Projekte

Ausstellung OH MY GODDESS VERDANDI von Judith Kisner in der Wasserburg Sachsenhagen

Die Ausstellung ist im Rahmen des zweimonatigen Atelierstipendiums „Freiräume“ der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der HFBK Hamburg entstanden, das Judith Kisner 2020 inne hatte.

Die Ausstellungseröffnung findet am 18. Juli um 11 Uhr statt. Vom 24. Juli bis zum
8. August kann die Ausstellung samstags und sonntags in der Zeit von 11 bis 14 Uhr besucht werden.

Wasserburg Sachsenhagen
Schlossgang 3
31553 Sachsenhagen

Majanko gewinnt Plattsounds-Finale 2020

Die Band aus Wilhelmshaven spielte das beste plattdeutsche Lied des Jahres mit ihrem Titel „Wies“ und gewann damit 1.500 Euro. Im 10. Jahr konnte das Finale des Contests nur als Livestream stattfinden – und überzeugte mit kreativen Videos.

Mit ihrem Pop-Indie-Song „Wies“ hat die Band Majanko das „beste plattdeutsche Lied des Jahres“ nicht auf die Bühne, aber in den Livestream des Plattsounds Bandcontests gebracht. Die Musiker aus Wilhelmshaven haben das Finale gewonnen und erhalten dafür 1.500 Euro. „Wir sind total überwältigt und freuen uns, dass sich Menschen auf unsere Musik einlassen und Freude an ihr finden“, sagt Sänger Majanko Bauer. „Trotz der außergewöhnlichen Zeit, die wir alle gerade durch­machen, spüren wir, dass uns durch Musik ein Stückchen soziale Wärme erhalten bleibt.“ 

14 Bands und Singer-Songwriter aus ganz Niedersachsen nahmen im Jubiläumsjahr 2020 teil.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury die Band 1918 Hafenbande mit ihrem „Hafenwave“-Titel „Keen Meer to wiet“. Die Musiker aus Rotenburg/Wümme erhalten dafür 1.100 Euro als Preisgeld. Dritte wurden Mountain River mit „Sett di daal, (mien) Söte“ und freuen sich über 800 Euro. Juror Jakobus Durstewitz war begeistert: „Die Band Mountain River aus Braunschweig möchte ich ermu­tigen, viel mehr auf Plattdeutsch zu schreiben. Die weiche, melodiöse Sprache passt so gut zu dem folkigen Sound, der alles andere als ‚platt‘ daherkommt, sondern internationales Niveau hat und durch das Plattdeutsche als Alleinstellungsmerkmal enorm gewinnt.“

Der Publikumsliebling wurde im Online-Voting bestimmt – dabei gingen sogar zwei Bands punkt­gleich als Sieger hervor: Stepdragon aus Bad Bevensen und Razor Punch aus Wanna. Beide er­halten ein Preisgeld von 300 Euro. Gewonnen haben aber alle Teilnehmer, denn im Pandemie-Jahr 2020 erhalten alle, die nicht auf dem Treppchen gelandet sind, ein Trostpflaster von 100 Euro als „Corona-Bonus“. Damit sollen die Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden, denen in diesem Jahr viele Auftrittsgelegenheiten entgangen sind.

Jurorin Ilka Brüggemann (NDR 1) zeigte sich beeindruckt: „Ich habe mich sehr über die musika­lische Vielfalt gefreut. Sie hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass Plattdeutsch bei jungen Leuten wieder und immer mehr gut ankommt und das auch nachhaltig!“

"Wegen des Coronavirus musste Plattsounds neue Wege beschreiten. Aber auch online konnte das Festival-Feeling und die Bandbreite moderner plattdeutscher Musik transportiert werden“, sagt Juror Stefan Meyer von der Oldenburgischen Landschaft. „Liebe, Hoffnung und Zukunft waren die Inhalte der Beiträge. Damit war Plattsounds auch wieder ein Beispiel für die gute musikalische Umsetzung der Themen, die uns beschäftigen."

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte Plattsounds erstmals nicht live stattfinden. Statt wie sonst mindestens 200 Besucher vor Ort fanden sich am Samstag mehr als 700 Zuschauer im Livestream ein, um den plattdeutschen Grand Prix zu verfolgen. Moderatorin Annie Heger führte gemeinsam mit der Jury, bestehend aus Denise M'Baye (Sängerin/Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker/Sänger der Band JaKönigJa), Ilka Brüggemann (NDR 1) und Stefan Meyer (Oldenbur­gische Landschaft), gewohnt unterhaltsam durch den Abend. Die Bands zeigten sich in kreativen und unterhaltsamen Videos, die auch künftig auf dem YouTube-Kanal von Plattsounds angeschaut werden können.

„Der Abend war ein plattdeutscher Segen“, sagte Musikerin und Schauspielerin Denise M'Baye. „Ich bin neu verliebt in diese heitere und warme Sprache und die Menschen, die sie sprechen und bei Plattsounds auch singen. Bin noch ganz beseelt von einem herrlichen Abend und freue mich auf nächstes Jahr.“

„Das Jubiläumsjahr war für Plattsounds eine besondere Herausforderung, aber die Bands haben gezeigt, wie auch aus der Not etwas Großartiges entstehen kann“, sagt Lu Seegers, Geschäftsfüh­rerin der Schaumburger Landschaft, die den diesjährigen Wettbewerb, der zugleich der zehnjäh­rige Jubiläumscontest ist, ausrichtete. „Aber gerade in dieser Situation wurde wieder deutlich, wie verbindend und kreativ Sprache sein kann und dass Plattdeutsch weiterhin Menschen zusammen­bringt und Neues entstehen lässt.“

Seit der ersten Ausgabe des Plattsounds Bandcontests haben sich Hunderte Bands aus allen Re­gionen Niedersachsens beworben, um ihre Musik auf Plattdeutsch zu spielen. Das Projekt zeigt damit, wie beliebt und lebendig die Sprache weiter ist.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. Im Jahr 2020 war die Schaumburger Landschaft der Veranstalter.

Plattsounds-Finale online bei YouTube erleben!

Das Finale von Plattsounds findet aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie geplant im Kulturzentrum "Alte Polizei" in Stadthagen statt, sondern wird ausschließlich als Online-Event zu erleben sein.

Am 21. November 2020 können Zuschauer ab 19 Uhr im Live-Stream betrachten, wie die Moderatorin Annie Heger und die Jury, bestehend aus Denise M'Baye (Sängerin/Schauspielerin), Jakobus Durstewitz (Musiker/Sänger der Band JaKönigJa), Ilka Brüggemann (NDR 1) und Stefan Meyer (Oldenburgische Landschaft), das beste plattdeutsche Lied des Jahres suchen. 14 Bands sind im Rennen mit plattdeutschem Pop, Rock, Garage, Acoustic Indie Folk und Hafenwave.

Um die Live-Auftritte zu ersetzen, haben die Bands Videos erstellt, die am Finalabend gezeigt werden. Die Jury wird anschließend live die Sieger bekannt geben. 

Der Live-Stream ist zu sehen auf:
https://www.youtube.com/user/Plattsounds sowie als Embed auf  www.plattsounds.de

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen. Im Jahr 2020 ist die Schaumburger Landschaft der Veranstalter.

Bandcontest "Plattsounds": Jetzt für Ihren Favoriten abstimmen!

Pop, Rock und Hafenwave: Abstimmen für das beste plattdeutsche Lied

Im Online-Voting können Internetnutzer auf www.plattsounds.de ihren Favoriten wählen. Der Sieger erhält 300 Euro.

Bevor eine prominente Jury im Finale des Plattsounds Bandcontest am 21. November 2020 das beste plattdeutsche Lied des Jahres wählt, entscheiden Internetnutzer über den Publikumsliebling: vom 26. Oktober bis 17. November 2020 können alle im Online-Voting auf www.plattsounds.de die eigene Stimme für eine Band abgeben und mit darüber entscheiden, welche Musiker 300 Euro Preisgeld erhalten sollen.

Für die Jury ist die Aufgabe nicht einfach: Die Jurorinnen und Juroren müssen nicht nur die plattdeutsche Aussprache bewerten, sondern auch die Qualität von Musik und Texten. Das digitale Publikum darf sich dagegen einfach auf sein Bauchgefühl verlassen, die Musik genießen und per Klick den Liebling wählen. 

Schaumburger Landschaft richtet plattdeutschen Bandcontest "Plattsounds" aus

10 Jahre Plattsounds: Plattdeutsch-Bandcontest feiert Jubiläum

Eine Dekade mit plattdeutschem Rock, Pop, Hip Hop, Punk und Reggae – Bands und Solokünstler können sich jetzt für das Festival 2020 bewerben

Besondere Klänge zu einem besonderen Jubiläum: Bereits zum zehnten Mal findet am 21. November 2020 der plattdeutsche Bandcontest Plattsounds statt, für den sich Bands und Einzelmusiker ab jetzt bewerben können. Gesucht werden junge Musiker aus Niedersachsen, die Songs aus Genres wie Rock, Pop, Hip Hop, Urban, Electro, Punk, Reggae, Metal oder Singer/Songwriter in der beliebten Sprache Platt performen wollen. Beim Finale im Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen treten zehn Finalisten auf und zeigen, wie gut Plattdeutsch und moderne Musik zusammenpassen.  

„Wir freuen uns sehr, dass das Jubiläum von Plattsounds in Schaumburg stattfindet“, sagt Lu Seegers, Geschäftsführerin der Schaumburger Landschaft, die in diesem Jahr den Band Contest veranstaltet. „Das Kulturzentrum Alte Polizei in Stadthagen ist für das Finale am 21. November die ideale Location. Das wird ein ganz besonderer Abend.“ Die letzten Jahre haben gezeigt, wie fantastisch angesagte Musik und die coolste Sprache des Nordens zusammen ­passen. „Wir hoffen deshalb auch auf viele Bewerbungen aus unserer Region“, betont Seegers. 

„Der Plattsounds Bandcontest ist eine unglaubliche Erfolgsgeschichte“, sagt Stefan Meyer, Plattdeutsch-Referent bei der Oldenburgischen Landschaft. „Zum Projektstart wussten wir nicht, ob Jugendliche Lust haben, Musik auf Platt zu machen – zehn Jahre später sind fast 200 neue und moderne Songs in der Sprache entstanden. Das ist eine große Bereicherung für die plattdeutsche Kulturszene und zeigt, wie beliebt Plattdeutsch bei Jugendlichen ist.“ 

Von Aurich bis Wolfenbüttel, von Celle bis Vechta – seit dem Start von Plattsounds im Jahr 2011 standen rund 90 junge Bands aus 40 kleinen und großen Orten in ganz Niedersachsen an den Final-Abenden auf der Bühne, Hunderte wollten mitmachen und haben sich beworben. Teenager und Twens aus plattdeutschen Hochburgen wie Ostfriesland oder Oldenburg, aber auch aus Regionen, in denen gar kein Platt gesprochen wird, wollten sich an der Sprache versuchen. „Auf Plattdeutsch zu singen ist einfach genial – wir werden den Song in Zukunft wohl weiterhin auf Platt performen!“, sagen die Punk-Rocker von Captain Karacho aus Hannover. Selbst die Jüngsten sind begeistert vom Contest – und streben eine Wiederholung an: „Die anderen Bands und die Stimmung waren wirklich toll, wir würden uns also freuen, wieder dabei zu sein!“, sagt die 15-jährige Julia Giampietro, die 2019 mit ihrer Schwester Gina auf den dritten Platz kam.  

Wer teilnehmen will, muss nicht unbedingt Plattdeutsch können. Das Plattsounds-Team fertigt, wenn gewünscht, Übersetzungen für die Bewerber an und unterstützt auch bei der Aussprache. Bis zum 30. September können sich Bands und Solokünstler im Alter zwischen 15 und 30 Jahren auf www.plattsounds.de bewerben. Die Bewerbung kann zunächst auch mit einem anderssprachigen Lied erfolgen. Im Finale kann jedoch nur auftreten, wer einen Song mit plattdeutschem Text auf die Bühne bringt. Etwa zehn Finalisten werden am 21. November im Stadthagener Kulturzentrum Alte Polizei mit jeweils einem plattdeutschen Song antreten und um Preisgelder in Höhe von 1000, 600 und 300 Euro spielen. Moderiert wird die Show von der Sängerin und Schauspielerin Annie Heger.  

Zusätzlich zu der einen oder anderen Geburtstagsüberraschung am Final-Abend gibt es eine weitere Neuerung in diesem Jahr: Erstmals gibt es einen Botschafter für Plattsounds. Der bekannte Musiker, Entertainer und Platt-Schnacker Yared Dibaba wird den Bandcontest medial unterstützen und begleiten. Bereits im ersten Plattsounds-Jahr 2011 war er als Juror dabei.

Plattsounds ist ein Kooperationsprojekt von acht Landschaften und Landschaftsverbänden aus Niedersachsen, die den Wettbewerb im Rahmen der Kampagne „Platt is cool“ (www.platt-is-cool.de) umsetzen.

 




 

Im Plattsounds-Jubiläums-Jahr 2020 hat der Entertainer, Musiker und Platt-Schnacker Yared Dibaba die neue Rolle als Botschafter übernommen. Er unterstützt den plattdeutschen Bandcontest auf Social Media und erzählt hin und wieder, was bei uns grad so los ist. Wir freuen uns sehr: Willkommen an Bord!


Ansprechpartner:
Schaumburger Landschaft
Frau Lu Seegers/Frau Nadine Langrzik
Schloßplatz 5, 31675 Bückeburg
Telefon: 05722 9566-0
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  

Kontakt für Musiker:
Matthias Kahrs
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Informationen:
http://www.plattsounds.de
facebook.com/plattsounds.bandcontest

 

Tag des offenen Denkmals in Obernkirchen, Eilsen und im Auetal am 8. September 2019

Gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, den Gemeinden und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden luden wir Sie ins Auetal, nach Eilsen und Obernkirchen ein. Anlass war der europaweit durchgeführte „Tag des offenen Denkmals“ in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Damit sollte aufgezeigt werden, dass technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Fortschritt stets auch innovative Konstruktionen und neue Bautypologien nach sich gezogen haben. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute.

Stift Obernkirchen

Private Eigentümer, Denkmalpfleger, ehrenamtliche Helfer und engagierte Vereine, die sich der Erhaltung historischer Bauten und Stätten widmen, leisten alle einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffneten ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind oder trugen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen. An rd. 30 beteiligten Denkmalen konnten Sie auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen. Sie konnten nicht nur die Denkmale selbst erleben, sondern auch ein buntes Begleitprogramm mit Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführung alter Handwerkstechniken bis hin zu Kulinarischem. 

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Die Kommunalarchäologie der Schaumburger Landschaft feiert Jubiläum

10 Jahre Kommunalarchäologie: Anlässlich dieses Jubiläums richtete die Schaumburger Landschaft am 4. Juli 2019 im Stift Obernkirchen eine Festveranstaltung aus. Anwesend waren zahlreiche Gäste aus Politik, Denkmalpflege, Forschung und Ehrenamt. Die Grußworte sprachen Dr. Klaus-Henning Lemme (Vorsitzender der Schaumburger Landschaft), Detlev Kohlmeier (Landrat des Landkreises Nienburg/Weser), Fritz Klebe (Baudezernent des Landkreises Schaumburg) und Dr. Henning Hassmann (Landesarchäologe für Niedersachsen/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege). Die Redner würdigten die herausragende und wichtige Arbeit von Dr. Jens Berthold, der in den vergangenen 10 Jahren die Kommunalarchäologie für die Landkreise Schaumburg und Nienburg sowie die Städte Nienburg, Stadthagen, Bückeburg und Hameln  aufgebaut hat. Den Repräsentanten der Kreise und Städte wurde eine fast 500-seitige Fundchronik der Jahre 2009-2018 überreicht.
Während Dr. Berthold, der seit dem 1. Juni eine neue Stelle als Außenstellenleiter in Overath für den Landschaftsverband Rheinland wahrnimmt, verabschiedet wurde, konnte sein Nachfolger, der neue Kommunalarchäologe Dr. Daniel Lau, den Gästen vorgestellt werden.


Dr. Berthold präsentierte in einem 45-minütigen Vortrag die archäologischen Highlights aus dem Arbeitsgebiet der Kommunalarchäologie: „50.000 Jahre Archäologie in einem Jahrzehnt“. Nachzulesen sind einige dieser Stationen seines archäologischen Schaffens auch in der neuen Broschüre der Schriften der Kommunalarchäologie Schaumburger Land: „Stadt, Land, Fluss. Zehn Jahre Kommunalarchäologie“. Das 40-seitige Heft bildet den Rahmen für eine gleichnamige Wanderausstellung, die aus elf Roll-Up-Aufstellern besteht und von den Gästen im Anschluss an die Grußworte und den Vortrag im Kreuzgang des Stifts eingehend betrachtet werden konnte.

Im zweiten Teil der Veranstaltung zeigten drei archäologische Vorträge zu aktuellen Projekten aus der Kommunalarchäologie die vielfältigen Kooperationen und die zeitliche Tiefe der Forschung auf. Der Vortrag von Dr. Henning Hassmann und Tobias Scholz M.A. (Georg-August-Universität Göttingen) widmete sich den jungsteinzeitlichen Erdwerken von Müsleringen und Wellie. Letzteres wurde erst 2018 entdeckt und steht aktuell im Fokus der steinzeitlichen Erdwerksforschung in der Region. Dr. Immo Heske (Georg-August-Universität Göttingen) sprach über „Menschenknochen und Bronzen aus dem Kies“, ein aktuelles Forschungsprojekt, das in enger Abstimmung mit der Kommunalarchäologie realisiert wird und sich der Frage widmet, ob es sich um Kultdeponierungen oder um Einzelfunde handelt. Über „Neues und Altes zur Heisterburg bei Rodenberg“ wusste Dr. Markus C. Blaich (Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kultur Hildesheim/Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege) zu berichten. Er stellte die jüngsten Untersuchungen an der Burganlage vor, deren Funde sich in das ausgehende Frühmittelalter datieren lassen.

Als besonderes akustisches Erlebnis präsentierte Joachim Schween M.A. (Hameln) den Gästen die Bedeutung und die Klangwelten der bronzezeitlichen Lure, einem vorgeschichtlichen Blechblasinstrument, an einer Replik aus Garlstedt.

Neues Video von Timo Vollbrecht: "Schaumburg"

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Schaumburger Landschaft im Jahr 2017 hatte der aus Stadthagen stammende Saxofonist Timo Vollbrecht das Musikstück „Schaumburg“ als eine Hommage an seine Heimat komponiert und während des Festakts im Stift Obernkirchen uraufgeführt. Das Stück bezieht sich zum einen auf die Empfindung von Heimweh. Zum anderen bringt es Gefühle von Erleichterung, Geborgenheit und Verbundenheit des Musikers zum Ausdruck, wenn er nach langen Konzertreisen Schaumburg besucht. Inzwischen hat Vollbrecht das Stück mit seinem Ensemble Fly Magic in einem New Yorker Tonstudio aufgenommen. Es wurde von dem Plattenlabel Berthold Records auf Vollbrechts Album „Faces in Places“ veröffentlicht und erhält medial beachtliche Aufmerksamkeit. Eine Videoproduktion, die das Werk „Schaumburg“ und das darin thematisierte Konzept von Heimat durch visuelle Komponenten neu erlebbar machen und der Musik zu höherer Bekanntheit verhelfen sollte, schloss sich an. Das Video entstand in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher und New Media Artist Michael Gugger und steht als Kunstwerk für sich allein, indem es Realfilm mit Computeranimation verbindet. Speziell hierfür aufgenommenes Filmmaterial wurde unter Verwendung der „Volumetric Filmmaking“-Technik durch visuelle Effekte verfremdet.

Hier geht es zum Video: https://youtu.be/_UtB8ni2U8M 

Tag des offenen Denkmals in Obernkirchen, Eilsen und im Auetal am 8. September 2019

Gemeinsam mit den Eigentümern der Denkmale, den Gemeinden und vielen ehrenamtlich Mitwirkenden luden wir Sie ins Auetal, nach Eilsen und Obernkirchen ein. Anlass war der europaweit durchgeführte „Tag des offenen Denkmals“ in Verbindung mit dem Entdeckertag der Region Hannover.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals stand anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Bauhaus unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Damit sollte aufgezeigt werden, dass technische Entwicklungen und gesellschaftlicher Fortschritt stets auch innovative Konstruktionen und neue Bautypologien nach sich gezogen haben. So finden sich Umbrüche und das Moderne zu jeder Zeit in jeder Denkmalgattung, von der Antike bis heute.

Stift Obernkirchen

Private Eigentümer, Denkmalpfleger, ehrenamtliche Helfer und engagierte Vereine, die sich der Erhaltung historischer Bauten und Stätten widmen, leisten alle einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Reichtums unseres kulturellen Erbes. Sie öffneten ihre Denkmale, die sonst nicht allgemein zugänglich sind oder trugen dazu bei, Bekanntes einmal anders zu sehen. An rd. 30 beteiligten Denkmalen konnten Sie auf Spurensuche vergangener Jahrhunderte gehen. Sie konnten nicht nur die Denkmale selbst erleben, sondern auch ein buntes Begleitprogramm mit Ausstellungen und Führungen, Musik, Vorführung alter Handwerkstechniken bis hin zu Kulinarischem. 

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Entwurfskollektion „NeubeTrachten“ ab jetzt als „Schaumburg Fashion“ erhältlich

Mit den Entwürfen des Projekts „NeubeTrachten“ hat die Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule Hannover eine Kollektion entwickelt, die – inspiriert von der Schaumburger Tracht – alltagstauglich und funktional und zugleich schlicht und elegant ist. Die Kleidungsstücke sind aus nachhaltigen und regionalen Stoffen hergestellt, u.a. aus Leinenstoffen der Leinenfabrik Seegers in Steinhude. Flankiert wird die Kollektion von wunderbaren Accessoires, einem T-Shirt und Stulpen. Es gibt aber auch Regenschirme, Rucksäcke und Taschen, die schön und zugleich äußerst praktisch sind.

Die Outfits und Accessoires werden im Internet unter der Homepage „Neubetrachten.com“ präsentiert. Über die Homepage können Sie Kontakt zu Julia Eschment aufnehmen, die die Kollektion kreiert hat und die Stücke in ihrem Atelier Nähwerk in Braunschweig maßanfertigt. Maßanfertigung, das heißt auch, dass die Entwürfe auf individuellen Wunsch noch weiterentwickelt oder Details verändert werden können. Die Schaumburg Fashion wird also im wahrsten Sinne des Wortes auf ihre Trägerinnen und Träger „zugeschnitten“.

Tach-Blog

Um Musik und Plattdeutsch im Schaumburger Land geht es in dem Tach-Blog, den die Journalistin Ines Langhorst und der Musiker Christian Simon gegründet haben. Aber warum eigentlich „Tach-Blog“? Während andernorts im Norden zur Begrüßung „Moin“ gesagt wird, heißt es im Schaumburger Land meist „Tach“. Der Blog informiert über Veranstaltungen und berichtet über Erzählens- und Hörenswertes rund um das Schaumburger Platt. Apropos: Hörenswertes. Der Blog dient auch dazu, das Niederdeutsche über Lieder in plattdeutscher Sprache einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Schaumburger Landschaft unterstützt das innovative Projekt, das unter dem Link www.tachblog.com zu finden ist: Un nu: Veel Spohs!

Hörbuch „EK KÜER PLATT, DU OOK?“

Geschichten und Vertellse ut den Schaumbörger Lanne twischen Steinhuder Mier un Bückebaarge

Das Schaumburger Platt ist ein versinkendes Kulturgut. Weil es immer weniger „Plattküerers" in Schaumburg gibt, droht diese Sprache zu verschwinden. Daher ist es für die Schaumburger Landschaft wichtig, das „Schaumbörger Platt" und die in ihm zur Sprache kommende Welt zu bewahren.

Dem sollen auch die Geschichten und Gedichte in dem Hörbuch dienen. Oft erinnern sie an Ereignisse und Bräuche einer vergangenen Zeit, die mit der Region Schaumburg verbunden sind. Von Hochzeitsbräuchen ist da die Rede, von der Einführung der Eisenbahn, aber auch von großer Wäsche und Vogelscheuchen.

Das Besondere: „Das" Schaumburger Platt gibt es nicht, sondern jedes Kirchspiel hatte „sein" Platt. Und so repräsentieren die Geschichten auch die Vielfalt des „Schaumbörger Platt" zwischen Steinhuder Meer und Bückeburg, zwischen Lindhorst und Rinteln.

Die CD ist zum Preis von 9,90 € bei der Schaumburger Landschaft erhältlich.

Zum Glossar mit den Übersetzungen der wichtigsten unbekannten Wörter:

Neu beTrachten.

Inspiriert von der  Schaumburger Tracht haben die Schaumburger Landschaft und die Hochschule Hannover ein neues Outfit für Gästeführer in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert.

Mit dem Projekt „Nach Neuem Trachten“ hatte die Hochschule Hannover in Kooperation mit der Schaumburger Landschaft die Schaumburger Tracht vor einigen Jahren auf sehr erfolgreiche Weise in ein ganz neues Licht gesetzt und als zeitgenössische Mode von Streetwear bis Couture präsentiert. Nun haben die Schaumburger Landschaft und die Fakultät III – Medien, Information und Design der Hochschule Hannover wieder zusammengearbeitet und unter der Leitung von Prof. Martina Glomb am 26. Mai eine Kollektion für Gästeführer in Anlehnung an die Schaumburger Tracht in der Leinenfabrik Seegers & Sohn in Steinhude präsentiert. Funktional und gut tragbar sollte es sein – so hatten es sich die Schaumburger Gästeführer gewünscht. Rund 120 Gäste waren von ebenso eleganten wie schlichten Kleidungsstücken, in denen nachempfundene Elemente der Schaumburger Tracht verarbeitet wurden, begeistert.

Die Mode- und Produktdesignerin Julia Eschment, Absolventin der Hochschule Hannover, hat die Kollektion entworfen. Eschment, die mit einer Partnerin das Entwurfsatelier Nähwerk in Braunschweig betreibt, ließ sich im vergangenen Frühherbst auf der Trachtenschau in Bad Nenndorf inspirieren. Mit fachlichen Tipps stand ihr die Ottenser Trachtenexpertin Sophie Mensching zur Seite. Schaumburger Gästeführerinnen und Gästeführer hatten dann bald die ersten Entwürfe und die Auswahl der Farben in Augenschein genommen.

Das Projekt ist eingebunden in die Forschung des Studiengangs Modedesign zum Thema SLOW FASHION-Innovationen im Bedarfsfeld nachhaltige Bekleidung. Dabei erwies sich die Leinenfabrik Seegers & Sohn aus Steinhude als wichtiger Kooperationspartner. Bereits für das Projekt Nach Neuem Trachten hatte Deutschlands älteste Leinenweberei eindrucksvolle Schaumburger Ornamente gewebt, die sich auch u. a. auf den Jacken wiederfinden. Neu ist ein Blumenmotiv in Anlehnung an die Schaumburger Tracht, das die Leinenfabrik Seegers & Sohn nach einem Entwurf von Julia Eschment gewebt hatte. Es ziert den Sommerrock der Kollektion.

Die Kollektion von Julia Eschment ist als Work in Progress anzusehen. Die Entwürfe können weiterentwickelt und Details verändert werden. So können Gästeführer und Gästeführerinnen sich einzelne Teile anfertigen lassen. Hinzu kommen Accessoires wie eine Tasche und ein Rucksack sowie ein Regenschirm. Rucksäcke und Taschen mit dem Schaumburger Ornament können zudem bei der Leinenfabrik Seegers & Sohn, Bleichenstr. 28, 31515 Steinhude, erworben werden.

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Denkmalkindergärten

Das von der Schaumburger Landschaft initiierte und betreute Projekt „Denkmalpädagogik in Kindergärten und Grundschulen“ geht in die nächste Runde: noch bis Ende März können sich interessierte Kindergärten und Grundschulen zu einer Exkursion anmelden. Auf dem Programm stehen in diesem Jahr das Schloss Baum, die Grabpyramide am Schloss Baum, das Lauenhäger Bauernhaus, das Stift Obernkirchen und der Kurpark Bad Nenndorf als Beispiel eines englischen Landschaftsgartens eines hessischen Kurfürsten. Neben diesen historischen Orten stehen interessierten Grundschulen zusätzlich Teile der Rintelner Altstadt für einen spannenden Ausflug in die Geschichte zur Verfügung.

Ziel dieser denkmalpädagogischen Aktionstage ist es, die Gedanken und Werte der Denkmalpflege bereits für die Jüngsten unter uns erlebbar zu machen und sie für ihre historische Umwelt, die Schaumburger Landschaft und Natur zu begeistern. Mit dem Einstieg in die kulturelle Bildung im Kindergarten- und Grundschulalter sollen erste positive Erinnerungen geschaffen werden, die junge Menschen prägen und sie künftig motivieren, sich für den Schutz und die Pflege ihres kulturellen Erbes zu engagieren. Jeder Aktionstag vor Ort  und am Denkmal bildet zu unterschiedlichen Themenbereichen von Archäologie, Kirchen und Schlössern bis hin zu landwirtschaftlichen Gebäuden, Gärten und Parks sowie Natur- und Landschaftspflege eine abgeschlossene Einheit. Neugier und Wissensdurst der Kindergarten- und Grundschulkinder bilden dafür die auslösenden Momente.

Dank einer ausgefeilten didaktischen Methode können Kindergarten- und Grundschulkinder erfahren, was ein Denkmal sein kann und welche Bedeutung es hat. Frühzeitig wird so auch ein Interesse an Heimatgeschichte und -verständnis geweckt – eine Voraussetzung, um kulturelles Erbe später zu pflegen.

 

Denkmalkindergärten

 

Aus den Kindern werden so kreative und innovationsfreudige Menschen, die die historisch gewachsene Umwelt und Natur als ihre Kulturlandschaft und als Bereicherung ihres Lebens erkennen, sie schützen und bewahren.

Kulturorte in Schaumburg

Als erster Landschaftsverband Niedersachsens hat die Schaumburger Landschaft unter dem Titel „Kulturorte in Schaumburg“ eine Broschüre sowie eine mobile Website erstellt, die Geflüchteten kulturelle Orte in der Region Schaumburg in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Persisch) näherbringt. Über diesen Link gelangen Sie zur mobilen Website: www.kulturorte-shg.de.