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Aktuelles

Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine

Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur Unterstützung von durch die Covid-19-Pandemie in Liquiditätsengpässe geratene Einrichtungen im Kulturbereich

 

Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistungen).

Antragsberechtigt sind gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. eingetragene Vereine, gGmbH, Stiftungen) mit Sitz in Niedersachsen, sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind, die überwiegend Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot vorhalten und in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind. 

Nicht antragsberechtigt sind Einrichtungen in Trägerschaft des Bundes, des Landes oder der Kommunen sowie Einrichtungen, die vom Land institutionell oder vertraglich gefördert werden.

Für eine Förderung wird vorausgesetzt, dass

• die jeweilige Einrichtung vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein darf und der Liquiditätsengpass ab März 2020 erfolgt sein muss und

• die Einnahmen der Einrichtung voraussichtlich nicht ausreichen, um unvermeidbare Zahlungsverpflichtungen in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten auszugleichen.

Eine Förderung ist ausgeschlossen, wenn

• es nur um eine allgemeine Unterstützung geht, ohne dass eine erkennbare Notsituation vorliegt,

• mit dem Zuschuss Personalkosten finanziert werden sollen,

• die beantragte Fördersumme eine Bagatellgrenze in Höhe von 1.500 Euro nicht überschreitet,

• damit Spendenausfälle oder Ausfälle bei weiteren institutionellen Finanzierungsbeiträgen kompensiert werden.

Die Billigkeitsleistung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt, jedoch maximal nur bis zur Höhe der die Notlage auslösenden Zahlungsverpflichtungen. Der beantragte Zuschuss ist aus der Summe der Einnahmen und der Summe der Ausgaben in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten einschließlich der ab März durch die Covid-19-Pandemie entstandenen Zahlungsverpflichtungen abzuleiten.

Anträge bis max. 8.000 Euro sind für das Gebiet des historischen Schaumburgs per Post an die Schaumburger Landschaft, Schlossplatz 5, 31675 Bückeburg, zu stellen, die die Förderung nach den Zuwendungsvoraussetzungen dieser Richtlinie in eigener Zuständigkeit durchführt. 

Anträge über 8.000 Euro sind per Post direkt beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (Stichwort: Corona-Sonderprogramm, Referat 32, Leibnizufer 9, 30169 Hannover) zu stellen.

Die Billigkeitsleistung kann nur einmal je Antragstellerin oder Antragsteller gewährt werden.

Ein Antragsstichtag ist nicht vorgesehen. Anträge können ab sofort und bis zum 15.07.2020, vorbehaltlich der Verfügbarkeit der Mittel, gestellt werden.

Die vollständige Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen zur Unterstützung von durch die Covid-19-Pandemie in Liquiditätsengpässe geratene Einrichtungen im Kulturbereich (Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine) sowie das Antragsformular und eine Ausfüllhilfe stehen zum Download bereit.

Download Richtlinie
Download Antragsformular
Download Ausfüllhilfe

Niedersächsisches Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen 2020 - Schaumburger Landschaft vergibt Fördermittel auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs

Im Jahr 2020 fördern das Land Niedersachsen (Ministerium für Wissenschaft und Kultur) und die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen erneut Investitionen in kleinen Kultureinrichtungen mit insgesamt 2,5 Millionen Euro.  

Anträge mit Fördersummen von 1.000 Euro bis 25.000 Euro sind beim jeweils zuständigen Landschaftsverband zu stellen, Anträge mit Fördersummen über 25.000 Euro (bis zu 200.000 Euro) direkt beim MWK (Antragsstichtag: 31.08.2020) im Online-Antragsverfahren. Auf dem Gebiet des historischen Schaumburgs in den Grenzen von 1640 vergibt die Schaumburger Landschaft die Förderungen zwischen 1.000 Euro und 25.000 Euro. Für Investitionsprojekte der kleinen Kultureinrichtungen in der Region stehen insgesamt etwa 25.000 Euro zur Verfügung. 

Das Programm richtet sich an kleine Kultureinrichtungen, die in der Regel über nicht mehr als drei Vollzeitstellen verfügen. Gefördert werden: 

-         bauliche Maßnahmen inklusive Erhaltungsmaßnahmen
-         digitale Infrastruktur
-         Veranstaltungstechnik
-         Anschaffungen zur Gewährleistung des Kulturbetriebs
-         Maßnahmen zur Verbesserung der inhaltlichen Qualität
-         Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität 

Nicht gefördert werden Personalkosten, laufende Sachkosten, der Erwerb von Immobilien und Grundstücken und Neubauten, in der Regel auch nicht bauliche Maßnahmen an oder in Gebäuden im Besitz des Landes, des Bundes oder einer Kommune. Die Förderquote für eine Maßnahme kann jeweils bis zu 75 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten betragen.  

Antragsberechtigt sind rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts, z. B. eingetragene Vereine, GbR, gGmbH, GmbH, Stiftungen oder Genossenschaften. Die Antragsteller müssen Träger einer Einrichtung mit eindeutig kultureller Ausrichtung sein bzw. einer solchen angehören (z. B. Heimatvereine, nichtstaatliche Museen, soziokulturelle Einrichtungen, Kunstvereine, Kunstschulen, Musikschulen, Musikzentren, Freilichtbühnen, Amateur- oder Freie professionelle Theater). 

Voraussetzung für eine Förderung durch die Schaumburger Landschaft ist ein schriftlicher Antrag mit genauer Projektbeschreibung und detailliertem Kosten- und Finanzierungsplan. 

Für die kleinen Kultureinrichtungen, die eine Förderung zwischen 1.000 und 25.000 Euro bei der Schaumburger Landschaft beantragen wollen, gibt es zwei Antragsstichtage: Die Anträge sind bis zum 01.10.2020 (1. Vergaberunde) oder bis zum 15.01.2021 (2. Vergaberunde) an die Schaumburger Landschaft zu richten.

Download Vergabekriterien
Download Antragsformular
Download Kosten-/Finanzierungsplan

Tag des offenen Denkmals kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Schaumburger Landschaft den Tag des offenen Denkmals, der in diesem Jahr in der Teilregion Schaumburger Wald stattfinden sollte, leider nicht durchführen. Hintergrund ist der Beschluss der Bundesregierung, nach dem Großveranstaltungen derzeit bis zum 31. August 2020 untersagt sind. Der Tag des offenen Denkmals kann als Veranstaltung, bei der mehrere tausend Menschen die Denkmale besuchen, deshalb nicht stattfinden. Die Gesundheit sowohl der Eigentümerinnen und Eigentümer, der Akteurinnen und Akteure der Denkmale als auch der Besucher stehen an erster Stelle.

Der Tag des offenen Denkmals im Schaumburger Wald ist damit aber nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben. Die Veranstaltung wird am 12. September 2021 in der Teilregion Schaumburger Wald stattfinden. Hier eine kleine bildliche Auswahl von Denkmalen, die Sie voraussichtlich am 12. September 2021 besichtigen können. 

  • altes pfarrhaus wiedensahl

Offene Ateliers 2020 auf 2021 verschoben

Leider müssen wir die Veranstaltung, die für den 16. und 17. Mai 2020 geplant war, aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Die Offenen Ateliers werden jedoch voraussichtlich am 8. und 9. Mai 2021 stattfinden können. 

Neues Video von Timo Vollbrecht: "Schaumburg"

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schaumburger Landschaft im Jahr 2017 hatte der aus Stadthagen stammende Saxofonist Timo Vollbrecht das Musikstück „Schaumburg“ als eine Hommage an seine Heimat komponiert und während des Festakts im Stift Obernkirchen uraufgeführt. Das Stück bezieht sich zum einen auf die Empfindung von Heimweh. Zum anderen bringt es Gefühle von Erleichterung, Geborgenheit und Verbundenheit des Musikers zum Ausdruck, wenn er nach langen Konzertreisen Schaumburg besucht. Inzwischen hat Vollbrecht das Stück mit seinem Ensemble Fly Magic in einem New Yorker Tonstudio aufgenommen. Es wurde von dem Plattenlabel Berthold Records auf Vollbrechts Album „Faces in Places“ veröffentlicht und erhält medial beachtliche Aufmerksamkeit. Eine Videoproduktion, die das Werk „Schaumburg“ und das darin thematisierte Konzept von Heimat durch visuelle Komponenten neu erlebbar machen und der Musik zu höherer Bekanntheit verhelfen sollte, schloss sich an. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher und New Media Artist Michael Gugger und steht als Kunstwerk für sich allein, indem es Realfilm mit Computeranimation verbindet. Speziell hierfür aufgenommenes Filmmaterial wurde unter Verwendung der „Volumetric Filmmaking“-Technik durch visuelle Effekte verfremdet.

Hier geht es zum Video: https://youtu.be/_UtB8ni2U8M 

Schaumburger Landschaft richtet plattdeutschen Bandcontest "Plattsounds" aus

10 Jahre Plattsounds: Plattdeutsch-Bandcontest feiert Jubiläum

Eine Dekade mit plattdeutschem Rock, Pop, Hip Hop, Punk und Reggae – Bands und Solokünstler können sich jetzt für das Festival 2020 bewerben

Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal findet am 21. November 2020 der plattdeutsche Bandcontest Plattsounds statt, für den sich Bands und Einzelmusiker ab jetzt bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Genres wie Rock, Pop, Hip Hop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder Singer/Songwriter in der beliebten Sprache Platt performen wollen. Beim Finale im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen treten zehn Finalisten auf und zeigen, wie gut Plattdeutsch und moderne Musik zusammenpassen.  

„Wir freuen uns sehr, dass das Jubiläum von Plattsounds in Schaumburg stattfindet“, sagt Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, die in diesem Jahr den Band Contest veranstaltet. „Das Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen ist für das Finale am 21. November die ideale Location. Das wird ein ganz besonderer Abend.“ Die letzten Jahre haben gezeigt, wie fantastisch angesagte Musik und die coolste Sprache des Nordens zusammen ­passen. „Wir hoffen deshalb auch auf viele Bewerbungen aus unserer Region“, betont Seegers. 

„Der Plattsounds Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, sagt Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft. „Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen – zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene und zeigt, wie beliebt Plattdeutsch bei Jugendlichen ist.“ 

Von Aurich bis Wolfenbüttel, von Celle bis Vechta – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen gar kein Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen. „Auf Plattdeutsch zu singen ist einfach genial – wir werden den Song in Zukunft wohl weiterhin auf Platt performen!“, sagen die Punk-Rocker von Captain Karacho aus Hannover. Selbst die Jüngsten sind begeistert vom Contest – und streben eine Wiederholung an: „Die anderen Bands und die Stimmung waren wirklich toll, wir würden uns also freuen, wieder dabei zu sein!“, sagt die 15-jährige Julia Giampietro, die 2019 mit ihrer Schwester Gina auf den dritten Platz kam.  

Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können. Das Plattsounds-Team fertigt, wenn gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch bei der Aussprache. Bis zum 30. September können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben. Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann jedoch nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum Alte Polizei mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.  

Zusätzlich zu der einen oder anderen Geburtstagsüberraschung am Final-Abend gibt es eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Erstmals gibt es einen Botschafter für Plattsounds. Der bekannte Musiker, Entertainer und Platt-Schnacker Yared Dibaba wird den Bandcontest medial unterstützen und begleiten. Bereits im ersten Plattsounds-Jahr 2011 war er als Juror dabei.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.

 




 

Im Plattsounds-Jubiläums-Jahr 2020 hat der Entertainer, Musiker und Platt-Schnacker Yared Dibaba die neue Rolle als Botschafter übernommen. Er unterstützt den plattdeutschen Bandcontest auf Social Media und erzählt hin und wieder, was bei uns grad so los ist. Wir freuen uns sehr: Willkommen an Bord!


Ansprechpartner:
Schaumburger Landschaft
Frau Lu Seegers/Frau Nadine Langrzik
Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg
Telefon: 05722 9566-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Kontakt für Musiker:
Matthias Kahrs
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen:
http://www.plattsounds.de
facebook.com/plattsounds.bandcontest

 

Buchvorstellung "Max un Moritz - Frie noa Wilhelm Busch" abgesagt

Aufgrund des ersten bestätigten Corona-Falls in Schaumburg müssen wir leider die für Mittwoch, 18. März 2020, 19:30 Uhr in Helpsen geplante Vorstellung der Neuauflage von "Max un Moritz - Frie noa Wilhelm Busch" absagen. 

Die Veranstaltung wird nachgeholt, wenn sich die Lage entspannt hat. 

Wilhelm-Busch-Preis für Isabel Kreitz

Isabel Kreitz bei Ausstellungseröffnung in Wiedensahl und Wilhelm-Busch-Preisverleihung in Stadthagen

Die Hamburger Comic-Autorin Isabel Kreitz wird mit dem diesjährigen Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnet. Zu diesem Anlass wird Isabel Kreitz am 25. November 2019 um 19:30 Uhr im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl eine Ausstellung ihrer Werke mit einem Gespräch zwischen ihr und dem Kunstdidaktiker und Comic-Experten, Prof. Dr. Dietrich Grünewald, eröffnen.

Zentrales Motiv dieser Sonderausstellung ist das Miteinander von Menschen. Dabei versteht Isabel Kreitz es, Schauplätze wie etwa eine Pommesbude oder das Leben von Jugendlichen auf St. Pauli in den 1940-er Jahren ebenso detailreich wie atmosphärisch dicht zu zeichnen. Die Ausstellung ist auch für Familien attraktiv, denn Isabel Kreitz adaptierte berühmte Kinderromane wie „Der 35. Mai“ von Erich Kästner als Bildgeschichten. Überhaupt zieht sich das Motiv der Jugendkultur wie ein roter Faden durch die Arbeiten der Künstlerin. Besonders interessant dürften auch die Tuschezeichnungen, die Isabel Kreitz zu Gedichten von Wilhelm Busch erstellt hat, sein. Die Sonderausstellung wird im Wilhelm-Busch-Geburtshaus bis zum 5. April 2020 zu sehen sein.

Die feierliche Verleihung des Preises erfolgt am 26. November 2019 um 19:30 Uhr, passenderweise im Wilhelm-Busch-Gymnasium in Stadthagen. Die Laudatio wird Ralf König halten, der im Jahr 2017 mit dem Wilhelm-Busch-Preis ausgezeichnet wurde. Die Veranstaltung wird von der NDR-Redakteurin Sabine Steuernagel moderiert, die ihr Honorar dankenswerterweise an den Förderverein Wilhelm-Busch-Gymnasium e.V. spendet. Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Preisträger des Hans-Huckebein-Preises ausgezeichnet. Die Laudatio wird der Autor und Rezitator Frank Suchland halten, der ebenfalls auf ein Honorar verzichtet.

Wilhelm Busch gilt als Wegbereiter des modernen Comics. Jahrzehntelang lebte und arbeitete er in seinem Geburtsort Wiedensahl in Niedersachsen. Seine Zeichnungen und sein brillanter Sprachwitz sind bis heute ebenso beeindruckend wie inspirierend. Der 1997 ins Leben gerufene Wilhelm-Busch-Preis wird in dieser Form seit 2006 von den drei Stiftern, der Stiftung Sparkasse Schaumburg, der Schaumburger Landschaft und den Schaumburger Nachrichten, verliehen. Das Preisgeld beträgt 10.000 €.

Der Wilhelm-Busch-Preis soll im deutschsprachigen Raum Persönlichkeiten würdigen, die sich in ihrer Arbeit der künstlerischen Qualität und der Tradition Wilhelm Buschs verbunden und verpflichtet fühlen. Hierbei sind nicht nur deren Fähigkeiten als satirische Erzählerinnen und Erzähler gefragt, sondern vor allem auch eine ästhetisch-hochwertige Zeichenkunst.

Bisherige Preisträger waren Robert Gernhardt, F. W. Bernstein, Vicco von Bülow alias Loriot, Ernst Kahl, Franziska Becker, Hans Traxler und Ralf König. In diesen Kreis reiht sich nun Isabel Kreitz ein.

Isabel Kreitz zählt mit ihrem vielschichtigen Comicwerk zu den bekanntesten deutschsprachigen Comic-Autorinnen im In- und Ausland. Das spiegeln auch die zahlreichen Auszeichnungen wieder, die sie bisher erhalten hat, wie 1997 den Deutschen Comicpreis (Comic-Festival Hamburg), 2008 und 2012 den Max-und-Moritz-Preis sowie 2008 und 2011 den Sondermann-Preis. 1995 veröffentlichte Isabel Kreitz bei Carlsen das Album „Ohne Peilung“, das Jugendliche mit der NS-Zeit in Hamburg konfrontiert, ein Thema, das sie bis heute beschäftigt. Ihren Durchbruch erzielte Isabel Kreitz 1996 mit ihrer Bildgeschichte zu Uwe Timms Roman „Die Entdeckung der Currywurst“. Stilbildend sind ihre Graphic Novels zu den Kinderromanen von Erich Kästner geworden.

Brisante, kritische Themen der Vergangenheit wie der Gegenwart weiß Isabel Kreitz in spannend erzählten Geschichten aufzugreifen. Sie unterhalten nicht nur, sondern geben auch reflektierende Anstöße. Das zeigt sich etwa in ihrer Serie zu 60 Jahren deutscher Nachkriegsgeschichte, die 2009 erstmals in der Frankfurter Rundschau publiziert wurde. Selbstredend stellt Wilhelm Busch eine Quelle der Inspiration für Isabel Kreitz dar. So hat die Comic-Autorin in dem Band „Die Käthe hat den Fritz geküsst“ (2008) eine Gedichtsammlung als Hommage an Wilhelm Busch mit wunderbar skurrilen Alltagsszenen illustriert.

Tag des offenen Denkmals in Obernkirchen, Eilsen und im Auetal am 8. September 2019

Gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, den Gemeinden und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden luden wir Sie ins Auetal, nach Eilsen und Obernkirchen ein. Anlass war der europaweit durchgeführte „Tag des offenen Denkmals“ in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Damit sollte aufgezeigt werden, dass technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Fortschritt stets auch innovative Konstruktionen und neue Bautypologien nach sich gezogen haben. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute.

Stift Obernkirchen

Private Eigentümer, Denkmalpfleger, ehrenamtliche Helfer und engagierte Vereine, die sich der Erhaltung historischer Bauten und Stätten widmen, leisten alle einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffneten ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind oder trugen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen. An rd. 30 beteiligten Denkmalen konnten Sie auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen. Sie konnten nicht nur die Denkmale selbst erleben, sondern auch ein buntes Begleitprogramm mit Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführung alter Handwerkstechniken bis hin zu Kulinarischem. 

Download Prospekt

Die Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft feiert Jubiläum

10 Jahre Kommunalarchäologie: Anlässlich dieses Jubiläums richtete die Schaumburger Landschaft am 4. Juli 2019 im Stift Obernkirchen eine Festveranstaltung aus. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Politik, Denkmalpflege, Forschung und Ehrenamt. Die Grußworte sprachen Dr. Klaus-Henning Lemme (Vorsitzender der Schaumburger Landschaft), Detlev Kohlmeier (Landrat des Landkreises Nienburg/Weser), Fritz Klebe (Baudezernent des Landkreises Schaumburg) und Dr. Henning Hassmann (Landesarchäologe für Niedersachsen/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege). Die Redner würdigten die herausragende und wichtige Arbeit von Dr. Jens Berthold, der in den vergangenen 10 Jahren die Kommunalarchäologie für die Landkreise Schaumburg und Nienburg sowie die Städte Nienburg, Stadthagen, Bückeburg und Hameln  aufgebaut hat. Den Repräsentanten der Kreise und Städte wurde eine fast 500-seitige Fundchronik der Jahre 2009-2018 überreicht.
Während Dr. Berthold, der seit dem 1. Juni eine neue Stelle als Außenstellenleiter in Overath für den Landschaftsverband Rheinland wahrnimmt, verabschiedet wurde, konnte sein Nachfolger, der neue Kommunalarchäologe Dr. Daniel Lau, den Gästen vorgestellt werden.


Dr. Berthold präsentierte in einem 45-minütigen Vortrag die archäologischen Highlights aus dem Arbeitsgebiet der Kommunalarchäologie: „50.000 Jahre Archäologie in einem Jahrzehnt“. Nachzulesen sind einige dieser Stationen seines archäologischen Schaffens auch in der neuen Broschüre der Schriften der Kommunalarchäologie Schaumburger Land: „Stadt, Land, Fluss. Zehn Jahre Kommunalarchäologie“. Das 40-seitige Heft bildet den Rahmen für eine gleichnamige Wanderausstellung, die aus elf Roll-Up-Aufstellern besteht und von den Gästen im Anschluss an die Grußworte und den Vortrag im Kreuzgang des Stifts eingehend betrachtet werden konnte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten drei archäologische Vorträge zu aktuellen Projekten aus der Kommunalarchäologie die vielfältigen Kooperationen und die zeitliche Tiefe der Forschung auf. Der Vortrag von Dr. Henning Hassmann und Tobias Scholz M.A. (Georg-August-Universität Göttingen) widmete sich den jungsteinzeitlichen Erdwerken von Müsleringen und Wellie. Letzteres wurde erst 2018 entdeckt und steht aktuell im Fokus der steinzeitlichen Erdwerksforschung in der Region. Dr. Immo Heske (Georg-August-Universität Göttingen) sprach über „Menschenknochen und Bronzen aus dem Kies“, ein aktuelles Forschungsprojekt, das in enger Abstimmung mit der Kommunalarchäologie realisiert wird und sich der Frage widmet, ob es sich um Kultdeponierungen oder um Einzelfunde handelt. Über „Neues und Altes zur Heisterburg bei Rodenberg“ wusste Dr. Markus C. Blaich (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur Hildesheim/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) zu berichten. Er stellte die jüngsten Untersuchungen an der Burganlage vor, deren Funde sich in das ausgehende Frühmittelalter datieren lassen.

Als besonderes akustisches Erlebnis präsentierte Joachim Schween M.A. (Hameln) den Gästen die Bedeutung und die Klangwelten der bronzezeitlichen Lure, einem vorgeschichtlichen Blechblasinstrument, an einer Replik aus Garlstedt.

„Die Situation der Archive in Niedersachsen verbessern“

Die Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen überreichen der Präsidentin des Niedersächsischen Landtages Denkschrift

Die Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen (ALLviN) hat dem Niedersächsischen Landtag eine von ihr erarbeitete Denkschrift über „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ überreicht. Die Übergabe der Denkschrift an die Präsidentin des Landtages, Frau Dr. Gabriele Andretta, erfolgte am Donnerstag, dem 6. Juni 2019, für ALLviN durch den ALLviN-Vorsitzenden Landrat Michael Roesberg (Stade) sowie durch PD Dr. Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, und Dr. Hans-Eckhard Dannenberg, Geschäftsführer des Landschaftsverbandes Stade.
Die niedersächsische Archivlandschaft ist vielgestaltig: Sieben Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs (NLA), das Archiv des Niedersächsischen Landtages, kommunale Kreis-, Stadt- und Gemeindearchive, Archive der Kirchen und von Unternehmen, Archive einiger Ritterschaften und Landschaften sowie viele private Adels- und Gutsarchive sind in Niedersachsen vorhanden. Diese Archive sind sowohl unverzichtbare Informationsquellen für die Erforschung historischer Prozesse und individueller Schicksale in der Vergangenheit, als auch Grundlagen für die Klärung wichtiger rechtlicher Fragen in der Gegenwart – auch für die Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen und von Verwaltungshandeln. Archive sind historische Wissensspeicher, in denen sich Bürgerinnen und Bürger auf der Grundlage von authentischen Dokumenten über gewachsene Zusammenhänge informieren können. So können sie auf einer verlässlichen Faktengrundlage auch an der demokratischen Meinungsbildung teilnehmen.
Aktuelle Herausforderungen für die Archive in Niedersachsen sind die Erhaltung der immer umfangreicher werdenden Archivbestände, die kontinuierliche Bildung neuer Archivüberlieferungen und die Notwendigkeit zur Sicherung, Integration, Instandhaltung und Nutzbarmachung des rasant wachsenden neuen digitalen Archivgutes. Die Archivlandschaft in Niedersachsen, so ALLviN, ist für die Bewältigung dieser Aufgaben aktuell eher schlecht aufgestellt. Viele Archive im kommunalen Bereich sind personell und finanziell unzureichend ausgestattet, zudem gibt es in Niedersachsen kaum Archivverbünde, d. h. Zusammenschlüsse zum Beispiel zur gemeinsamen Trägerschaft eines Archivs.
Vor diesem Hintergrund setzt sich ALLviN für eine Novellierung des Niedersächsischen Archivgesetzes ein, das explizit für alle öffentlichen Archive in Niedersachsen Geltung hat. Darüber hinaus plädieren die Landschaften und Landschaftsverbände für den vollumfänglichen Erhalt der sieben NLA-Standorte in Aurich, Bückeburg, Hannover, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Wolfenbüttel und für deren Stärkung als Stätten historischer Forschung und Bildungsarbeit. Die große Bedeutung der einzelnen Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs für die jeweilige regionale Geschichte sollte nach Auffassung von ALLviN auch dadurch zum Ausdruck kommen, dass diese Standorte künftig wieder den traditionellen Namen „Staatsarchiv“ führen.
Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen alle Archive in Niedersachsen stehen, hält ALLviN den Aufbau einer effektiven landesweiten Archivberatung im Flächenland Niedersachsen für dringend geboten, zum Beispiel nach Vorbildern in Nordrhein-Westfalen und in Hessen. Eine solche Archivberatung könnte, so ALLviN, durch eine personelle Aufstockung bei den sieben Standorten des NLA oder auch in Kooperation mit den Landschaften und Landschaftsverbänden eingerichtet werden. Zu den Aufgaben der Archivberatung sollten die Hilfe und finanzielle Förderung bei der Einrichtung von Archiven, die fachliche Unterstützung bei der Übernahme und Erschließung von neuem Archivmaterial, die Beratung in Fragen der Restaurierung und Digitalisierung von Archivgut und auch die Aus- und Weiterbildung von Archivpersonal gehören.
Der Stader Landrat Michael Roesberg als Vorsitzender von ALLviN: „Wir engagieren uns für regionale Staatsarchive und für die vielen anderen Archive in Niedersachsen, die auch in Zukunft für das historische Gewissen und für die Identität der Regionen, Landkreise und Kommunen wichtig sein werden“.
Die Denkschrift „Situation und Perspektiven der Archive in Niedersachsen“ kann auf der Website www.allvin.de/Dokumente eingesehen bzw. heruntergeladen werden.

Übergabe der Denkschrift im Büro der Landtagspräsidentin (v. l. n. r.): Dr. Hans-Eckhard Dannenberg (Landschaftsverband Stade), Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta, Landrat Michael Roesberg (Arbeitsgemeinschaft der Landschaften und Landschaftsverbände in Niedersachsen), PD Dr. Lu Seegers (Schaumburger Landschaft), Foto: Landtag Niedersachsen.

Download Denkschrift

Entwurfskollektion „NeubeTrachten“ ab jetzt als „Schaumburg Fashion“ erhältlich

Mit den Entwürfen des Projekts „NeubeTrachten“ hat die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule Hannover eine Kollektion entwickelt, die – inspiriert von der Schaumburger Tracht – alltagstauglich und funktional und zugleich schlicht und elegant ist. Die Kleidungsstücke sind aus nachhaltigen und regionalen Stoffen hergestellt, u.a. aus Leinenstoffen der Leinenfabrik Seegers in Steinhude. Flankiert wird die Kollektion von wunderbaren Accessoires, einem T-Shirt und Stulpen. Es gibt aber auch Regenschirme, Rucksäcke und Taschen, die schön und zugleich äußerst praktisch sind.

Die Outfits und Accessoires werden im Internet unter der Homepage „Neubetrachten.com“ präsentiert. Über die Homepage können Sie Kontakt zu Julia Eschment aufnehmen, die die Kollektion kreiert hat und die Stücke in ihrem Atelier Nähwerk in Braunschweig maßanfertigt. Maßanfertigung, das heißt auch, dass die Entwürfe auf individuellen Wunsch noch weiterentwickelt oder Details verändert werden können. Die Schaumburg Fashion wird also im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Trägerinnen und Träger „zugeschnitten“.

Ausschreibung Tracht des Jahres 2020

Der Landestrachtenverband Niedersachsen (LTN) sucht die „Tracht des Jahres 2020“ und lädt alle Trachtengruppen und -vereine ein, sich zu bewerben. Teilnehmen können alle Trachten, die ihren Ursprung und ihre regionale Zugehörigkeit in Niedersachsen haben. Eine Mitgliedschaft der einreichenden Gruppe im Landestrachtenverband Niedersachsen ist keine Bedingung. Das einmalig verliehene Prädikat wird der Tracht, nicht aber der einreichenden Gruppe, auf Dauer verliehen.

Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 30. Juni 2019. Das Auswahlverfahren zur „Tracht des Jahres 2020“ erfolgt durch ein Juryverfahren. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der niedersächsischen Landschaftsverbände und Vertretern des Landestrachtenverbandes Niedersachsen. Beim „Tag der Tracht 2019“ werden die Trachten auch der Öffentlichkeit präsentiert.

Das Prädikat „Tracht des Jahres 2020“ wird im Verlauf der Bundesgeneralversammlung am 25. April 2020 in Cloppenburg verliehen. Die Auszeichnung nimmt der Schirmherr, Ministerpräsident Stephan Weil, vor.

Die Kriterien und Teilnahmebedingungen finden Sie hier: Download PDF

Im Jahr 2010 wurde die Östertentracht aus Schaumburg als „Tracht des Jahres 2010“ ausgezeichnet. Seither trägt die Östertentracht das Prädikat „Tracht des Jahres 2010“.

Vierte Auflage von „Schaumburger Land – eine kleine Landeskunde“ erschienen

Kurz vor dem zweiten Schulhalbjahr ist die beliebte „Schaumburger Landeskunde“ in der mittlerweile vierten Auflage im Westermann Verlag erschienen. Das von der Schaumburger Landschaft herausgegebene und in ihrer Publikationsreihe „Kulturlandschaft Schaumburg“ erschienene Buch wurde überarbeitet und aktualisiert. Das Buch wird kostenlos an die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen im Landkreis Schaumburg verteilt. Dies ist nur möglich, weil der Landkreis Schaumburg, die Klosterkammer Hannover, die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, die Bürgerstiftung Schaumburg und die Kulturstiftung Schaumburg die Drucklegung des Buches großzügig gefördert haben. Die vielfältigen und spannenden Themen, die das Schaumburger Land zu bieten hat, laden die Schülerinnen und Schüler (aber auch Erwachsene) dazu ein, sich mit der Geschichte, der Landschaft und der Kultur ihrer Heimat zu beschäftigen. Denn zu wissen, wo man lebt und was die eigenen Wurzeln sind, ist wichtig zur Verortung in unserer globalisierten Welt.

 

 Landeskunde

erschienen in der Reihe Kulturlandschaft der Schaumburger Landschaft, Band 8
ISBN 978-3-07-509703-8 | Paperback  l Fadenheftung l 24 x 17 cm l 288 Seiten l farb. Abbildungen. 14,80 €

Westermann Verlag

Erhältlich im Buchhandel und bei der Schaumburger Landschaft

Neuauflage der Publikation „Gärten im Weserbergland“ erschienen

2004 erstmals erschienen, erfreut sich das in der Zwischenzeit vergriffene Buch „Gärten im Weserbergland. Eine Reise zu Parks und Gärten entlang der Weser“ von Petra Widmer immer noch großer Beliebtheit.

Da das Buch weiterhin stark nachgefragt wird und sich die dort beschriebenen Parks und Gärten in einem ständigen Wandel befinden, erscheint der Band nun in einer überarbeiteten und aktualisierten Neuauflage. Herausgeber sind die Schaumburger Landschaft sowie der Landschaftsverband Südniedersachsen. Die Texte wurden von dem Landschaftsarchitekten Henning Dormann überarbeitet und aktualisiert. Die Fotos für die Kreise Schaumburg und Hameln-Pyrmont wurden von Sigmund Graf Adelmann und Henning Dormann, die Fotos für den Kreis Holzminden vom Verleger des Bandes, Jörg Mitzkat, neu erstellt. Die Publikation wurde darüber hinaus gefördert von der Niedersächsischen Gesellschaft zur Erhaltung historischer Gärten, der Braunschweigischen Stiftung und der Sparkasse Hameln-Weserbergland.

Gezeigt und beschrieben werden nicht weniger als 43 Parks und Gärten: vom Schloss Hagenburg bis zum Rittergut Westerbrak bei Bodenwerder, vom Park an der „Klus“ in Bückeburg bis zum Rittergut Voldagsen bei Coppenbrügge. Der Band beleuchtet die Geschichte der Gärten und ihrer Eigentümer, zeigt das heutige Erscheinungsbild und informiert über Öffnungszeiten.

ISBN 978-3-95954-053-7, Paperback, 96 Seiten, 19,80 €, Bezug über Buchhandel

 

Neue CD der Arbeitsgruppe „Plattdeutsch“ der Schaumburger Landschaft: „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte auf der neu erschienenen CD dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD ist zum Preis von 9,90 € bei der Schaumburger Landschaft erhältlich.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

Datenbank für Musiker aller Stilrichtungen

Die Schaumburger Landschaft lädt alle aktiven Musiker im Schaumburger Land ein, sich in einer neuen, gemeinsamen Datenbank einzutragen.

Mit dem Namen ihres Ensembles oder ihrer Band, einem Ansprechpartner und der Stilrichtung ihrer Musik sowie den gewünschten Veranstaltungen können sich die Musiker öffentlich sichtbar und Veranstalter auf sich aufmerksam machen. Außerdem erleichtert die Datenbank die Vernetzung der Musiker untereinander.

Die Datenbank soll ganz unterschiedlichen Veranstaltern die Suche nach der geeigneten Formation, dem erwünschten Ensemble erleichtern. Sie planen eine Firmenfeier, die mit Livemusik untermalt werden soll? Hier werden Sie die passende Band dafür finden. Oder es naht ein runder Geburtstag, auf dem ein bestimmtes Musikstück nicht fehlen darf? Sie suchen den Kontakt zu den Musikern und sprechen sich ab. Auch eine Ausstellungseröffnung oder eine Lesung könnte von den Musikern aus dem Schaumburger Land umrahmt und bereichert werden. Hochzeiten, Beerdigungen, Vorträge, Symposien, Kongresse, Kirchenkonzerte, Bandauftritte, Straßenfeste - überall ist Livemusik wunderbar. In der neuen Datenbank wird jeder fündig.

Informationen erhalten Interessierte bei der Schaumburger Landschaft, Tel. 05722 9566-0, info(at)schaumburgerlandschaft.de

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

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Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.