiesigen Menschen und Kunstschaffenden. Anna Mieves befand sich von Mitte Juli bis Ende September in Lauenau. Sie wohnte über der Herbertusstube und arbeitete im Kesselhaus, wo sie ihr Atelier eingerichtet hatte.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigt die Stipendiatin vom 2. bis 24. November 2019  in einer Ausstellung in der Wasserburg Sachsenhagen. Die Vernissage wird am Sonntag, dem 27. Oktober, um 11 Uhr stattfinden.

Plattsounds - Jetzt abstimmen!

Wenn auf Plattdeutsch Raumschiffe, Wutbürger oder Papierherzen besungen werden, dann nähert sich das Finale von Plattsounds. Am 9. November kommen in Stade zehn Bands zusammen und hoffen, für das beste plattdeutsche Lied des Jahres prämiert zu werden. Zuvor können alle Platt-Sprecher und -Versteher aber auf www.plattsounds.de über ihren Favoriten abstimmen. Im Online-Voting sind sogar 14 Teilnehmer mit plattdeutschem Reggae, Pop, Rock, Rap, SingerSongwriter und Punk im Rennen um den Publikumpreis. Der Gewinner erhält 300 Euro.

Annie Heger moderiert das Plattsounds-Finale im Alten Schlachthof in Stade. Einlass ist um 18.30 Uhr, der Contest beginnt um 19 Uhr. Als Gastband treten „De Schkandolmokers“ mit plattdeutschem Punk auf. Der Bandcontest findet zum neunten Mal statt. Veranstalter ist der Landschaftsverband Stade e.V.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von sieben Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die das Projekt in der Gruppe „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.

Stimmen Sie jetzt ab, wer den Publikumspreis erhalten soll: https://www.plattsounds.de/voting/

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen 2019 - Schaumburger Landschaft vergibt Fördermittel auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs

Im Jahr 2019 fördern das Land Niedersachsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Von diesem Betrag werden 1,5 Millionen Euro über die Landschaften und Landschaftsverbände vergeben, 1 Million Euro vergibt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK). Anträge mit Fördersummen von 1.000 Euro bis 25.000 Euro sind beim jeweils zuständigen Landschaftsverband zu stellen, Anträge mit Fördersummen über 25.000 Euro (bis zu 200.000 Euro) direkt beim MWK (Antragsstichtag beim MWK: 30.09.2019) im Online-Antragsverfahren. Auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs in den Grenzen von 1640 vergibt die Schaumburger Landschaft die Förderungen zwischen 1.000 Euro und 25.000 Euro. Für Investitionsprojekte der kleinen Kultureinrichtungen in der Region stehen insgesamt etwa 25.000 Euro zur Verfügung.

Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen. Gefördert werden:

  • bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen
  • digitale Infrastruktur
  • Veranstaltungstechnik
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
  • Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Qualität
  • Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs 

Nicht gefördert werden Personalkosten, laufende Sachkosten, der Erwerb von Immobilien und Grundstücken und Neubauten, in der Regel auch nicht bauliche Maßnahmen an oder in Gebäuden im Besitz des Landes oder einer Kommune. Die Förderquote für eine Maßnahme kann jeweils bis zu 75 % der förderfähigen Gesamtkosten betragen. Einzelheiten sind in den Förderkriterien geregelt. 

Antragsberechtigt sind rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts, z. B. eingetragene Vereine, GbRs, gGmbHs oder Stiftungen. Die Antragsteller müssen Träger einer Einrichtung mit eindeutig kultureller Ausrichtung sein bzw. einer solchen angehören (z. B. Heimatvereine, nichtstaatliche Museen, soziokulturelle Einrichtungen, Kunstvereine, Kunstschulen, Musikschulen, Musikzentren, Freilichtbühnen, Amateur- oder Freie professionelle Theater). 

Voraussetzung für eine Förderung durch die Schaumburger Landschaft ist ein schriftlicher Antrag mit genauer Projektbeschreibung und detailliertem Kosten- und Finanzierungsplan.  

Für die kleinen Kultureinrichtungen, die eine Förderung zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei der Schaumburger Landschaft beantragen wollen, gibt es zwei Antragsstichtage: Die Anträge sind bis zum 15.10.2019 (1. Vergaberunde) oder bis zum 15.04.2020 (2. Vergaberunde) an die Schaumburger Landschaft, Schlossplatz 5, 31675 Bückeburg, zu richten.

Download Antragsformular Schaumburger Landschaft 
Download Vordruck Kosten-/Finanzierungsplan 
Download Förderkriterien 
Download Förderprogramm

Tag des offenen Denkmals in Obernkirchen, Eilsen und im Auetal am 8. September 2019

Gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, den Gemeinden und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden luden wir Sie ins Auetal, nach Eilsen und Obernkirchen ein. Anlass war der europaweit durchgeführte „Tag des offenen Denkmals“ in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Damit sollte aufgezeigt werden, dass technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Fortschritt stets auch innovative Konstruktionen und neue Bautypologien nach sich gezogen haben. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute.

Stift Obernkirchen

Private Eigentümer, Denkmalpfleger, ehrenamtliche Helfer und engagierte Vereine, die sich der Erhaltung historischer Bauten und Stätten widmen, leisten alle einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffneten ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind oder trugen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen. An rd. 30 beteiligten Denkmalen konnten Sie auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen. Sie konnten nicht nur die Denkmale selbst erleben, sondern auch ein buntes Begleitprogramm mit Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführung alter Handwerkstechniken bis hin zu Kulinarischem. 

Download Prospekt

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen

Kleine Kultureinrichtungen gewährleisten die Vielfalt des kulturellen Lebens in Niedersachsen. Als Orte der Begegnung leisten sie einen wichtigen Beitrag für den sozialen Zusammenhang unserer Gesellschaft. Darüber hinaus sind sie für die Regionalentwicklung in einem Flächenland wie Niedersachsen von besonderer Bedeutung, da Kultureinrichtungen wichtiger Bestandteil eines attraktiven Lebens- und Wohnumfelds sind. 

Das Niedersächsische Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen zielt darauf ab, notwendige Anschaffungen zu ermöglichen sowie die bauliche und technische Infrastruktur so weiterzuentwickeln, dass ein attraktives und zeitgemäßes Kulturangebot vorgehalten werden kann. Das Programm soll darüber hinaus zur Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und privater Initiativen im Kulturbereich beitragen. 

Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen oder nicht mehr als fünf eigenproduzierte Neuproduktionen im Kalenderjahr durchführen. 

Gefördert werden:
- bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen
- digitale Infrastruktur
- Veranstaltungstechnik
- Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität
- Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Qualität
- Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die im Rahmen der Ausschreibung beantragten Maßnahmen auch Bestandteil von Förderanträgen an weitere Zuwendungsgeber sein können. 

Um den vielfältigen Bedürfnissen der verschiedenen Kultureinrichtungen in den niedersächsischen Regionen gerecht zu werden, wird das Programm durch zwei Förderlinien strukturiert. 

In der Förderlinie 1 können Fördersummen von 1.000 bis 25.000 Euro beantragt werden. Die Anträge sind direkt bei den jeweiligen Landschaften und Landschaftsverbänden als Träger der regionalen Kulturförderung zu stellen. Hier erfolgt auch die Antragsberatung. Informationen zum Antragsstichtag und Auswahlverfahren sind bei der jeweils zuständigen Landschaft/beim jeweils zuständigen Landschaftsverband zu erfragen. 

In der Förderlinie 2 können Fördersummen über 25.000 bis zu 200.000 Euro beantragt werden. Die Anträge sind bis zum 30.09.2019 direkt beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) im Rahmen des Online-Antragsverfahrens zu stellen. 

Weitere Einzelheiten zum Antragsverfahren sind den Förderkriterien zu entnehmen. 

Download Förderkriterien     
Download Antragsformular Fördersumme bis 25.000 Euro
Download Antragsformular Fördersumme über 25.000 Euro
Download Rechtsgrundlagen       
Download Energieeffizienzverordnung

Die Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft feiert Jubiläum

10 Jahre Kommunalarchäologie: Anlässlich dieses Jubiläums richtete die Schaumburger Landschaft am 4. Juli 2019 im Stift Obernkirchen eine Festveranstaltung aus. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Politik, Denkmalpflege, Forschung und Ehrenamt. Die Grußworte sprachen Dr. Klaus-Henning Lemme (Vorsitzender der Schaumburger Landschaft), Detlev Kohlmeier (Landrat des Landkreises Nienburg/Weser), Fritz Klebe (Baudezernent des Landkreises Schaumburg) und Dr. Henning Hassmann (Landesarchäologe für Niedersachsen/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege). Die Redner würdigten die herausragende und wichtige Arbeit von Dr. Jens Berthold, der in den vergangenen 10 Jahren die Kommunalarchäologie für die Landkreise Schaumburg und Nienburg sowie die Städte Nienburg, Stadthagen, Bückeburg und Hameln  aufgebaut hat. Den Repräsentanten der Kreise und Städte wurde eine fast 500-seitige Fundchronik der Jahre 2009-2018 überreicht.
Während Dr. Berthold, der seit dem 1. Juni eine neue Stelle als Außenstellenleiter in Overath für den Landschaftsverband Rheinland wahrnimmt, verabschiedet wurde, konnte sein Nachfolger, der neue Kommunalarchäologe Dr. Daniel Lau, den Gästen vorgestellt werden.


Dr. Berthold präsentierte in einem 45-minütigen Vortrag die archäologischen Highlights aus dem Arbeitsgebiet der Kommunalarchäologie: „50.000 Jahre Archäologie in einem Jahrzehnt“. Nachzulesen sind einige dieser Stationen seines archäologischen Schaffens auch in der neuen Broschüre der Schriften der Kommunalarchäologie Schaumburger Land: „Stadt, Land, Fluss. Zehn Jahre Kommunalarchäologie“. Das 40-seitige Heft bildet den Rahmen für eine gleichnamige Wanderausstellung, die aus elf Roll-Up-Aufstellern besteht und von den Gästen im Anschluss an die Grußworte und den Vortrag im Kreuzgang des Stifts eingehend betrachtet werden konnte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten drei archäologische Vorträge zu aktuellen Projekten aus der Kommunalarchäologie die vielfältigen Kooperationen und die zeitliche Tiefe der Forschung auf. Der Vortrag von Dr. Henning Hassmann und Tobias Scholz M.A. (Georg-August-Universität Göttingen) widmete sich den jungsteinzeitlichen Erdwerken von Müsleringen und Wellie. Letzteres wurde erst 2018 entdeckt und steht aktuell im Fokus der steinzeitlichen Erdwerksforschung in der Region. Dr. Immo Heske (Georg-August-Universität Göttingen) sprach über „Menschenknochen und Bronzen aus dem Kies“, ein aktuelles Forschungsprojekt, das in enger Abstimmung mit der Kommunalarchäologie realisiert wird und sich der Frage widmet, ob es sich um Kultdeponierungen oder um Einzelfunde handelt. Über „Neues und Altes zur Heisterburg bei Rodenberg“ wusste Dr. Markus C. Blaich (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur Hildesheim/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) zu berichten. Er stellte die jüngsten Untersuchungen an der Burganlage vor, deren Funde sich in das ausgehende Frühmittelalter datieren lassen.

Als besonderes akustisches Erlebnis präsentierte Joachim Schween M.A. (Hameln) den Gästen die Bedeutung und die Klangwelten der bronzezeitlichen Lure, einem vorgeschichtlichen Blechblasinstrument, an einer Replik aus Garlstedt.

„Die Situation der Archive in Niedersachsen verbessern“

Die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen überreichen der Präsidentin des Niedersächsischen Landtages Denkschrift

Die Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) hat dem Niedersächsischen Landtag eine von ihr erarbeitete Denkschrift über „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ überreicht. Die Übergabe der Denkschrift an die Präsidentin des Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta, erfolgte am Donnerstag, dem 6. Juni 2019, für ALLviN durch den ALLviN-Vorsitzenden Landrat Michael Roesberg (Stade) sowie durch PD Dr. Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, und Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Stade.
Die niedersächsische Archivlandschaft ist vielgestaltig: Sieben Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs (NLA), das Archiv des Niedersächsischen Landtages, kommunale Kreis-, Stadt- und Gemeindearchive, Archive der Kirchen und von Unternehmen, Archive einiger Ritterschaften und Landschaften sowie viele private Adels- und Gutsarchive sind in Niedersachsen vorhanden. Diese Archive sind sowohl unverzichtbare Informationsquellen für die Erforschung historischer Prozesse und individueller Schicksale in der Vergangenheit, als auch Grundlagen für die Klärung wichtiger rechtlicher Fragen in der Gegenwart – auch für die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen und von Verwaltungshandeln. Archive sind historische Wissensspeicher, in denen sich Bürgerinnen und Bürger auf der Grundlage von authentischen Dokumenten über gewachsene Zusammenhänge informieren können. So können sie auf einer verlässlichen Faktengrundlage auch an der demokratischen Meinungsbildung teilnehmen.
Aktuelle Herausforderungen für die Archive in Niedersachsen sind die Erhaltung der immer umfangreicher werdenden Archivbestände, die kontinuierliche Bildung neuer Archivüberlieferungen und die Notwendigkeit zur Sicherung, Integration, Instandhaltung und Nutzbarmachung des rasant wachsenden neuen digitalen Archivgutes. Die Archivlandschaft in Niedersachsen, so ALLviN, ist für die Bewältigung dieser Aufgaben aktuell eher schlecht aufgestellt. Viele Archive im kommunalen Bereich sind personell und finanziell unzureichend ausgestattet, zudem gibt es in Niedersachsen kaum Archivverbünde, d. h. Zusammenschlüsse zum Beispiel zur gemeinsamen Trägerschaft eines Archivs.
Vor diesem Hintergrund setzt sich ALLviN für eine Novellierung des Niedersächsischen Archivgesetzes ein, das explizit für alle öffentlichen Archive in Niedersachsen Geltung hat. Darüber hinaus plädieren die Landschaften und Landschaftsverbände für den vollumfänglichen Erhalt der sieben NLA-Standorte in Aurich, Bückeburg, Hannover, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Wolfenbüttel und für deren Stärkung als Stätten historischer Forschung und Bildungsarbeit. Die große Bedeutung der einzelnen Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs für die jeweilige regionale Geschichte sollte nach Auffassung von ALLviN auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass diese Standorte künftig wieder den traditionellen Namen „Staatsarchiv“ führen.
Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen alle Archive in Niedersachsen stehen, hält ALLviN den Aufbau einer effektiven landesweiten Archivberatung im Flächenland Niedersachsen für dringend geboten, zum Beispiel nach Vorbildern in Nordrhein-Westfalen und in Hessen. Eine solche Archivberatung könnte, so ALLviN, durch eine personelle Aufstockung bei den sieben Standorten des NLA oder auch in Kooperation mit den Landschaften und Landschaftsverbänden eingerichtet werden. Zu den Aufgaben der Archivberatung sollten die Hilfe und finanzielle Förderung bei der Einrichtung von Archiven, die fachliche Unterstützung bei der Übernahme und Erschließung von neuem Archivmaterial, die Beratung in Fragen der Restaurierung und Digitalisierung von Archivgut und auch die Aus- und Weiterbildung von Archivpersonal gehören.
Der Stader Landrat Michael Roesberg als Vorsitzender von ALLviN: „Wir engagieren uns für regionale Staatsarchive und für die vielen anderen Archive in Niedersachsen, die auch in Zukunft für das historische Gewissen und für die Identität der Regionen, Landkreise und Kommunen wichtig sein werden“.
Die Denkschrift „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ kann auf der Website www.allvin.de/Dokumente eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

Übergabe der Denkschrift im Büro der Landtagspräsidentin (v. l. n. r.): Dr. Hans-Eckhard Dannenberg (Landschaftsverband Stade), Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Landrat Michael Roesberg (Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen), PD Dr. Lu Seegers (Schaumburger Landschaft), Foto: Landtag Niedersachsen.

Download Denkschrift

Entwurfskollektion „NeubeTrachten“ ab jetzt als „Schaumburg Fashion“ erhältlich

Mit den Entwürfen des Projekts „NeubeTrachten“ hat die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule Hannover eine Kollektion entwickelt, die – inspiriert von der Schaumburger Tracht – alltagstauglich und funktional und zugleich schlicht und elegant ist. Die Kleidungsstücke sind aus nachhaltigen und regionalen Stoffen hergestellt, u.a. aus Leinenstoffen der Leinenfabrik Seegers in Steinhude. Flankiert wird die Kollektion von wunderbaren Accessoires, einem T-Shirt und Stulpen. Es gibt aber auch Regenschirme, Rucksäcke und Taschen, die schön und zugleich äußerst praktisch sind.

Die Outfits und Accessoires werden im Internet unter der Homepage „Neubetrachten.com“ präsentiert. Über die Homepage können Sie Kontakt zu Julia Eschment aufnehmen, die die Kollektion kreiert hat und die Stücke in ihrem Atelier Nähwerk in Braunschweig maßanfertigt. Maßanfertigung, das heißt auch, dass die Entwürfe auf individuellen Wunsch noch weiterentwickelt oder Details verändert werden können. Die Schaumburg Fashion wird also im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Trägerinnen und Träger „zugeschnitten“.

Wilhelm-Busch-Preis für Isabel Kreitz

Isabel Kreitz wird mit dem Wilhelm-Busch-Preis 2019 für ihr
Werk geehrt

Die Hamburger Comic-Autorin Isabel Kreitz wird mit dem diesjährigen Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Zeichenkunst und Versdichtung ausgezeichnet. Der Wilhelm-Busch-Preis wird alle zwei Jahre von der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten verliehen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Seine Zeichnungen und sein brillanter Sprachwitz sind bis heute beeindruckend. Der Wilhelm-Busch-Preis würdigt im deutschsprachigen Raum Autorinnen und Autoren, die sich in ihrer Arbeit der künstlerischen Qualität und der Tradition Wilhelm Buschs verbunden und verpflichtet fühlen. Hierbei sind nicht nur deren Fähigkeiten als satirische Erzähler gefragt, sondern vor allem auch eine ästhetisch-hochwertige Zeichenkunst. Bisherige Preisträger waren Robert Gernhardt, F.W. Bernstein, Vicco von Bülow (Loriot), Ernst Kahl, Franziska Becker und Hans Traxler. 2017 hat Ralf König den Wilhelm-Busch-Preis erhalten.

Isabel Kreitz zählt mit ihrem vielschichtigen Comicwerk zu den bekanntesten deutschsprachigen Comic-Autorinnen im In- und Ausland. Das spiegeln auch die zahlreichen Auszeichnungen wieder, die sie bisher erhalten hat, wie 1997 den Deutschen Comicpreis (Comic-Festival Hamburg), 2008 und 2012 den Max-und-Moritz-Preis sowie 2008 und 2011 den Sondermann-Preis.

Isabel Kreitz wurde 1967 in Hamburg geboren und besuchte dort nach dem Abitur 1988 die Fachschule für Gestaltung. 1990 studierte sie an der Parson School in New York, wo sie den Professionalismus der amerikanischen Comic-Zeichner kennenlernte. Die Lust am Comiczeichnen verfestigte sie durch einen Comic-Kurs bei Gérald Gorridge in Erlangen (1991). Sie wirkte im Zeichnerteam der „Ottifanten“ mit und veröffentlichte einige Comic-Kurzgeschichten, z. B. „Fenstersturz“ im Magazin Strapazin 31/1993. Der Durchbruch gelang ihr 1993 mit der Teilnahme an der Gemeinschaftsausstellung Comopoly der INC (Hamburger Initiative Comic Kunst). Nahezu zeitgleich erschien ihre witzige und ironische Stripserie „Heiß + Fettig“, die vom Alltag an einer Hamburger Imbisstube erzählt, in der Bild-Zeitung und 1994 gesammelt als Album. 1994 schloss Isabel Kreitz ihr Studium an der Fachhochschule ab. In ihrer Diplomarbeit mit dem Titel „Schlechte Laune“ verschmelzen zeitgenössische Jugendkultur und Horrorelemente: Der junge S-Bahn-Surfer Ralf erleidet einen schweren Unfall und lebt von nun an als Freak in der Hamburger Kanalisation. Drei weitere Ralf-Alben (1995, 1997, 2003) sollten folgen.

1995 veröffentlichte Isabel Kreitz bei Carlsen das Album „Ohne Peilung“, das Jugendliche mit der NS-Zeit in Hamburg konfrontiert, ein Thema, das sie bis heute beschäftigt. Für die Landeszentrale für politische Bildung (Hamburg) zeichnete sie 1996 ein Comic-Heft, „Unter uns“, das bei aller Unterhaltung vor allem Denkanstöße und politische Mündigkeit forderte, ohne belehrend oder vorschreibend zu sein. Es geht um ein junges Mädchen, das ins Neonazimilieu gerät. Neben eigenen Geschichten widmet sich Isabel Kreitz auch der Adaption. Auf ihre Weise erzählte sie 1996 mit den narrativen und visuellen Möglichkeiten der Bildgeschichte in Uwe Timms Roman „Die Entdeckung der Currywurst“. Am bekanntesten sind ihre Adaptionen nach Romanen von Erich Kästner. 2006 erschien das erste Buch, „Der 35. Mai“. Haben ihre Zeichnungen bisher schon ausgewiesen, dass sie stilistisch vielseitig ist, den Cartoon-Strich beherrscht wie realistische und expressive Spielarten, so präsentiert sie die Kästner-Adaptionen als Hommage an Kästners großartigen Illustrator Walter Trier in Annäherung an dessen Zeichenstil.

Brisante, kritische Themen der Vergangenheit wie der Gegenwart weiß Isabel Kreitz in spannend erzählten Geschichten aufzugreifen. Sie unterhalten nicht nur, sondern geben auch reflektierende Anstöße, wie beim Zusammenspiel von Wirtschaftskriminalität und Terrorismus („Waffenhändler“, 1998). Die eher heitere Geschichte um einen Kartoffeln liebenden Koch transportiert das wichtige Thema Entwicklungshilfe („Die Leidenschaften des Herrn Lührs“, 2001, zusammen mit Laura Bartels für die Deutsche Welthungerhilfe). Informativ wie spannend ist ihr umfangreicher Bildroman „Die Sache mit Sorge“ (2008), dessen Protagonist zur Zeit des 2. Weltkrieges in Tokio für den sowjetischen Militärgeheimdienst spioniert. Die Nachkriegszeit, in der sich die Menschen bemühen, wieder in ein „normales“ Leben zu finden, ist Thema des Bildromans „Rohrkrepierer“ (nach Konrad Lorenz, 2015).

Der Leserschaft Informationen und Denkanstöße zu geben, ist ihr wichtig. Das zeigt sich auch in ihrer Serie zu 60 Jahren deutscher Nachkriegsgeschichte, die 2009 in der Frankfurter Rundschau erschien. Die erinnerten Ereignisse aus Politik, Gesellschaft und Kultur erscheinen 2011 gesammelt: „Deutschland. Ein Bilderbuch“.

Aber auch die Lust am Erzählen spannender, kruder, mysteriöser Geschichten prägt ihr vielschichtiges Werk, wie ihre mit Eckart Breitschuh und Stefan Dinter geschaffene sechsteilige Heftreihe „Mabuse“ (2000/2002) oder der historische Kriminalfall „Haarmann“ (zusammen mit Peer Meter, 2010) zeigen. Hier reiht sich die Herausgabe der Gruselcomicreihe „Die Unheimlichen“ ein, der sie mit „Den Nachfolgern im Nachtleben“ (nach Sarah Khan, 2018) auch selbst ein lesenswertes Beispiel beisteuert.

Auch wenn Isabel Kreitz sich bescheiden mehr als Handwerkerin denn als Künstlerin sieht –sie hat mit ihrem breit aufgestellten Werk eine künstlerische und narrative Qualität vorgelegt, die beispielhaft die „Neunte Kunst“ als kulturell bedeutsam und anderen Kunstformen gleichrangig ausweist. Die Bildgeschichte in kurzer wie auch in romanhaft langer Form als künstlerisches Werk, das Unterhaltung, Genuss und Denkimpuls vereint, war auch die überragende Leistung Wilhelm Buschs. Isabel Kreitz tritt – ganz in diesem Sinne – würdig in seine Nachfolge.

Bibliografie (Auswahl):

Serie Ralf (Schlechte Laune, 1994; Ralf lebt! 1995; Totenstill, 1997; Gier, 2003), Zwerchfell

Heiß + fettig, 1994, Achterbahn

Ohne Peilung, 1995, Carlsen

Unter uns, 1996, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Die Entdeckung der Currywurst, 1996, Carlsen (nach Uwe Timm)

Waffenhändler, 1998, Carlsen

Mabuse (6 Hefte, 2000 – 2002), Carlsen (zus. mit Eckart Breitschuh und Stefan Dinter)

Sushi entdecken, 2004, Carlsen (zusammen mit Junko Iwamoto)

Der 35. Mai (nach Erich Kästner), 2006, Dressler

Die Kunst Single! zu sein. 50 Tricks für SIE, die IHN todsicher vergraulen, 2006, Lappan (zusammen mit Pim Pauline Overgaard)

Die Sache mit Sorge. Stalins Spion in Tokio, 2008, Carlsen

Pünktchen und Anton (nach Erich Kästner), 2009, Dressler

Haarmann, 2010, Carlsen (zus. mit Peer Meter)

Deutschland. Ein Bilderbuch, 2011, DuMont

Rohrkrepierer, 2015, Carlsen (nach Konrad Lorenz)

Das doppelte Lottchen (nach Erich Kästner), 2016, Dressler

Den Nachfolgern im Nachtleben, 2018, Carlsen (nach Sarah Khan)

 

Mitglieder der Jury des Wilhelm-Busch-Preises

Prof. Hans-Georg Bögner, SK Stiftung Kultur/SK Stiftung Jugend und Medien der Sparkasse KölnBonn

Prof. Dr. em. Dietrich Grünewald, Kunstdidaktiker, Universität Koblenz-Landau

Martin Jurgeit, Comic-Fachjournalist, u. a. für „buchreport“, Dortmund

Dr. Gisela Vetter Liebenow, Dt. Museum für Karikatur und Zeichenkunst, Hannover

 

Ausschreibung Tracht des Jahres 2020

Der Landestrachtenverband Niedersachsen (LTN) sucht die „Tracht des Jahres 2020“ und lädt alle Trachtengruppen und -vereine ein, sich zu bewerben. Teilnehmen können alle Trachten, die ihren Ursprung und ihre regionale Zugehörigkeit in Niedersachsen haben. Eine Mitgliedschaft der einreichenden Gruppe im Landestrachtenverband Niedersachsen ist keine Bedingung. Das einmalig verliehene Prädikat wird der Tracht, nicht aber der einreichenden Gruppe, auf Dauer verliehen.

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 30. Juni 2019. Das Auswahlverfahren zur „Tracht des Jahres 2020“ erfolgt durch ein Juryverfahren. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der niedersächsischen Landschaftsverbände und Vertretern des Landestrachtenverbandes Niedersachsen. Beim „Tag der Tracht 2019“ werden die Trachten auch der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Prädikat „Tracht des Jahres 2020“ wird im Verlauf der Bundesgeneralversammlung am 25. April 2020 in Cloppenburg verliehen. Die Auszeichnung nimmt der Schirmherr, Ministerpräsident Stephan Weil, vor.

Die Kriterien und Teilnahmebedingungen finden Sie hier: Download PDF

Im Jahr 2010 wurde die Östertentracht aus Schaumburg als „Tracht des Jahres 2010“ ausgezeichnet. Seither trägt die Östertentracht das Prädikat „Tracht des Jahres 2010“.

Denkmalkindergärten

Das von der Schaumburger Landschaft initiierte und betreute Projekt „Denkmalpädagogik in Kindergärten und Grundschulen“ geht in die nächste Runde: noch bis Ende März können sich interessierte Kindergärten und Grundschulen zu einer Exkursion anmelden. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr das Schloss Baum, die Grabpyramide am Schloss Baum, das Lauenhäger Bauernhaus, das Stift Obernkirchen und der Kurpark Bad Nenndorf als Beispiel eines englischen Landschaftsgartens eines hessischen Kurfürsten. Neben diesen historischen Orten stehen interessierten Grundschulen zusätzlich Teile der Rintelner Altstadt für einen spannenden Ausflug in die Geschichte zur Verfügung.

Ziel dieser denkmalpädagogischen Aktionstage ist es, die Gedanken und Werte der Denkmalpflege bereits für die Jüngsten unter uns erlebbar zu machen und sie für ihre historische Umwelt, die Schaumburger Landschaft und Natur zu begeistern. Mit dem Einstieg in die kulturelle Bildung im Kindergarten- und Grundschulalter sollen erste positive Erinnerungen geschaffen werden, die junge Menschen prägen und sie künftig motivieren, sich für den Schutz und die Pflege ihres kulturellen Erbes zu engagieren. Jeder Aktionstag vor Ort  und am Denkmal bildet zu unterschiedlichen Themenbereichen von Archäologie, Kirchen und Schlössern bis hin zu landwirtschaftlichen Gebäuden, Gärten und Parks sowie Natur- und Landschaftspflege eine abgeschlossene Einheit. Neugier und Wissensdurst der Kindergarten- und Grundschulkinder bilden dafür die auslösenden Momente.

Dank einer ausgefeilten didaktischen Methode können Kindergarten- und Grundschulkinder erfahren, was ein Denkmal sein kann und welche Bedeutung es hat. Frühzeitig wird so auch ein Interesse an Heimatgeschichte und -verständnis geweckt – eine Voraussetzung, um kulturelles Erbe später zu pflegen.

 

Denkmalkindergärten

 

Aus den Kindern werden so kreative und innovationsfreudige Menschen, die die historisch gewachsene Umwelt und Natur als ihre Kulturlandschaft und als Bereicherung ihres Lebens erkennen, sie schützen und bewahren.

Vierte Auflage von „Schaumburger Land – eine kleine Landeskunde“ erschienen

Kurz vor dem zweiten Schulhalbjahr ist die beliebte „Schaumburger Landeskunde“ in der mittlerweile vierten Auflage im Westermann Verlag erschienen. Das von der Schaumburger Landschaft herausgegebene und in ihrer Publikationsreihe „Kulturlandschaft Schaumburg“ erschienene Buch wurde überarbeitet und aktualisiert. Das Buch wird kostenlos an die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen im Landkreis Schaumburg verteilt. Dies ist nur möglich, weil der Landkreis Schaumburg, die Klosterkammer Hannover, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Bürgerstiftung Schaumburg und die Kulturstiftung Schaumburg die Drucklegung des Buches großzügig gefördert haben. Die vielfältigen und spannenden Themen, die das Schaumburger Land zu bieten hat, laden die Schülerinnen und Schüler (aber auch Erwachsene) dazu ein, sich mit der Geschichte, der Landschaft und der Kultur ihrer Heimat zu beschäftigen. Denn zu wissen, wo man lebt und was die eigenen Wurzeln sind, ist wichtig zur Verortung in unserer globalisierten Welt.

 

 Landeskunde

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft der Schaumburger Landschaft, Band 8
ISBN 978-3-07-509703-8 | Paperback  l Fadenheftung l 24 x 17 cm l 288 Seiten l farb. Abbildungen. 14,80 €

Westermann Verlag

Erhältlich im Buchhandel und bei der Schaumburger Landschaft

Neuauflage der Publikation „Gärten im Weserbergland“ erschienen

2004 erstmals erschienen, erfreut sich das in der Zwischenzeit vergriffene Buch „Gärten im Weserbergland. Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“ von Petra Widmer immer noch großer Beliebtheit.

Da das Buch weiterhin stark nachgefragt wird und sich die dort beschriebenen Parks und Gärten in einem ständigen Wandel befinden, erscheint der Band nun in einer überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage. Herausgeber sind die Schaumburger Landschaft sowie der Landschaftsverband Südniedersachsen. Die Texte wurden von dem Landschaftsarchitekten Henning Dormann überarbeitet und aktualisiert. Die Fotos für die Kreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont wurden von Sigmund Graf Adelmann und Henning Dormann, die Fotos für den Kreis Holzminden vom Verleger des Bandes, Jörg Mitzkat, neu erstellt. Die Publikation wurde darüber hinaus gefördert von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten, der Braunschweigischen Stiftung und der Sparkasse Hameln-Weserbergland.

Gezeigt und beschrieben werden nicht weniger als 43 Parks und Gärten: vom Schloss Hagenburg bis zum Rittergut Westerbrak bei Bodenwerder, vom Park an der „Klus“ in Bückeburg bis zum Rittergut Voldagsen bei Coppenbrügge. Der Band beleuchtet die Geschichte der Gärten und ihrer Eigentümer, zeigt das heutige Erscheinungsbild und informiert über Öffnungszeiten.

ISBN 978-3-95954-053-7, Paperback, 96 Seiten, 19,80 €, Bezug über Buchhandel

 

Neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft: „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte auf der neu erschienenen CD dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD ist zum Preis von 9,90 € bei der Schaumburger Landschaft erhältlich.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

Datenbank für Musiker aller Stilrichtungen

Die Schaumburger Landschaft lädt alle aktiven Musiker im Schaumburger Land ein, sich in einer neuen, gemeinsamen Datenbank einzutragen.

Mit dem Namen ihres Ensembles oder ihrer Band, einem Ansprechpartner und der Stilrichtung ihrer Musik sowie den gewünschten Veranstaltungen können sich die Musiker öffentlich sichtbar und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Außerdem erleichtert die Datenbank die Vernetzung der Musiker untereinander.

Die Datenbank soll ganz unterschiedlichen Veranstaltern die Suche nach der geeigneten Formation, dem erwünschten Ensemble erleichtern. Sie planen eine Firmenfeier, die mit Livemusik untermalt werden soll? Hier werden Sie die passende Band dafür finden. Oder es naht ein runder Geburtstag, auf dem ein bestimmtes Musikstück nicht fehlen darf? Sie suchen den Kontakt zu den Musikern und sprechen sich ab. Auch eine Ausstellungseröffnung oder eine Lesung könnte von den Musikern aus dem Schaumburger Land umrahmt und bereichert werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Vorträge, Symposien, Kongresse, Kirchenkonzerte, Bandauftritte, Straßenfeste - überall ist Livemusik wunderbar. In der neuen Datenbank wird jeder fündig.

Informationen erhalten Interessierte bei der Schaumburger Landschaft, Tel. 05722 9566-0, info(at)schaumburgerlandschaft.de

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

  • kn_trachten_seegers_20180526 59 von 91

Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.